Garmin Fenix 6X Pro im Test: Was kann die Allround-Multisportuhr?

Garmin Fenix 6 Test

In der Welt der Sportuhren gibt es eine Modell-Serie, dessen Neuerscheinungen immer besonders viele Menschen entgegenfiebern: Den Fenix Uhren aus dem Hause Garmin. Nachdem sich bereits die Fenix Modelle 1-5 einer sehr großen Beliebtheit erfreuten, wurde im Herbst 2019 dann auch die Garmin Fenix 6 Uhr ins Sortiment gebracht. 

Da ich bereits zahlreiche Sportuhren getestet habe, konnte ich mir dieses Prachtexemplar natürlich auch nicht entgehen lassen.

Die Garmin Fenix 6 gibt es in verschiedenen Ausführungen. Ich habe mich für die Variante Fenix 6X Pro Solar entschieden. Doch lohnt sich das Upgrade zur sechsten Generation der Fenix-Reihe? Oder hat Garmin es hier erstmals geschafft, mich zu enttäuschen? All‘ meine Erfahrungen nach 4 Wochen täglichem Gebrauch habe ich dir in diesem Testbericht zusammengestellt. Viel Spaß! 😉

Vorteile

✅ enorme Funktionsvielfalt

✅ unfassbarer Akku

✅ sehr starkes GPS und Kartenführung 

✅ Display auch bei starkem Sonnenschein optimal ablesbar

✅ sehr robust und hochwertig

✅ inklusive WLAN (Pro-Version)

Nachteile

⛔ stolzer Preis

⛔ kein Touchdisplay

⛔ Bedienung nicht immer intuitiv

Die Garmin Fenix 6 gibt es in so vielen Varianten, dass auch ich am Anfang den Überblick verloren habe. 6S, 6, 6X, PRO, Solar, Saphire… Zusammengefasst: Selten hat das Sprichwort “Die Qual der Wahl“ so gut gepasst, wie in diesem Fall. Es wird Zeit, ein bisschen Licht ins Dunkel zu bringen. Daher habe ich dir hier eine kleine Tabelle zusammengestellt, die dir einen Überblick über die verschiedenen Modelle der Garmim Fenix 6 geben soll:

Vergleich Garmin Fenix 6S, 6 und 6X

Fenix 6S

Fenix 6

Fenix 6X

Gehäusegröße

42 mm

47 mm

51 mm

Pro-Version?
(Musik, Karten & WLAN)

beides möglich

beides möglich

automatisch Pro

Sapphire Edition?
(ultra-kratzfestes Sapphire-Glas)

beides möglich (aber nur bei Pro)

beides möglich (aber nur bei Pro)

beides möglich (aber nur bei Pro)

Solar Edition?

nicht möglich

nicht möglich

möglich (aber nur bei Pro und nur wenn nicht Sapphire)

Hauptsächlich sind es also die Funktionen Musik, Karten und WLAN (Pro Version), welche die Modelle voneinander entscheiden. Andere Funktionen, wie GPS, Höhenmessung oder Pulsmessung sind natürlich bei allen Varianten mit an Bord.

Ich habe mich letzten Endes für die Garmin Fenix 6X Pro Solar entschieden, dem Flaggschiff aus der ohnehin schon so beliebten Serie. Dafür gibt es vor allem zwei Gründe:

  1. Meine Neugierde. Ich kann den Praxistest einer Uhr einfach nicht vollends genießen, wenn ich weiß, dass es da draußen noch eine bessere, vollständigere Version gibt. Das mag eine kleine Macke sein, aber ich bin einfach ein Technikfreak 😉
  2. Ich möchte natürlich auch dir die volle Bandbreite der Garmin Fenix 6-Serie präsentieren. Nur so kann ich in diesem Testbericht schließlich ein Fazit dazu ziehen, welche Features sich lohnen und welche vielleicht nicht mehr als eine nette Spielerei sind.

Lieferumfang und Zubehör

Lieferumfang Garmin Fenix 6

Also gut, die für mich persönlich richtige Variante habe ich also schon mal gefunden, der Grundstein meines Testberichts wurde gelegt. Und ab da beginnt das gleiche Spielchen wie immer: Bestellen, warten, testen. Da die Garmin Fenix 6X Pro Solar zumindest auf dem Papier die beste Sportuhr ist, die ich bisher testen durfte, war die Wartezeit diesmal mit besonders viel Vorfreude geschmückt.

Obwohl es Amazon-typisch nur 2 Tage gedauert hat, bis die Uhr meine Haustür erreichte, kam mir diese Zeit unendlich lang vor. Nach allem was ich bisher über die Garmin Fenix 6 gelesen habe, konnte ich es einfach kaum abwarten.

Als der Postbote mich dann endlich von meinem Leiden erlöste und ich die Klingel gehört habe, bin ich in Freudensprüngen zur Tür gesprintet. Wie genau das aussah, willst du glaube ich gar nicht wissen… 😉

Bevor es nun zum eigentlichen Produkttest geht, werfe ich nochmal einen Blick auf den Lieferumfang. So viel Zeit muss sein, auch wenn es mir schwerfällt, die Uhr nicht direkt in Betrieb zu nehmen.

Im ca. 320 g schweren Paket waren folgende Dinge mit an Bord:

  • Garmin Fenix 6X Pro Solar 
  • USB Ladekabel
  • Bedienungsanleitung
  • Sicherheitshinweise

Erster Eindruck: Äußerliche Erscheinung

Der erste Eindruck zählt ja bekanntermaßen. War es hier bei mir und der Garmin Fenix 6X Pro Solar Liebe auf den ersten Blick? Oder täuschen die Bilder, die im Internet zu dieser Sportuhr kursieren? Ich habe dir hier mal ein paar unverfälschte Aufnahmen zusammengestellt, die meine ersten Eindrücke der Uhr ziemlich gut darstellen. Bereit für eine Kostprobe meiner zugegebenermaßen verbesserungswürdigen Smartphone Kamera? 😉

Display bei Sonneneinstrahlung

Der erste Eindruck und generell das Design einer Sportuhr ist natürlich Geschmackssache. Ich für meinen Teil kann nur sagen, dass ich die Garmin Fenix 6 wirklich sehr ansprechend finde. Generell ist Garmin hier immer sehr darauf bedacht, seine Uhren alltagstauglich zu gestalten und ist in Sachen Optik meiner Meinung nach der Vorreiter auf dem Sportuhren Markt.

Mit 82 g ist die Garmin Fenix 6X Pro Solar vergleichsweise schwer, doch bei dieser Funktionalität wäre alles andere auch eine große Überraschung. Im Vergleich zum Vorgänger, der Fenix 5X, ist die Uhr zudem um 16 g leichter.

Nachdem ich zuletzt die sehr leichte Polar Vantage M getestet habe, musste sich mein Handgelenk hier dennoch erstmal an ein neues Kaliber gewöhnen. Schauen wir uns mal an, wie sich die Sportuhr trägt, und werfen einen genaueren Blick auf das Gehäuse und das Armband.

Gehäuse

Das Gehäuse der Garmin Fenix 6X Pro Solar besteht aus faserverstärktem Polymer, einem hinteren Metallgehäuse, sowie einer Titan-Lünette, die je nach Modell noch mit einer DLC-Beschichtung verstärkt wird.

Mit einfachen Worten: Garmin hat sich passend zur Spitzenklasse der Uhr auch für spitzenmäßige Materialien entschieden. Auf mich wirkt die Fenix 6 sehr hochwertig und robust, doch mach dir anhand der folgenden Bilder ruhig selber ein Bild:

Fenix 6 Gehäuse rechts
Fenix 6 Gehäuse unten

Beim Glas hat sich Garmin für das Gorilla Glas DX entschieden. Bei der Solar-Variante kommt das so genannte Power Glass zum Einsatz, bei dem zwischen dem eigentlichen Display und dem schützenden Gorilla Glas noch eine Power Glass Solar-Ladelinse verbaut ist.

Ansonsten gibt es die Garmin Fenix 6 auch in der besonders kratzfesten Sapphire Edition. In diesem Fall müsstest du allerdings auf die Solar-Funktion verzichten. Sapphire oder Solar – du musst dich entscheiden! 😉 Ich kann dir auf jeden Fall sagen, dass auch die Nicht-Sapphire-Variante auf mich keinen empfindlichen Eindruck hinterlässt und sehr robust wirkt.

Die Fenix 6 Uhren gibt es in drei verschiedenen Gehäuse Größen. Da ich mich für die Solar Edition mit eingebautem Solarring entschieden habe, habe ich hier das Modell mit dem größten Gehäuse (51 mm Durchmesser) vor mir liegen.

Damit du ein besseres Verständnis von der Größenordnung bekommst, hier nochmal ein Vergleich zwischen der Garmin Fenix 6 und der Polar Vantage M, der Uhr aus meinem letzten Produkttest:

Die Fenix 6X Pro Solar ist 14,9 mm dick und 82 g schwer, was sie nicht unbedingt zu einem Leichtgewicht macht. Trotz höherem Gewicht und dickerem Gehäuse macht die Garmin Fenix 6 aber eine gute Figur und fühlt sich am Handgelenk nicht schwer an.

Armband

Armband der Garmin Fenix 6 unten
Garmin Fenix 6 Armband seitlich

Das Armband der Fenix 6 ist wie so viele der Garmin-Modelle mit einem austauschbaren Armband ausgestattet. Geschmäcker sind bekanntlich verschieden, und das wird vom Sportuhren Giganten großzügig berücksichtigt, denn hier stehen wirklich zahlreiche Optionen zur Auswahl.

Ich habe mich wie so oft für das klassische, schwarze Armband aus Silikon entschieden. Ja, ich weiß, ganz schön langweilig… Doch keine Sorge, du musst es mir nicht nachmachen: Es gibt die Garmin Fenix 6 neben der Silikon-Variante auch noch mit Leder-, Titan- oder Nylonarmband und das Farbenspektrum reicht von Schwarz und Weiß bis hin zu bunteren Optionen wie Orange.

Wenn dir deine erste Wahl nach einer Zeit doch nicht mehr gefällt, kein Problem: Du kannst das Armband jederzeit auswechseln. Die so genannten Quickfit Wechselarmbänder machen ihrem Namen hier übrigens alle Ehre, denn das Austauschen ist wirklich in wenigen Sekunden erledigt.

Quickfit wechselbares Armband Fenix 6

Ich kann in diesem Garmin Fenix 6 Testbericht jetzt natürlich nur für das Silikon-Armband sprechen. Dieses schmiegt sich sehr gut ans Handgelenk an und ermöglicht einen hohen Tragekomfort. Für eine Garmin Uhr nicht unbedingt etwas Neues, dennoch soll es natürlich nicht unerwähnt bleiben. 😉

Funktionen

Genug zur Optik, es wird höchste Zeit, die Uhr jetzt mal in Action zu sehen. Schließlich sind es die inneren Werte, die zählen! 😉

Es gibt bei der Garmin Fenix 6 so viele Funktionen, dass man erstmal den Überblick behalten muss, wie man sich von Menüpunkt zu Menüpunkt hangelt. Daher würde ich sagen, gehen wir das Ganze einfach mal gemeinsam durch. 

Bedienung

Die Sportuhr hat wie bereits gesagt insgesamt 5 haptische Knöpfe an den seitlichen Rändern des Gehäuses. Hier mal eine kleine Übersicht über die Bedeutung der einzelnen Knöpfe:

Bedienung Garmin Fenix 6

Die Bedienung war für mich persönlich gerade am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig. Besonders das einfache hoch- und runterscrollen habe ich häufig mit der Zurück-Taste verwechselt, was ziemlich nervig war, da ich den entsprechenden Menüpunkt dann natürlich verlassen habe.

Dazu muss man allerdings sagen, dass es höchstwahrscheinlich daran lag, dass ich bis unmittelbar zum Beginn meines Garmin Fenix 6 Tests noch die Polar Vantage M getragen habe, bei der die Bedienung zwar auch mit haptischen Buttons funktioniert, jedoch eben in einer anderen Anordnung.

Aufgrund des immensen Angebots an Funktionen muss man zu Beginn erstmal einen Überblick darüber gewinnen, wie man welche Funktion findet. Nach kurzer Einfindungsphase war die Bedienung dann allerdings ziemlich einfach und ich konnte jede gewünschte Funktion mit wenigen Klicks erreichen.

Ich persönlich bevorzuge die Touchdisplay Variante, wie sie bei den Garmin Vivoactive Uhren oder der Polar Vantage V zum Einsatz kommt, doch ich kann mich auch mit der Bedienung über die Knöpfe anfreunden.

Weitere Tastenfunktionen

  • Licht-Taste gedrückt halten: Steuerungsmenü
  • Hoch-Taste gedrückt halten: Einstellungen
  • Runter-Taste gedrückt halten: zur Musik

Die Basics

Im Normalzustand zeigt die Garmin Fenix 6 die Uhrzeit und ein paar weitere Infos, wie das Datum, die verbleibende Akkulaufzeit und die aktuelle Höhe an. Wenn du hier den Hoch-Button gedrückt hältst, kannst du das Design hier anpassen wie du möchtest.

Stehst du mehr auf den analogen Uhren-Style? Oder soll es doch der digitale sein? Neben solch einfachen Entscheidungen kannst du den gesamten Hauptbildschirm gestalten, wie du möchtest und alle Funktionen und Daten hinzufügen, auf die du schnellen Zugriff haben willst.

Auch die Farbe aller Elemente kannst du selber festlegen, also kannst du deiner künstlerischen Ader hier freien Lauf lassen! 😉 Da meine künstlerische Ader eher weniger gut ausgeprägt ist, belasse ich es beim klassischen Design.

anderes Design Fenix 6
Uhrenstyle Fenix 6

Wenn du vom Hauptmenü aus herunterscrollst, wirst du mit folgenden Menüpunkten in Kontakt kommen:

  • Solar Intensity
  • Wetter
  • Informationen zu Sonnenauf- und untergang
  • Kompass und Höhenmesser
  • Gesundheitszustand
  • Trainingszustand
  • Aktivitätslevel
  • Schrittzähler
  • Herzfrequenz
  • Pulsoximeter
  • Kalender
  • Benachrichtigungen
  • Musik

Nach dieser schon langen Liste an Möglichkeiten kommt dann noch ein weiterer Menüpunkt mit dem Namen “Bearbeiten“. Die genannten Punkte sind also erst der Anfang, und du kannst das vorhandene Profil dann mit weiteren Optionen deiner Wahl aufstocken.

Hier wird aus der Sportuhr dann ein smarter Alleskönner. So kannst du zum Beispiel dein Stresslevel und deine verbrannten Kalorien im Überblick behalten. Für alle Hundeliebhaber dürfte auch die Funktion Dogtrack interessant sein, mit der man den eigenen Hund orten kann.

Auch der hauseigene Garmin-Coach, der als smarter Personal Trainer beschrieben werden könnte, springt mir direkt ins Auge. Und bei dieser Gelegenheit wird es nun auch Zeit, einen Blick auf den Trainingsmodus der Garmin Fenix 6 zu werfen.

Trainingsmodus

Der Sport liegt den Garmin Uhren einfach im Blut, was man nicht zuletzt auch durch die Namensgebung erkennen kann. Die Modelle der Garmin Fenix 6-Serie werden als Premium GPS Multisport-Smartwatches angepriesen. Neben GPS und smarten Funktionen liegt der Fokus also auch ganz klar auf dem Sport- und Trainingsmodus. Also drücken wir einfach mal gemeinsam den orange gekennzeichneten Knopf und legen los! 😉

Im Trainingsmodus stehen uns standardmäßig erstmal 40 Optionen zur Verfügung. Darunter natürlich Klassiker wie Radfahren, Schwimmen, Laufen oder Krafttraining, aber auch exotischere Sportarten, wie Rudern, Golfen oder Snowboarden.

Ich habe übrigens bewusst von “erstmal 40 Optionen“ gesprochen, denn mit der Garmin Connect App können wir das Sportprofil jederzeit und nach Belieben aufstocken. Hier sind deiner Kreativität wirklich keine Grenzen gesetzt, und ich würde fast jede Wette eingehen, dass auch du die Sportart deiner Wahl finden wirst.

Laufprognose Garmin Fenix 6
Trainingsmodus Garmin Fenix 6

Während des Trainings verrichten dann die zahlreichen Sensoren der Garmin Fenix 6 ihre Arbeit. Beschleunigungssensor, Pulssensoren, Gyroskop, Barometer, und wie sie nicht alle heißen. Im Grunde genommen kannst du es dir so vorstellen, als wenn ein ganzes Team an ausgebildeten Statistikern und Fitnesstrainern dich unterstützt und dir nach dem Training ein fundiertes Feedback gibt.

Wie hoch war dein Puls? In welchen Pulszonen hast du dich bewegt? Wie viele Kalorien hast du verbrannt? Wie sah deine Sauerstoffaufnahme aus? Und wie lange solltest du dich jetzt optimalerweise bis zur nächsten Einheit erholen? Schon erstaunlich, was so eine kleine Uhr alles berechnen kann.

Außerdem wird dir angezeigt, ob und wann deine Belastungen sich im optimalen Bereich befinden, um dein aktuelles Fitnesslevel beizubehalten oder zu verbessern. Dieser optimale Bereich wird basierend auf deinem persönlichen Trainingsziel und deinem aktuellen Fitnesszustand ermittelt. Neben den ganzen smarten Helfern hast du also natürlich auch noch ein Mitspracherecht! 😉

Trainingsstatistiken Garmin Fenix 6

Auch als virtueller Trainingspartner kann dir die Garmin Fenix 6 behilflich sein. Wir kennen es alle – ein Trainingspartner pusht einen nochmal bis ans Limit und kratzt die letzten paar Prozente aus einem heraus. Mit dem Virtual Partner der Sportuhr kannst du gegen eine imaginäre Zeit antreten. Ein Feature, das ich persönlich sehr nützlich fand.

Die volle Pracht der Sportfunktionen kannst du in der zugehörigen Smartphone App ausschöpfen. Dazu gleich im entsprechenden Abschnitt noch mehr.

Pulsmessung

Als die ersten smarten Uhren auf den Markt kamen, war noch die Rede von Pulsuhren. Mit der Pulsmessung hat zwar alles angefangen, doch mittlerweile wäre der Begriff Pulsuhr fast schon eine Beleidigung, da die Modelle inzwischen natürlich wahre Alleskönner sind.

Dennoch ist die Pulsmessung weiterhin ein extrem wichtiger Bestandteil aller Sportuhren, und auch diese Technologie entwickelt sich immer und immer weiter. Mittels LED-Sensoren, die Farbunterschiede auf der Haut durch erhöhten Blutfluss bei höherem Puls erkennen, kann die Herzfrequenz direkt am Handgelenk gemessen werden, statt wie üblich mit einem Brustgurt.

Garmin hat sich hier nochmal ins Zeug gelegt und den optischen Herzfrequenzsensor der dritten Generation verbaut, nachdem die Fenix 5X noch mit der zweiten Generation ausgestattet war. Die Frage ist eigentlich nur: Wie genau kann die Pulsmessung am Handgelenk noch werden?

Ich habe meinen Puls wie eigentlich bei all‘ meinen Praxistests zeitgleich mit einem Brustgurt und eben der Garmin Fenix 6 gemessen. Zunächst einmal stand eine klassische Runde Joggen auf dem Programm.

Typisch für einen optischen Pulssensor kann es zwar zu ein paar kleineren Zeitverzögerungen kommen, doch im Grund genommen liefert die Uhr beim Joggen genaue und zuverlässige Messdaten und hat unter allen Bedingungen (bei Regen, bei starkem Schwitzen, usw.) tadellos funktioniert. Vor allem die maximale Herzfrequenz wurde von beiden Messmethoden nahezu identisch gemessen.

Pulsmessung Garmin Fenix 6
Optische Pulsmessung mittels LED-Sensoren
Pulswerte Fenix 6
Dieser Tag stand ganz unter dem Motto "Lazy Sunday"

Anders sieht es bei weniger gleichmäßigen und ruckhaften Bewegungen aus. Besonders ein HIIT-Workout mit extrem vielen unterschiedlichen Übungen und einem hohen Bewegungsradius der Arme (Burpees etc.) kann erfahrungsgemäß zu Ungenauigkeiten bei der Pulsmessung am Handgelenk führen. Zudem berichten Nutzer immer wieder von ungenauen Messungen bei Skitouren durch den intensiven Einsatz der Skistöcke.

Für Fälle wie diese empfehle ich dir den Einsatz eines externen Brustgurts. Hier gibt es die Option, die Garmin Fenix 6 über Bluetooth oder ANT+ mit einem Brustgurt zu koppeln.

In den meisten Fällen (Joggen, Radfahren, Schwimmen, täglicher Gebrauch) stellte sich die Pulsmessung jedoch als sehr gut heraus und Garmin konnte mit der neuen Generation hier nochmal eine Verbesserung herbeiführen.

Dennoch ist mir bewusst, dass es immer wieder extrem kritische Stimmen zur Pulsmessung am Handgelenk gibt, egal ob Garmin Fenix 6 oder andere Sportuhren. Woran liegt das?

Aus meiner Sicht hat das einen einfachen und leicht zu behebenden Grund: Die Uhr wird einfach nicht richtig getragen. Viele machen den Fehler eine Sportuhr direkt am Handgelenksknochen zu tragen. Durch die Erhöhung des Knochens kann die Uhr allerdings dann nicht mehr eng am Handgelenk anliegen, was jedoch eine Voraussetzung für eine zuverlässige Pulsmessung ist.

Du solltest auch die Garmin Fenix 6 also mit etwas Abstand zum Handgelenksknochen tragen. Zudem solltest du die Uhr möglichst eng tragen, natürlich ohne dir dabei den Arm abzuquetschen.

Und mehr ist es eigentlich auch gar nicht… Ein simpler Trick, der viel bewirkt! 😉

Tipps für eine präzisere Pulsmessung

  • Trage die Uhr mindestens einen Finger breit oberhalb des Handgelenkknochens!
  • Das Armband möglichst festziehen (Uhr sollte nah am Handgelenk anliegen)
  • Warte nach Anlegen der Uhr 1-2 Minuten, bevor du mit dem Training beginnst

In Sachen Blutzirkulation wird übrigens nicht nur die Herzfrequenz erfasst. Nein, auch die Sauerstoffsättigung des Bluts kann hierbei gemessen werden. Dafür gibt es einen Pulsoximeter-Sensor, der vor allem dazu da ist bei Alpinsportarten oder Expeditionen zu ermitteln, wie sich dein Körper an extreme Höhen gewöhnt bzw. wie sich der Körper akklimatisiert.

Da ich hier leider keine Berge in akzeptabler Nähe zu meiner Wohnung habe, kam ich während meines Tests leider nicht in den Genuss, die Akklimatisierungsdaten einzulesen, doch ich bin mir sicher, dass auch das wunderbar funktioniert.

Ansonsten kann der Pulsoximeter übrigens auch in Sachen Schlafanalyse wertvolle Informationen bereitstellen. Besonders Lungenhochdruck-Patienten können von dieser Funktion profitieren.

Mehr Infos zum Thema Pulsoximeter und Sauerstoffsättigung findest du auf dieser Seite.

GPS

Eine Sache muss ich mir jetzt einfach mal von der Seele reden: Meine Güte habe ich einen schlechten Orientierungssinn. Die Google Maps Server wird es freuen, denn ich würde schätzen, dass weltweit etwa jede zweite Anfrage von mir ausgeht.

Ok, ganz so schlimm ist es dann doch nicht, aber dennoch freue ich mich immer, wenn eine Sportuhr auch mit Navigationsfunktionen ausgestattet ist. Die Fenix-Reihe ist ja generell besonders auf Outdoor Sportler zugeschnitten, daher ist natürlich auch das GPS hier mit an Bord und wird in höchsten Tönen gelobt. Was sind meine Erfahrungen?

Kartenführung Garmin Fenix 6

Zunächst einmal muss ich mich korrigieren: Die Garmin Fenix 6 ist nicht nur mit GPS ausgestattet, sondern auch GLONASS (russisches Satellitensystem), sowie Galileo als europäisches Pendant. Dadurch stehen einfach mehr Satelliten zur Verfügung und die Navigationsdienste erfolgen genauer und zuverlässiger.

Bei Sportuhren dieser Preisklasse ist das zwar nicht unbedingt etwas Besonderes, trotzdem läuft die Routenaufzeichnung sehr gut. In meinem Praxistest habe ich bei meiner klassischen Laufrunde die von der Fenix 6 aufgezeichneten Route mit der tatsächlichen Strecke verglichen und konnte keine Unterschiede feststellen. Egal ob Stadtgebiet, Bauernschaften oder Waldabstriche – Die Garmin-Uhr verrichtet seine Arbeit, und das sehr gut!

Wie gesagt, das darf man bei einer Uhr dieser Klasse allerdings auch erwarten. Erwähnenswerter ist da schon die Kartenführung, die wahrlich nicht bei jeder Sportuhr mit von der Partie ist. Bei der Pro-Version der Garmin Fenix 6 hingegen ist die Kartenführung ein fester Bestandteil und macht aus der Uhr ein richtiges Navigationssystem.

Personen mit schlechtem Orientierungssinn, so wie ich es bin, können also aufatmen! 😉

Barometer

Ein eingebautes Barometer ist so eine dieser Funktionen, die Profi Modelle von gewöhnlichen Sportuhren unterscheiden. Die Garmin Fenix 6 ist natürlich ebenfalls mit einem barometrischen Höhenmesser ausgestattet und unterstreicht damit erneut seinen Status als Sportuhr der Extraklasse.

Kompass Fenix 6

Die Höhenmessung ist natürlich sehr häufig mit an Bord, jedoch im Normalfall nur über die GPS-Funktion. Das geht dann aber eher in die Richtung einer Schätzung, als in die einer Messung. Der Barometer hingegen misst die Höhe über Veränderungen des Luftdrucks und ist daher deutlich genauer.

Besonders für Outdoorsportler, die viel mit Höhen zu tun haben (Alpinsportler, Bergsteiger, Mountainbiker, etc.) ist der Barometer beinahe unverzichtbar. Hier ist die Garmin Fenix 6 also ebenfalls definitiv die richtige Wahl!

Schwimmen

Schwimmen

Ich liebe Sport und noch viel mehr liebe ich es, verschiedene Dinge auszuprobieren und somit auch immer wieder unterschiedliche Sportarten in mein Leben zu bringen. Das Schwimmen zählt dabei aber zugegebenermaßen weder zu meinen Paradedisziplinen, noch zu meinen großen Leidenschaften.

Da ich jedoch weiß, dass so eine Sportuhr auch für Schwimmer eine sehr interessante Anschaffung ist, gehört natürlich auch der Schwimmbad-Besuch zu meiner Testroutine. Wie schlägt sich die Garmin Fenix 6 hier?

Das wenig überraschende Resultat: Tadellos! Viel erstaunlicher ist die Tatsache, dass mir das Schwimmen sogar Spaß gemacht hat, was jetzt zwar nicht an der Garmin Fenix 6 an meiner Seite lag, aber in meinem Fall trotzdem erwähnenswert ist. 😉

Beim Schwimmen werden wie auch bei anderen Sportarten zahlreiche sinnvolle Informationen erfasst. Auch hier ist der virtuelle Schwimmtrainer also stets an unserer Seite.

Zunächst einmal wird dein Schwimmstil automatisch erkannt. Dann werden die Bahnen und Schwimmzüge gezählt und dir wird ein Swolf-Wert zur Erfassung der Effizienz beim Schwimmen ausgespuckt. Ansonsten werden natürlich auch wieder die Pulszonen, sowie Belastungs- und Erholungsphasen angezeigt.

Für alle, die eher mit Fakten, als mit Erfahrungen hantieren möchten: Die Garmin Fenix 6 hat eine Wasserdichtigkeit von 10 ATM. In dieser Tabelle kannst du ablesen, was genau das bedeutet:

Wasserdichtigkeit Sportuhren

Wasserdichtigkeit


Geeignet Nicht geeignet
1 ATM Spritzwasser, Regen oder Schnee, Duschen
Schwimmen, Eintauchen ins Wasser, Schnorcheln oder Sporttauchen (weitere Details sind auf der Produktseite zu finden), Hochgeschwindigkeits-Wassersportarten

5 ATM Spritzwasser, Regen oder Schnee, Duschen, Schwimmen, Eintauchen ins Wasser, Schnorcheln

Sporttauchen, Hochgeschwindigkeits-Wassersportarten
10 ATM Spritzwasser, Regen oder Schnee, Duschen, Schwimmen, Eintauchen ins Wasser, Schnorcheln, Hochgeschwindigkeits-Wassersportarten

Sporttauchen

Schwimmen, Schnorcheln und Co. sind also kein Problem, Tauchen sitzt allerdings nicht drin und kann zur Beschädigung des Geräts führen. Außerdem erlischt in diesem Fall die Garantie.

Musik

Es ist Donnerstag, 19:00 Uhr. Es ist ein eher kalter und ungemütlicher Tag und besonders motiviert noch großartig etwas zu machen bin ich nicht. Dennoch habe ich mir für den heutigen Tag vorgenommen, noch eine Runde joggen zu gehen und was ich mir vornehme, das mache ich dann auch. Ok gut, das tue ich auch nicht immer, aber zumindest heute! 😉

An Tagen mit geringer Eigenmotivation brauche ich beim Joggen einfach Musik. Ich schnüre meine Laufschuhe und bestreite die ersten Meter, während über meine Kopfhörer bereits “Eye of the Tiger“ läuft. Ich bin motiviert bis in die Haarspitzen und nichts kann mich mehr aufhalten.

Die Garmin Fenix 6 Pro lässt sich mit den klassischen Musikstreaming-Diensten, wie Spotify, Deezer oder Amazon Music verbinden. Wenn dir das wichtig ist, solltest du dich unbedingt für die Pro-Version entscheiden, da die Standard-Version dies nicht anbietet.

Dann kannst du während deines Trainings kinderleicht steuern, welche Töne auf deinen Ohren erklingen dürfen und musst dafür nicht extra dein Smartphone hervorholen.

Musik Fenix 6

Außerdem bietet die Garmin Fenix 6 Speicher für bis zu 2000 Musiktitel, sodass du Musik auch direkt von der Uhr auf Kopfhörer übertragen kannst.

Die Bereitstellung einer Musikfunktion bei einer Sportuhr ist sicherlich kein Muss, aber dennoch eine sehr nette und hilfreiche Zusatzoption. Die Entscheidung bleibt natürlich wie immer dir überlassen! 😉

Smartphone App/Garmin Connect

Ohne zugehörige App geht heutzutage natürlich kaum etwas. Die wahnsinnig hohe Funktionsvielfalt der Garmin Fenix 6 wird durch die hauseigene Garmin Connect App nochmals aufgestockt.

Sie ist kostenlos in allen großen Appstores erhältlich und ist als sinnvolle Ergänzung zur Uhr ideal. Du kannst hier vor allem die über den Tag gemessenen Daten, wie Herzfrequenz, Intensitätsminuten, verbrannte Kalorien und vieles mehr nochmal in der ausführlicheren Detailansicht überblicken.

In der linken Menüleiste hat man dann noch die Möglichkeiten unter wirklich tausenden von weiteren Funktionen zu wählen. Die zahlreichen Sensoren der Garmin Fenix 6 arbeiten schließlich nicht umsonst rund um die Uhr – nein, in der App bekommst du die komplette und extrem detailreiche Ansicht all deiner Gesundheits- und Trainingsdaten.

Daten wie deiner maximalen Sauerstoffkapazität (VO2 max) oder deiner Laktatschwelle, die du sonst nur beim Sportmediziner erhalten würdest, bekommst du hier auch in der digitalen Version geliefert.

Sehr schön finde ich persönlich noch die Trainingspläne, die einem von Garmin zur Verfügung gestellt werden. Du willst dich auf einen Halbmarathon vorbereiten oder einfach nur problemlos deine ersten Kilometer bestreiten können? Kein Problem, die Garmin Fenix 6 ist stets an deiner Seite und unterstützt dich bei deinen Zielen.

Garmin Connect Trainingspläne
Garmin Connect Workouts

Ebenso kannst du auch Gruppen beitreten und hier nach Gleichgesinnten suchen. Die Garmin-Community ist generell natürlich sehr groß und es macht fast schon süchtig hier aktiv zu werden.

Einen Einblick in alle Funktionen der App zu geben, würde den Rahmen dieses Berichts deutlich sprengen, obwohl mir bewusst ist, dass ich mich jetzt wahrscheinlich schon nicht gerade kurzgefasst habe. 😉

Ich bin einfach begeistert von dieser Sportuhr und diese Begeisterung fließt selbst beim Schreiben dieser Zeilen noch durch meine Adern.

Display

Ok liebe Technik-Freaks, der folgende Abschnitt könnte genau der richtige für euch sein, denn jetzt kommen wir auf hochmoderne Technologien zu sprechen.

Zunächst einmal zu den Basics: Die Garmin Fenix 6 löst je nach Modell mit 240×240, 260×260 bzw. 280×280 Pixeln auf, was in jedem der Fälle ein sehr guter Wert ist. Das Display wirkt sehr scharf und lässt kaum Raum für Kritiken. So weit, so gut. Nun zum spannenden Teil:

Beim Display der Garmin Fenix 6 handelt es sich um ein transflektives Memory-in-Pixel (MIP) Display. Was steckt dahinter? Das bedeutet hauptsächlich, dass das Display an sich kein Licht aussendet und lediglich sein Umgebungslicht reflektiert.

Diese Reflektivtechnik sorgt dafür, dass die Sportuhr selbst bei starker Lichteinstrahlung (Sonnenschein) sehr gut abzulesen ist, da das einstrahlende Licht zurückgeworfen wird. Bei starkem Sonnenschein steigen also Kontrast und Ablesbarkeit des Garmin Fenix 6 Displays.

Display bei Sonneneinstrahlung
Display bei starker Sonneneinstrahlung

Für das Training im Freien eignet sich diese Art des Displays daher deutlich besser als klassische LCD- oder OLED-Displays und ist somit wie geschaffen für alle Outdoor-Sportler.

Auf der anderen Seite ist es bei einem transflektiven MIP-Display so, dass der Kontrast und die Ablesbarkeit in dunklen Umgebungen sinken. Für diesen Fall stellt Garmin hier allerdings die obere linke Taste zur Verfügung, mit der du das Hintergrundlicht aktivieren kannst.

Fenix 6 mit Hintergrundbeleuchtung
mit Hintergrundbeleuchtung
Fenix 6 ohne Hintergrundbeleuchtung
ohne Hintergrundbeleuchtung

Die Garmin Fenix 6 ist also für alle Fälle gewappnet. Zudem sorgt diese Art des Displays übrigens für einen sehr geringen Energieverbrauch, was uns auch direkt zum nächsten Punkt bringt: Der Akkulaufzeit.

Akkulaufzeit und Alltagstauglichkeit

Egal ob Smartphone, Laptop oder Sportuhr: Seitdem ich mir diese smarten elektronischen Geräte das erste Mal gekauft habe, stand ein Kriterium immer ganz oben auf meiner Prioritätenliste: Die Akkulaufzeit.

Ich hasse es einfach, wenn ich den ganzen Tag unterwegs bin und das Smartphone oder eben die Sportuhr zum Ende des Tages schlapp macht. Es gibt für mich kaum etwas nervigeres und ich denke, diese Meinung werden viele von euch da draußen teilen.

Wie verhält es sich also mit der Akkulaufzeit der Garmin Fenix 6 Pro Solar? Nach 14 Tagen täglichem, intensiven Gebrauch habe ich mal eine kurze Zwischenfrage an das Garmin-Team formuliert:

Polar Vantage M Test

Kann mir jemand sagen, wieso hier überhaupt ein Ladekabel mitgeliefert wird?

Natürlich weiß ich, dass man damit die Uhr aufladen kann, doch ob sie überhaupt je schlapp macht, ist die andere Frage.

Ich hätte das Ladekabel bei der Entsorgung des Kartons nach 14 Tagen (ja, ich bin nicht der ordentlichste Mensch) schon fast mit weggeschmissen. Es war immer noch unausgepackt und aufgrund der Tatsache, dass meine Garmin Fenix 6X Pro nach diesen 2 Wochen immer noch bei 30% Akkustand war, habe ich auch noch keinen Gedanken damit verschwendet, das Ladekabel auszupacken.

Jetzt mal Spaß beiseite: Die Akkuleistung der Garmin Fenix 6X Pro Solar ist einfach gigantisch und dringt hier in ganz neue Dimensionen vor. Meine Erwartungshaltung an so eine Sportuhr ist, dass sie mir nicht innerhalb eines Tages schlapp macht, doch hier kann man das Wort “Tag“ wohl eher durch “Monat“ ersetzen.

Die Fenix 6 Modelle sind grundsätzlich schon mit einer riesigen Akkuleistung ausgestattet. Garmin gibt die Akkuleistung für das günstigste Modell (der Garmin Fenix 6S) im Smartwatch-Modus mit 9 Tagen an. Bei der Solar-Version, für die ich mich entschieden habe, sind es hier sogar bis zu 24 Tage. Grund dafür ist natürlich, dass Garmin sich bei dieser Variante die Solarenergie zu Nutze macht.

Wenn es dir also ähnlich geht wie mir und ein schlechter Akku mit zum Nervigsten gehört, was du dir vorstellen kannst, dann bist du bei der Garmin Fenix 6 genau an der richtigen Adresse. Ob es rein aus diesem Grund dann unbedingt die 6X Pro Solar sein muss, sei mal so dahingestellt. Wenn du ein echter Outdoor-Abenteurer bist und schon mal 20-30 Tage ohne Zugriff zu Stromquellen unterwegs bist, dann ist die Flaggschiff Variante durchaus erwägenswert.

Vergleich zu anderen Modellen

Jetzt habe ich so viel über die Garmin Fenix 6 Modelle gesprochen, dass ich glatt vergessen habe, dass es da draußen auch noch andere Sportuhren gibt. In einem guten Testbericht dürfen Vergleiche zu ähnlichen Produkten natürlich nie fehlen, also werfen wir mal einen Blick auf andere beliebte Modelle.

Garmin Fenix 5

Womit wird ein neues elektronisches Gerät immer verglichen? Natürlich, mit seinem Vorgänger. Den Leuten brennen schließlich ein paar Fragen auf der Zunge.

Was hat sich geändert? Was ist besser geworden? Und lohnt sich das Upgrade? Werfen wir mal einen Blick auf die Verbesserungen der Garmin Fenix 6 gegenüber seinem Vorgängermodell.

Schön ist zunächst einmal, dass die Garmin Fenix 6 trotz größerer Funktionsvielfalt schmaler und deutlich leichter geworden ist. Das Premium-Modell der 5er Reihe (5X Plus) kam noch mit einem Gewicht von ca. 98 g daher, bei der 6X Pro sind es nur noch 82 g. Was auch immer das für eine Diät gewesen ist, das scheint gefruchtet zu haben! 😉

Das äußert sich zudem in einer wie ich finde besseren Alltagstauglichkeit. Die Fenix 6 ist einfach etwas schicker und lässt sich designtechnisch besser in den Alltag integrieren. Zudem ist die Auflösung besser (240×240 Pixel bei der 5X und 280×280 Pixel bei der 6X Pro).

GPS und Akkuleistung waren bei allen Modellen der Fenix-Reihe schon immer auf ganz hohem Niveau und hier hat Garmin den Trend weitergeführt und sogar nochmal deutlich einen draufgesetzt. Was diese beiden Funktionen angeht, kann der Garmin Fenix 6 aktuell wohl kaum eine Sportuhr das Wasser reichen. Vor allem die Solar Version hat eine wirklich unglaublich lange Akkulaufzeit.

Neu sind bei der Fenix 6 nun auch der Pulsoximeter zur Messung der Sauerstoffsättigung, sowie die Pulsmessung unter Wasser. Das dürfte natürlich vor allem Schwimmern extrem zu Gute kommen.

Polar Vantage V

Garmin vs. Polar. Der epische Kampf zweier Sportuhren-Giganten. Das wäre nicht nur ein sehr guter Filmtitel, sondern spiegelt auch ein bisschen die Realität wider. Die beiden Hersteller dominieren seit Jahrzehnten die Welt der Puls- und Sportuhren nach Belieben und erfreuen sich beide einer riesengroßen Anhängerschaft.

Welcher Hersteller die Nase vorn hat kann dabei allerdings niemand so genau sagen, da das Ganze auch Geschmackssache ist. Wagen wir also einfach mal gemeinsam einen neutralen Vergleich zwischen der Garmin Fenix 6 und dem Flaggschiff-Modell von Polar, der Vantage V.

Garmin Fenix 6 vs Polar Vantage M

Garmin Fenix 6X Pro

Polar Vantage V

Akku

Smartwatch: Bis zu 21 Tage
GPS: Bis zu 60 Stunden

Smartwatch: Bis zu 7 Tage
GPS: Bis zu 40 Stunden

Display

transflektives MIP-Display (280×280 Px)

transflektives MIP-Display (240×240 Px)

Bedienung

haptische Knöpfe

Touchdisplay

WLAN

Kartenführung

Musik

Gehäusegröße

51 x 51 x 14,90 mm

‎46 x 46 x 13 mm

Gewicht

93 g

66 g

Preis

601,99 EUR

471,19 EUR

Was können wir aus diesem kleinen Vergleich schließen? Zunächst einmal: Beide Sportuhren sind zweifelsohne Modelle der Spitzenklasse! Dennoch liegt die Garmin Fenix 6 aktuell noch um eine Nasenspitze vorne.

Vor allem die WLAN-Funktion, der eingebaute Beschleunigungssensor, der Pulsoximeter und die etwas höhere Auflösung sprechen für die Garmin Uhr. Auf der anderen Seite ist die Polar Vantage V dafür allerdings günstiger, sowie etwas schmaler und leichter.

Ein weiterer Unterschied: Touchdisplay oder haptische Buttons? Beide haben ihre Vor- und Nachteile.

Rein von den Werten dürfte die Garmin Fenix 6 also nochmal ein Stückchen besser sein als die Polar Vantage V. Dennoch entscheidet hier letzten Endes auch zu einem großen Teil der persönliche Geschmack.

Fazit des Garmin Fenix 6 Tests

Wenn du es bis hierher geschafft hast, gibt es zwei Optionen: Entweder du hast wirklich den ganzen Testbericht gelesen und alle Informationen mitgenommen. Dass würde mich natürlich freuen und die Klausur über die Garmin Fenix 6 würdest du wahrscheinlich mit Bravour bestehen.

Die zweite Option ist, dass du eher zur lesefaulen Gesellschaft gehörst, die möglichst schnell zum Fazit springen will. Ich muss zugeben, dass ich auch diese Option vollends nachvollziehen kann, also kommen wir jetzt einfach direkt zum spannenden Teil:

Die Garmin Fenix 6X Pro Solar ist wirklich in allen Belangen beeindruckend. Die Funktionsvielfalt ist schier gigantisch und die Akkuleistung hat noch größere Superlative verdient.

GPS und Kartenführung funktionieren tadellos und auch die mitgelieferten Sportfunktionen, die mit der hauseigenen Garmin App sogar noch zu einem richtigen Personal Coach aufgestockt werden können, wissen in ganzer Linie zu überzeugen.

Einzig die Bedienung ist nicht immer intuitiv und erfordert in den ersten paar Tagen vielleicht einer kleinen Eingewöhnungsphase. Hat man diese allerdings überwunden, so stehen kaum noch Punkte auf der Contra-Seite.

Für viele bleibt natürlich auch das relativ hohe Preisschild als kleiner Wehrmutstropfen übrig. Ob es nun unbedingt die Garmin Fenix 6X Pro Solar sein muss, hängt natürlich von deinen persönlichen Präferenzen ab, für viele werden sicherlich auch die kleinen Brüder, also die Garmin Fenix 6S und die Fenix 6 vollkommen ausreichen.

Eine Sache ist aber klar: Schlecht angelegt ist das Geld auch bei der Premium Version sicherlich nicht und man bekommt für ein einmalig etwas größeres Investment hier wirklich eine sehr beeindruckende Sportuhr, die wohl auch in vielen Jahren noch zur Extraklasse gehören wird.

Verschaff dir am besten selber nochmal einen Überblick. Mit einem Klick auf das folgende Produktbild oder den orangenen Button gelangst du direkt zu allen wichtigen Details und den weiteren Kundenmeinungen. Außerdem kannst du die verschiedenen Modelle nochmal miteinander vergleichen.

Angebot
Garmin Fenix 6X Pro
833 Bewertungen
Garmin Fenix 6X Pro
• enorme Funktionsvielfalt
• Wahnsinns-Akku
• starkes GPS + Kartenführung
• sehr robust und hochwertig

Ich hoffe, dass dir mein Testbericht zur Garmin Fenix 6 gefallen hat und dir einen guten Überblick über die Sportuhr gegeben hat. Wenn du noch weitere Fragen hast oder deine eigenen Erfahrungen mit diesem Modell teilen möchtest, so freue ich mich jederzeit über eine Mail oder einen Kommentar unter diesem Artikel!

Ansonsten würde ich einfach mal sagen: Viel Spaß mit deiner neuen Garmin Fenix 6! 😉

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare

  1. Ich spiele mit dem Gedanken mir nach der Garmin Forerunner 935 aktuell die Garmin Fenix 6 x pro zuzulegen.bin bis dato hin und her gerissen,allerdings ist dein fachkundiger,kurzweiliger Bericht mit tollen Fotos (deine Handykamera ist alles andere als schlecht) wohl Schuld daran,dass ich nun zuschlage.Ich kann diesen Bericht nur loben,Daumen hoch,einfach Klasse.

    1. Hi Joachim, vielen Dank für deine lieben Worte! Du wirst – so wie ich – bestimmt viel Spaß mit der Garmin Fenix 6X Pro haben. Viele Grüße! 🙂

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