Garmin Fenix 7 Testbericht

Ich habe in den letzten Wochen die Garmin Fenix 7 getestet. Dessen Vorgänger, die Garmin Fenix 6, war seit ihrer Veröffentlichung im August 2019 meine absolute Lieblings-Sportuhr.

So wie mir ging es sehr vielen Menschen und daher haben wir alle sehnsüchtig auf das Nachfolgemodell gewartet. Im Januar 2022 war es dann endlich soweit: Die Garmin Fenix 7 ist da!

Und da konnte ich es mir natürlich nicht nehmen lassen, die neue Sportuhr auf Herz und Nieren zu testen. Genau das habe ich in den letzten Wochen getan und in diesem Testbericht möchte ich dir mal von allen Neuerungen, sowie allen Vor- und Nachteilen und meinen persönlichen Erfahrungen mit der Sportuhr berichten.

Vorher noch eine kleine Anmerkung: Auf diesem Blog ist mir Transparenz sehr wichtig. Ich habe die Fenix 7 von Garmin zu Testzwecken leihweise zur Verfügung gestellt bekommen. Es ist mir dabei besonders wichtig zu betonen, dass ich dem Hersteller gegenüber dadurch in keinster Weise verpflichtet bin, die Uhr irgendwie in ein positives Licht zu rücken.
Ich kann die Uhr also ganz normal testen und hier dann von meinen ehrlichen, persönlichen Erfahrungen berichten, positiven wie auch negativen.

Gut, da das nun geklärt ist, würde ich sagen, lasst uns keine weitere Zeit mehr verschwenden und direkt mit dem Testbericht starten. Viel Spaß! 😉

Garmin Fenix 7  - Werksfoto

Überblick über die verschiedenen Fenix 7 Modelle

Genauso wie vorherigen Fenix-Modelle gibt es auch die Fenix 7 wieder in verschiedenen Varianten.

👉 Standardversion in 2 Gehäusegrößen 42 und 47 mm 
Die Standardversion der Uhr gibt es in zwei verschiedenen Gehäusegrößen, nämlich einmal die Fenix 7S mit einem Gehäusedurchmesser von 42 mm und die Fenix 7 mit einem Durchmesser von 47 mm.

👉 optional Solarzelle und Saphir Glas
Dazu gibt es dann auch noch eine Solar-Version, bei der dann eben eine Solarzelle verbaut ist, die die Solarenergie nutzt, und eine Saphir-Solar-Version, bei der zusätzlich dazu dann auch noch Saphirglas verbaut ist.

Merkmale

Fenix 7 S

Fenix 7

Fenix 7 X

Gehäusegröße

42 mm

47 mm

51 mm

Solarzelle

optional

optional

optional

Solarzelle und Saphir Glas

optional

optional

optional

Diese beiden Sonderversionen gibt es neben der 42 und der 47 mm Version auch noch in der 51 mm Variante. Dabei handelt es sich dann entsprechend um die Fenix 7X Solar und die Fenix 7X Saphir Solar.
Die Fenix 7X Saphir Solar ist dabei auch die Version, für die ich mich entschieden habe, ganz einfach aus dem Grund, dass ich euch alle möglichen Funktionen und Features, für die ihr euch möglicherweise entscheiden könntet, vorstellen möchte.

Bei der Fenix 6 gab es ja noch eine zusätzliche Pro Version, bei der es dann auch funktional Unterschiede zu den anderen Versionen gab. Das gibt es bei der Fenix 7 in dieser Form jetzt nicht mehr, das heißt alle Modelle sind bis auf Kleinigkeiten mit der gleichen Funktionalität ausgestattet, es gibt lediglich Unterschiede bei der Hardware - also unterschiedliche Akkuleistungen, Materialien und so weiter. Dazu später mehr.  

Preislich bewegt sich Garmins neue Sportuhr auf einem sehr hohen Niveau. Es fängt zum aktuellen Zeitpunkt an bei 699 Euro für die Fenix 7S und für die Fenix 7X Saphir Solar muss man zur Zeit stolze 1199 Euro auf den Tisch legen. Das ist natürlich ganz schön happig. 

Die restlichen Versionen bewegen sich irgendwo dazwischen. Ob die Uhr diesen hohen Preis wert ist, das werden wir in diesem Testbericht ausführlich besprechen.  

Angebot
Garmin Fenix 7 Standard
892 Bewertungen
Garmin Fenix 7 Standard
•robustes Metallgehäuse
• Touchdisplay oder Bedienung per Knöpfe
• umfangreiche GPS Funktion incl. Kartenführung ;
• zahlreiche Fitness- und Sportfunktionen ;

Vorteile der Garmin Fenix 7

  • robuste Sportuhr für den Profisportler
  • gutes 1,3 Zoll Display auf Wunsch als Saphir Glas
  • sehr viele Sport- und Gesundheitsfunktionen
  •  umfangreiche GPS Funktion incl. Kartennavigation
  • bis zu 14 Tagen Akkulaufzeit, ohne Solarmodul

Nachteile der Fenix 7

  • etwas schwache smarte Funktionen
  • teilweise hoher Preis (je nach Version)

Optik und erster Eindruck der Garmin Fenix 7X Solar

Sprechen wir dann zunächst mal über die Optik der Uhr. Falls du schon vorher eine Fenix-Uhr dein Eigen nennen durftest, dann wirst du dich hier nicht wirklich umgewöhnen müssen.

Die Fenix 7 sieht seinem direkten Vorgänger extrem ähnlich. Wenn man die Fenix Reihe bisher noch nicht kennt, dann ist es schwer zu sagen, welche von der Fenix 7 und der Fenix 6 die neuere ist. Nur bei genauerem Hinblicken fallen einem dann ein paar kleinere Unterschiede auf.

Vergleich Fenix 7 und 6

Vergleich Fenix 7 (links) und Fenix 6

Bei der Fenix 6 hatten wir zum Beispiel noch Schrauben an verschiedenen Stellen rund um die Lünette. Bei der Fenix 7 wurden diese Schrauben jetzt weg von der Lünette und hin zu den Halterungen des Armbands verschoben. Diese wiederum bestehen nun im Gegensatz zur Fenix 6 ebenfalls aus Metall, was für noch mehr Schutz sorgen soll.

Insgesamt ist die Lünette dadurch auch ein wenig schmaler, was bei der Wahl einer Solar-Version Platz macht für eine breitere Solarzelle und damit natürlich auch für höhere Akkulaufzeiten.

Materialtechnisch besteht die Lünette der Saphir Solar Version übrigens aus Titan und bei allen anderen Modellen aus Edelstahl.

Angebot
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• robustes Metallgehäuse
• Touchdisplay oder Bedienung per Knöpfe
• umfangreiche GPS Funktion incl. Kartenführung ;
• zahlreiche Fitness- und Sportfunktionen ;

Ein weiterer kleiner Unterschied ist, dass der Start- und Bestätigungsknopf durch eine kleine Erhöhung nochmal zusätzlich geschützt ist. Das soll das versehentliche Drücken dieses Knopfes, vor allem während des Trainings, verhindern. Ich hatte damit jetzt eigentlich nie wirklich Probleme, aber für einige Menschen könnte das natürlich sinnvoll sein.

Auf der Rückseite des Gehäuses ist der einzig wirklich sichtbare Unterschied der neue Pulssensor. Bei der Fenix 7 kommt jetzt der neue Elevate Sensor der vierten Generation zum Einsatz, der unter anderem auch schon bei der Venu 2 verbaut ist. Zur Genauigkeit dieses Sensors kommen wir im Laufe dieses Testberichts noch ausführlich zu sprechen.

Insgesamt gibt es optisch unterm Strich wirklich keine bahnbrechenden Unterschiede in der Optik beider Uhren.

Vor allem durch das Verschieben der Schrauben und die Tatsache, dass die Lünette nun etwas schmaler ist, hat die Fenix 7 ein etwas minimalistischeres und schöneres Design, aber das sind auf keinen Fall Unterschiede, die alleine für sich gestellt den hohen Preis der Uhr rechtfertigen. Letzten Endes ist die Optik natürlich auch Geschmackssache und ich bin sicherlich kein Modeberater… 😉


Display der Fenix 7X Solar

Ein neues Feature, welches schon viel eher für die Rechtfertigung des Preises in Frage kommt, ist der neue Touchdisplay. Einer der großen Vorteile der Fenix 6 gegenüber vielen Konkurrenzprodukten waren die topografischen Karten und die vielen Navigationsfunktionen. Der Wehrmutstropfen dabei war allerdings die Bedienung, denn diese war mithilfe der Knöpfe immer etwas unpraktisch und lästig.

Vor allem das Rein- und Rauszoomen, sowie das Bewegen auf der Karte hat immer ziemlich viel Zeit und Nerven gekostet.

neues Touchdisplay

Hier hat Garmin nun nachgeholfen. Mit dem Touchdisplay fällt die Bedienung bei der Navigation nun deutlich einfacher. Man kann sich wunderbar auf der Karte bewegen und rein- und rauszoomen und erhält so deutlich schneller einen Überblick über Karten und Routen.

Hier kann ich schon mal sagen: Ich liebe dieses neue Feature! Es macht viele Dinge einfach deutlich einfacher und spart sehr viel Zeit. Den großen Vorteil der Karten und der Navigation konnte Garmin somit nochmal ausbauen. Danke dafür! 😉

Daneben ist der Touchdisplay auch in vielen anderen Momenten sehr hilfreich, zum Beispiel, wenn man durch Daten und Graphen scrollen möchte oder auch wenn man Text eingeben möchte.
Insgesamt ist der Touchdisplay sehr gelungen, alles läuft flüssig und die Reaktionszeit ist sehr schnell. Wenn es regnet oder wenn man sehr schwitzige Hände hat, macht das Nutzen der Touchfunktion natürlich häufig eher weniger Sinn.

👉 Bedienung per Touchdisplay oder Knöpfen möglich
In diesem Fall oder wenn du generell kein Fan von Touchdisplays bist, dann kannst du natürlich auch jederzeit weiterhin wie gewöhnt die Knöpfe nutzen. The choice is yours! 😉

In den Einstellungen kannst du zudem einstellen, wann du den Touchdisplay nutzen willst, z.B. bei einem Wanderausflug und du kannst diesen auch für einzelne Aktivitäten sperren. 

GPS & Navigation

Wo wir gerade schon mal beim Thema Navigation waren, können wir auch direkt mal über alle Navigations- und GPS-Funktionen sprechen. Hier gibt es tatsächlich dann einen Unterschied zwischen den einzelnen Modellen.
Die Saphir Solar Version hat eine Speicherkapazität von 32 GB und kommt mit vorinstallierten topografischen Karten.

Garmin Fenix 7_Navigation

Garmin Fenix 7_Navigation per Touchdisplay und Karten

Die Solar-Version und die Standard-Version haben 16 GB Speicherplatz und bieten keine vorinstallierten Karten. Dennoch kannst du auch bei diesen Varianten selber Karten auf die Uhr laden, also wenn du aus Deutschland kommst, kannst du einfach die Karte von Europa auf die Uhr laden.

Da du hierbei jetzt “nur“ 16 GB hast, kannst du jetzt nicht die Karten von Europa, Afrika und Nordamerika auf die Uhr laden, aber die meisten von euch werden das ja sicherlich auch nicht brauchen. Das Herunterladen der Karten ist dabei übrigens vollkommen kostenlos.
Die topografischen Karten bieten dann wie gewohnt alle möglichen Details, wie Straßennamen, Points of Interest und so weiter.

👉 Skikarten und Golfkarten incl. 
Neu sind nun die Skikarten. Diese kann man ebenfalls auf die Uhr laden und diese beinhalten dann Karten von über 2000 Skigebieten weltweit. Dabei siehst du eine Übersicht über die verschiedenen Pisten aus dem Gebiet inklusive der jeweiligen Farbe bezüglich der Schwierigkeit dieser Piste. Das dürfte für viele Skifahrer natürlich extrem sinnvoll sein. Neben den Skikarten hast du auch noch Zugriff auf Golfkarten für insgesamt über 42.000 Golfplätze.

Up Ahead Funktion - neues GPS Feature

Neu ist bei der Fenix 7 auch die so genannte Up Ahead Funktion. Dabei siehst du - wenn du dich anhand einer Route navigieren lässt - bestimmte Orte, an denen du vorbeikommst. Du siehst also zum Beispiel, dass dich auf deiner Route in 400 Metern ein Restaurant erwartet, in 800 Metern eine Möglichkeit Erste-Hilfe zu erhalten und so weiter. Das kann zum Beispiel beim Teilnehmen an einem Wettbewerb sehr sinnvoll sein.

Garmin Fenix 7_Up Ahead

Garmin Fenix 7 - Up Ahead Funktion

Insgesamt habe ich zudem das Gefühl, dass die Software hinter den Navigationsfunktionen nun deutlich flüssiger läuft. Bei der Fenix 6 musste man teilweise 1-2 Sekunden warten, bis die Karte aktualisiert wurde, wenn man zum Beispiel rein- oder rauszoomt. Das läuft bei der Fenix 7 jetzt gefühlt alles deutlich schneller und flüssiger.

GPS Genauigkeit

In Sachen Navigation sind aber natürlich nicht nur die vielen Funktionen wichtig, sondern vor allem auch, dass das GPS der Uhr genau ist, denn letzten Endes ist es das, worauf die ganze Navigation basiert.

👉 Unterstützung von Multiband-Frequenzen von verschiedenen GPS Systemen
Interessant zu wissen ist dabei, dass die Saphir Solar Version der Fenix 7 so genannte Multiband-Frequenzen unterstützt. Das bedeutet, dass die Uhr auf verschiedene Navigationssysteme, wie GPS, GLONASS und Galileo gleichzeitig zurückgreifen kann und dabei verschiedene Frequenzen der jeweiligen Satelliten gleichzeitig abrufen kann. Das soll wiederum die Positionsgenauigkeit nochmal deutlich erhöhen.

Du kannst also auswählen, ob du entweder nur GPS verwenden möchtest, alle Navigationssysteme miteinander kombinieren möchtest oder ob du dazu noch die Multiband-Frequenzen nutzen willst. Wie gesagt, letzteres ist allerdings nur in der Saphir Version erhältlich und, was ich auch noch erwähnen muss, ist dass auch die Akkulaufzeit unter der Nutzung dieses Premium-GPS-Features leidet.

Angebot
Garmin Fenix 7 Standard
892 Bewertungen
Garmin Fenix 7 Standard
• robustes Metallgehäuse
• Touchdisplay oder Bedienung per Knöpfe
• umfangreiche GPS Funktion incl. Kartenführung ;
• zahlreiche Fitness- und Sportfunktionen ;

Natürlich wollte ich dann auch noch wissen, wie genau das GPS der Fenix 7 wirklich ist. Dafür habe ich mich auf mein Rad geschwungen und habe meine Route von der Fenix 7, der Fenix 6, der Garmin Forerunner 245 und der Polar Grit X Pro aufzeichnen lassen.

Zunächst bin ich ein wenig durch Stadt- und Wohngebiete gefahren und dann in einen Wald rein. Dort habe ich mein Fahrrad dann abgestellt und bin zu Fuß auf teilweise sehr engen Waldwegen gelaufen.

Im Stadtgebiet war es so, dass sich die Uhren größtenteils sehr einig waren. Hier gab es keine wirklich erwähnenswerten Unterschiede. Im Waldgebiet wurde es dann aber deutlich interessanter. Hier habe ich es teilweise so gemacht, dass ich wirklich enge Waldwege abgelaufen bin und auf dem Rückweg dann den gleichen Weg zurück gegangen bin. Hierbei fällt auf, dass die Fenix 7 hier tatsächlich am genauesten war, denn der Abstand zwischen Hin- und Rückroute ist hier am geringsten.

Bei der Polar Grit X Pro in gelb zum Beispiel war der Abstand hier relativ groß, was eigentlich nicht sein kann, da ich wie gesagt den gleichen sehr schmalen Weg hin und zurück gelaufen bin. Auch die anderen Uhren haben hier Abstände, während die Fenix 7 fast die gleiche Route aufgezeichnet hat.

Insgesamt kann ich dadurch zwar nicht 100%ig genau sagen, dass die Fenix 7 mit den neuen Multiband-Frequenzen auch wirklich die beste Genauigkeit hat, aber dieser kleine Praxistest deutet auf jeden Fall darauf hin.

Garmin Fenix 7_Taschenlampe

Garmin Fenix 7  Taschenlampe

Taschenlampe - neue Funktion

 Eines der neuen Features der Fenix 7 Solar und auch der Saphir Solar ist auch die eingebaute Taschenlampe, die sich am oberen Ende des Gehäuses befindet. Ich muss sagen, dass ich zu Beginn dachte, dass ich diese Funktion wirklich nie nutzen werde und auch jetzt noch ist dies sicherlich nicht DIE Funktion, die den hohen Preis der Uhr rechtfertigt.

Dennoch muss ich sagen, dass ich erstaunt war und immer noch bin, in wie vielen Situationen man dann doch mal im Alltag eine Taschenlampe braucht. Das kann sein, wenn man im Dunkeln noch irgendwo joggen ist, wo die Strecke nicht so gut beleuchtet ist, oder wenn man in seiner Wohnung gerade mal kurz Licht braucht oder was auch immer.

Dafür braucht man dann nicht mehr die Taschenlampe des Handys aktivieren, sondern kann einfach mit einem Doppelklick auf den oberen linken Button die Lampe der Fenix 7X aktivieren. Bei Workouts im Dunkeln kann das Ganze dann auch einfach als Licht dienen, damit dich entgegenkommende Läufer, Radfahrer oder Autofahrer besser sehen. Safety first! 😉

Insgesamt sehe ich das Ganze immer noch eher als eine nette Spielerei, auf die man auf jeden Fall auch verzichten kann, doch in einigen Situationen kann das Ganze dann doch durchaus sinnvoll sein.

Sport- und Trainingsfunktionen der Garmin Fenix 7 

Die Garmin Fenix 7 kann vieles, sehr vieles. Im Endeffekt nutzen ich und viele von euch auch sie allerdings hauptsächlich als Sportuhr.

Was mir gefällt

  • zahlreiche gute und sinnvolle Fitness- und Sportfunktionen
  • fortgeschrittene Metriken, z.B. Bodenkontaktzeit
  • verschiedene Workouts

Trainingsmodus

Gehen wir daher jetzt mal in den Trainingsmodus. Hier erwartet uns erstmal ein bekanntes Bild: Laufen, Radfahren, Schwimmen, Krafttraining, Yoga und vieles mehr. Neu im Vergleich zur Fenix 6 sind nun zum Beispiel die Modi Kitesurfen und Windsurfen. 

👉 incl. Workouts zu den verschiedenen Sportmodi 
Wenn wir dann mal in den Laufmodus reingehen, dann bekommen wir dort erstmal ein vorgeschlagenes Workout für den Tag angezeigt, das basiert dann auf den bisherigen Trainingsdaten, deinen individuellen Trainingszielen, sowie der Erholung.  

Wenn du dann ein Training aufzeichnen möchtest, dann kannst du dazu zahlreiche Statistiken aufzeichnen lassen. Hier hast du wirklich Zugriff auf Garmins volle Bandbreite an Trainingsstatistiken.
Das fängt bei Klassikern, wie der Distanz, Geschwindigkeit und Rundenzeit an und geht dann bis hin zu wirklich fortgeschrittenen Metriken, wie der Bodenkontaktzeit, dem vertikalen Verhältnis und vielem mehr.

In meinem Artikel "Garmin Connect APP" findest du eine ausführliche Beschreibung, mit Beispielen, dieser App.  

Diese Daten geben dir dann einen Eindruck von deiner persönlichen Laufeffizienz und helfen dir das Maximum aus deinem Workout herauszuholen. Außerdem kannst du dir natürlich deinen Puls anzeigen lassen, genauso wie in welcher Herzfrequenzzone du dich aktuell bewegst, was dein Durchschnittspuls der letzten Runde war und so weiter. 

Welche Daten dir während des Trainings dann genau angezeigt werden, das kannst du natürlich frei nach deinen Wünschen entscheiden. Dabei kannst du maximal 8 Datenfelder auf eine Trainingsseite packen, und dann eben verschiedene Seiten zusammenstellen.

Garmin Fenix 7 Stamina Funktion

Garmin Fenix 7 - Stamina Funktion

Stamina Daten - neue Trainingsfunktion 

Neu sind nun die so genannten Stamina Daten. Falls du in den letzten Jahren schon mal eine Garmin Uhr hattest, dann könntest du eventuell die Body Battery kennen. Diese gibt dir im Prinzip einfach eine Auskunft über deine verbleibenden Energiereserven eines Tages (Body Battery = Körperbatterie).
Die neuen Stamina Daten funktionieren ähnlich, allerdings nur im Hinblick auf ein spezielles Workout.

Dabei wird dir deine kurzfristige und deine langfristige Energie angezeigt. Also zum einen, wie viel Energie dir für die nächsten 30 Sekunden verbleiben (wenn du zum Beispiel ein etwas schnelleres, intensives Intervall absolvierst) und dann noch, wie viel Energie dir noch für das gesamte Workout verbleiben.

Die kurzfristige Energie kann dabei immer wieder schnell schwanken und du kannst diese schnell wieder aufladen, während die langfristige Energie langsam, aber sicher immer weiter runterfällt. Das siehst du hier auch anhand der beiden Graphen:

Garmin Fenix 7_Energiereserven

Garmin Fenix 7_Energiereserven

Das ist natürlich immer eher als Schätzung zu betrachten und somit sicherlich nicht 100%ig genau, doch meinen Erfahrungen zufolge machen die Werte hier durchaus Sinn. Wenn meine langfristige Energie laut Uhr so langsam auf die 0% zuläuft, dann war es meistens wirklich so, dass ich einfach nicht mehr konnte.  

Pace Pro Funktion

Wie schon bei vorherigen Garmin Uhren sind auch hier wieder fortgeschrittene Trainingsfunktionen, wie “Pace Pro“ mit an Bord. Mit Pace Pro kannst du die Geschwindigkeit, die du im Verlaufe eines Trainings erreichen willst, im Vorfeld planen. Dabei wird das Streckenprofil - also die Steigungen und Gefälle der Strecke - analysiert und du kannst die Geschwindigkeit dementsprechend anpassen lassen.

Außerdem kannst du hiermit Strategien für Wettkämpfe entwickeln, zum Beispiel dass du bestimmte Streckensegmente ambitionierter angehen willst und es in anderen Teilen etwas entspannter angehen willst. All das wird dir dann während deines Workouts auf der Uhr angezeigt.

Climb Pro Funktion

Die so genannte “Climb Pro“ Funktion ergänzt das Ganze und liefert dir wertvolle Informationen zu bevorstehenden Steigungen, also wie steil die Streckenabschnitte genau sind, wie lang diese sind, und wann dich diese erwarten.

Die Trainingszusammenfassung nach dem Training kommt nun mit einem etwas veränderten Interface. Hier haben wir nun detailreichere, aber auch übersichtlichere Graphen und Datenfelder, die einen noch besseren Eindruck von der Intensität des Trainings geben.

Auch abseits des Trainings hört die Unterstützung der Fenix 7 dann nicht auf. Zunächst einmal wird dir direkt nach jedem Workout eine vorgeschlagene Erholungszeit angezeigt. Basierend auf der Intensität des Trainings, sowie auf generellen Faktoren, wie dem Stress oder deiner Schlafqualität versucht die Fenix 7 einzuschätzen, wann du für dein nächstes intensives Training bereit bist.

Body Battery Funktion

Generell gibt es zudem wie gerade bereits angesprochen die Body Battery, die dir immer anzeigt, wie viele Energiereserven dir während eines Tages noch bleiben.

Garmin Fenix 7_Body Battery

Garmin Fenix 7_Body Battery

Pulsmessung der Garmin Fenix 7

Wie du siehst, gibt es also in Sachen Trainingsfunktionen wirklich kaum Grenzen und auch sehr ambitionierte Sportler werden hier voll auf ihre Kosten kommen.

Ich konnte dir dabei dennoch längst noch nicht alle Funktionen vorstellen, da dies den Rahmen dieses Testberichts deutlich sprengen würde, auch wenn mir bewusst ist, dass ich mich auch so schon nicht allzu kurz halte… Aber es gibt eben viel zu berichten! 😉

Genauigkeit der Pulsmessung

Bei all diesen Funktionen stellt sich aber dennoch natürlich die Frage: Sind diese denn überhaupt zuverlässig? Viele der Trainings- und Erholungsdaten basieren letzten Endes auf den Daten des optischen Pulssensors. Es geht also darum, wie genau die Fenix 7 die Herzfrequenz messen kann.

Wie am Anfang des Beitrags bereits kurz erwähnt kommt hier im Vergleich zur Fenix 6 ein neuer Herzfrequenzsensor zum Einsatz, nämlich der Elevate Sensor der vierten Generation, der unter anderem auch schon bei der Venu 2 verwendet wurde. 

Um die Genauigkeit des Sensors zu testen, habe ich viele meiner Workouts gleichzeitig mit der Uhr und mit einem Brustgurt tracken lassen und habe dann im Anschluss daran die beiden Ergebnisse miteinander verglichen. Hier siehst du zum Beispiel mal eine meiner Laufeinheiten, einmal aufgezeichnet mit dem Sensor der Fenix 7 und einmal mit dem Polar H10 Brustgurt:

Garmin Fenix 7_Pulsmessung Joggen

Garmin Fenix 7_Pulsmessung Joggen

Wie wir sehen, gibt es hier eigentlich keine wirklichen Unterschiede und man könnte sagen, beide Kurven sind identisch. Bei dieser Einheit war ich jetzt 53 Minuten laufen und mein Puls wurde von der Uhr die gesamte Zeit über ohne nennenswerte Aussetzer sehr genau aufgezeichnet. Auch wichtige Kennzahlen, wie die durchschnittliche Herzfrequenz (in diesem Fall 158) und die maximale Herzfrequenz (178) stimmten genau mit denen des Brustgurts überein. Das sehen wir in der oberen linken Ecke.

Der neue Sensor hat hier also ganze Arbeit geleistet. Wenn wir das Ganze dann allerdings mal mit den Ergebnissen der Fenix 6, noch mit altem Sensor, vergleichen, dann sehen wir, dass auch hier die Genauigkeit nicht wirklich schlechter war.

Garmin Fenix 6 - Pulsmessung - als Vergleich

Hier hat mein Puls schon etwas mehr geschwankt und dennoch war auch hier die Messung sehr genau, beide Kurven sind eigentlich identisch. Auch die durchschnittliche Herzfrequenz mit 107 und die maximale mit 128 Schlägen pro Minute passen wieder ganz genau.

Dann habe ich die Fenix 7 natürlich auch noch einmal mit ins Fitnessstudio genommen, um zu gucken, wie genau mein Puls hier aufgezeichnet wurde. Da der Puls beim Krafttraining immer wieder hoch und runter schießt und da das Handgelenk hierbei viele kleine Bewegungen macht, haben die allermeisten Uhren hier starke Probleme:

Garmin Fenix 7_Puls_Fitnessstudio

Garmin Fenix 7 - Pulsmessung Fitnessstudio

Auch bei der Fenix 7 sehen wir hier deutlich größere Unterschiede als beim Laufen oder Radfahren. Der durchschnittliche Puls stimmt in diesem Fall zwar genau mit dem des Brustgurts überein, aber das kann auch einfach Zufall sein, da der Puls mal deutlich zu niedrig ist und mal deutlich zu hoch.

Im Vergleich zu anderen Uhren ist das hier zwar definitiv eines der besseren Ergebnisse, aber ich persönlich trage beim Krafttraining weiterhin einen Brustgurt, um wirklich genaue Daten zu erhalten.

Gleiches gilt übrigens fürs Schwimmen, auch hier sind die Ergebnisse ähnlich dem im Fitnessstudio.


Somit kann ich zur Pulsmessung unterm Strich sagen, dass diese beim Laufen und Radfahren extrem genau ist, was allerdings fairerweise auch schon bei der Fenix 6 der Fall war. Beim Krafttraining und beim Schwimmen hingegen greife ich persönlich auch weiterhin zum Brustgurt

Alltags- und Gesundheitsfunktion der Garmin Fenix 7 


Pulsoximeter

Neben der Herzfrequenzmessung kann der Pulssensor aber auch noch mehr, denn die Fenix 7 ist auch mit einem Pulsoximeter ausgestattet, womit man die Sauerstoffsättigung im Blut messen kann. Das ist wiederum eine Messung für die Effektivität des Sauerstofftransports im Körper und damit ein wichtiges Anzeichen für die eigene Gesundheit.

Auch hier habe ich die Werte nicht einfach hingenommen, sondern sie mit einem speziellen Pulsoximeter gegengetestet. Dabei hatte ich oft genau die richtigen Ergebnisse, oft aber auch eine 1% Abweichung, und in selteren Fällen auch mal 2-3% Abweichung.

Mit diesen Ergebnissen kann man leben, aber solch eine Messung am Handgelenk ist nie wirklich medizinisch genau und sollte daher in keinem Fall den Gang zum Arzt ersetzen. Dennoch kann es sinnvoll sein, um Trends über längere Zeiträume zu verfolgen und einen ersten Eindruck der eigenen Gesundheit zu bekommen.

Gesundheitsdaten

Neben der Sauerstoffsättigung kann die Fenix 7 auch noch weitere Gesundheitsdaten messen. Dazu steht nun im Trainingsmodus sogar extra ein neuer Modus zur Verfügung mit dem Namen Gesundheitsübersicht. Dies ist ein kleiner Test, bei dem du einfach nur 2 Minuten stillsitzen musst.

Im Anschluss daran zeigt dir die Fenix 7 dann deine wichtigsten Gesundheitsdaten an:

  • dein Stresslevel,
  • deinen Ruhepuls,
  • deine Herzfrequenzvariabilität,
  • deine Sauerstoffsättigung und
  • deine Atemfrequenz.

So kannst du auf einen Blick all diese wichtigen Daten einsehen und so deine Gesundheit jeden Tag im Auge behalten.

Angebot
Garmin Fenix 7 Standard
892 Bewertungen
Garmin Fenix 7 Standard
• robustes Metallgehäuse
• Touchdisplay oder Bedienung per Knöpfe
• umfangreiche GPS Funktion incl. Kartenführung ;
• zahlreiche Fitness- und Sportfunktionen ;


Schlafanalyse

Für ein gesundes Leben spielt dann natürlich auch der Schlaf eine extrem wichtige Rolle. Wie eigentlich alle modernen Sportuhren und Fitnesstracker bietet natürlich auch die Fenix 7 eine Schlafanalyse.

Die Uhr zeigt dir an:

  • wie lange du generell geschlafen hast,
  • wie hoch deine Schlafqualität war und
  • wie lange du insgesamt in den verschiedenen Phasen des Leichtschlafs, Tiefschlafs und REM-Schlafs warst.

Das wird wiederum aus den getrackten Daten der Herzfrequenz, Herzfrequenzvariabilität und der Bewegungen erkannt.

In diesem Fall ist es anders als zum Beispiel beim Puls nicht ganz so einfach das Ganze gegen zu testen, denn ich habe jetzt nicht die Möglichkeit, meinen Schlaf in einem Schlaflabor auswerten zu lassen. Ich hoffe, das kannst du verstehen! 😉

Daher kann ich dir nur folgendes sagen: Mir persönlich kamen die Schlafwerte der Fenix 7 durchaus genau vor. Die Zeiten, an denen ich eingeschlafen und wieder aufgewacht bin stimmten auf jeden Fall und auch die angegebene Schlafqualität kam mir schlüssig vor.

In den Nächten, in denen ich gefühlt nicht sonderlich gut geschlafen habe, war die Schlafqualität der Fenix 7 entsprechend meistens eher niedrig. So etwas ist natürlich nie wirklich wissenschaftlich genau, aber eine grobe Vorstellung vom eigenen Schlaf kann dir die Uhr auf jeden Fall geben.

Smartwatch Funktionen der Garmin Fenix 7 - bleibe in Kontakt

Der Fokus der Uhr liegt, wie du inzwischen wahrscheinlich bereits bemerkt hast, auf den Sport- und Outdoorfunktionen. Doch da in unserem Alltag ja generell alles immer smarter wird, dürfen auch bei der Fenix 7 natürlich einige smarte Funktionen nicht fehlen.

Garmin Fenix 7_smarteFunktion

Garmin Fenix 7 - smarte Funktionen

An dieser Stelle ist das Ganze nun allerdings bei weitem nicht mehr so beeindruckend, wie in den anderen Bereichen. Sagen wir es mal so: Die Fenix 7 beherrscht die Basics der smarten Funktionen, mehr aber auch nicht. Die Uhr zeigt die Kalendereinträge an, genauso wie Wetterinfos und generell erhältst du alle Arten von smarten Notifications.

Was mir gefällt

  • gute Musiksteuerung mit eigenem Speicher
  • Garmin Pay

Was mir nicht gefällt

  • eingeschränkte Möglichkeiten der Reaktion auf Nachrichten
  • kein Mikrofon und Lautsprecher

Push Nachrichten

Alle Push-Benachrichtigungen deines Smartphones landen also, sofern du das Ganze nicht deaktivierst, auch auf der Fenix 7. Du kannst für jede App individuell einstellen, ob die Benachrichtigungen auf die Uhr geschickt werden sollen oder nicht. Du siehst also deine neusten WhatsApp Nachrichten, E-Mails und so weiter.

So wirklich antworten kannst du darauf allerdings nicht, denn du kannst nur aus einigen vorgefertigten Antworten auswählen. Diese kannst du zwar auch mit eigenen, individuellen Texten anpassen, aber ganze Nachrichten kannst du über die Uhr im Gegensatz zu klassischen Smartwatches nicht verfassen.

Garmin Pay

Eine weitere smarte Funktion, die ich persönlich nicht nutze, ist Garmin Pay. Dadurch kannst du mit der Uhr kontaktlos bezahlen. Eine Funktion, die ich hingegen sehr, sehr regelmäßig nutze, ist die Musikfunktion.


Musiksteuerung

Mit der Fenix 7 kannst du zum einen die Musik deines Smartphones steuern, aber du kannst auch eigene Musik auf der Uhr speichern. Das ist mir persönlich immer sehr wichtig, denn dadurch kann man zum Beispiel während des Joggens auch mal das Handy Zuhause lassen und trotzdem Musik auf seinen Bluetooth Kopfhörern abspielen lassen.

Du kannst theoretisch bis zu 2000 Songs auf der Uhr speichern, wobei das natürlich auch davon abhängt, welche Version du gewählt hast – denn wie gesagt manche Versionen haben 16 und manche 32 GB – und auch davon, wie viele Offline Karten du bereits auf die Uhr geladen hast.

Eine Neuerung bei der Fenix 7, die ich jetzt ebenfalls im Zuge der smarten Funktionen ansprechen möchte, ist, dass du die Einstellungen der Uhr jetzt nicht mehr nur auf der Uhr selber anpassen kannst, sondern auch auf deinem Smartphone.

Also ganz egal, ob das jetzt die Trainingseinstellungen sind, die GPS-Einstellungen, Datenfelder oder was auch immer: All das kannst du jetzt auch über die kostenlose Garmin App einstellen, was ich persönlich sehr schön finde, da es so meistens deutlich schneller geht.

Akkulaufzeit der Fitbit Versa 3

Was mir gefällt

  • sehr gute Akkulaufzeit von ca. 11 Tagen in der kleinsten Version
  • mit Solarmodul ca. 14 Tage
  • bei der Fenix 7X Solar bis zu 37 Tagen mit Solarmodul 

Sprechen wir dann als nächstes über eine weitere Riesen-Stärke der Fenix 7, bevor wir dann gleich auch noch zu ein paar Punkten kommen, die die Uhr bisher noch vermissen lässt. Einer DER Vorteile, die die Fenix Reihe generell immer schon auszeichnet, ist die Akkulaufzeit.

Die Fenix 6 hatte neben den Uhren von Coros bereits die beste Akkulaufzeit auf dem Markt und die Fenix 7 konnte da sogar nochmal einen draufsetzen. Es gibt natürlich, wie du inzwischen weißt, sehr viele verschiedene Modelle und dann auch noch viele verschiedene Modi, mit denen man die Akkulaufzeit nochmal erhöhen kann.

In dieser Tabelle siehst du die Akkulaufzeit in verschiedensten Szenarien:

In der kleinsten und damit auch akkuschwächsten Version, der Fenix 7S, hält die Uhr im normalen Smartwatch-Modus bis zu 11 Tage durch und falls du dich für die Solar Version entschieden hast, bis zu 14 Tage.

Im GPS-Modus, also wenn du während des Trainings durchgehend deine GPS-Daten tracken lässt, sind es 37 Stunden bzw. 46 Stunden mit der Solarladung. Da gibt es dann aber auch spezielle Modi, wie den Expeditionsmodus, bei dem das Ganze dann auf 26 bis 43 Tage erhöht wird, oder den Energiesparmodus, bei dem 38 bzw. 87 Tage drin sind.
Dabei werden dann nicht mehr alle möglichen Daten getrackt, sondern eben im Falle des Expeditionsmodus nur noch die für die Expedition relevanten.

Die Fenix 7 ist die Mittellösung, hat also nochmal bessere Akkulaufzeiten, und dann gibt es ja noch die Fenix 7X, die aus der Reihe die besten Akkulaufzeiten bietet. In der Tabelle habe ich zur Verdeutlichung auch ganz rechts nochmal die Fenix 6X Pro Solar gelistet, damit du die Verbesserung nochmal direkt sehen kannst.

👉 Fenix 7X Solar bis zu 37 Tage Akkulaufzeit 
Bei der Fenix 7X Solar bzw. Saphir Solar sind im Smartwatch-Modus bis zu 28 Tage bzw. 37 Tage mit Solarladung drin, bei der Fenix 6X Solar waren es noch 21 bzw. 24 Tage. Im GPS-Modus waren es vorher 60 bzw. 66 Stunden und sind jetzt unglaubliche 89 bzw. 122 Stunden.

Im Expeditionsmodus hält die Fenix 7X Solar bis zu 62 Tage durch, mit Solarladung sogar bis zu 139 Tage und im absoluten Optimalfall, nämlich im Energiesparmodus, sind es 90 Tage und tatsächlich über ein Jahr mit entsprechenden Solar-Voraussetzungen. Das macht mich persönlich einfach nur noch sprachlos! 😉

Das Ganze konnte ich jetzt natürlich nicht bis an die Grenze testen und ich kann dir auch nicht sagen, ob all diese Werte bis auf die Stunde genau stimmen, aber was ich dir sagen kann, ist, dass einem das Ladekabel bei der Fenix 7 wirklich überflüssig erscheint. Also man hat wirklich das Gefühl, dass man die Uhr nie aufladen muss.

Ich habe die Fenix 7X Saphir Solar jetzt wirklich intensiv getestet, sehr viele Trainingseinheiten aufgezeichnet, die Karten genutzt, Musik gehört, sie während des Schlafens getragen und so weiter… und ich musste sie glaube ich nach 3 Wochen das erste Mal aufladen.

Das ist natürlich absolut unglaublich und somit insgesamt weiterhin ein Riesen-Vorteil der Fenix-Reihe, der mit der Fenix 7 sogar nochmal ausgebaut wurde.

Fehlende Funktionen bei der Fenix 7

Jetzt habe ich bereits über unzählige positive Aspekte der Fenix 7 gesprochen und bin dabei an einigen Stellen fast schon ein wenig ins Schwärmen gekommen. Dennoch soll das hier kein Werbebericht sein und ich möchte dir daher auch einige Punkte verraten, die ich persönlich bei der Fenix 7 noch vermisse.

keine EKG Funktion

Da ich wirklich schon lange sehnsüchtig auf die Fenix 7 gewartet habe, habe ich mich im Vorfeld auf sämtlichen Internetseiten rumgetrieben, wo auch nur ansatzweise über die Fenix 7 spekuliert wurde. Eines der Features, die dabei von vielen erwartet wurde, war eine EKG-Funktion.

Die Apple Watch, die Samsung Galaxy Watch und auch die Fitbit Charge 5 oder die Fitbit Sense bieten nämlich zum Beispiel allesamt eine EKG-Funktion, mit der dann eben direkt am Handgelenk ein Elektrokardiogramm aufgezeichnet werden kann. Das kann wiederum auf Herzrhythmusstörungen hindeuten. Entgegen der Spekulationen bietet die Fenix 7 diese Funktion allerdings nicht an.

kein AMOLED-Display

 
Ebenso wurde im Vorfeld auch intensiv über ein mögliches AMOLED-Display spekuliert. Garmin hingegen setzt, wie bei den Vorgängermodellen weiterhin auf das transflektive Memory-in-Pixel Display.

Zur Erklärung: Diese so genannten MIP-Displays senden von sich aus kein Licht aus, sondern reflektieren im Prinzip nur ihr Umgebungslicht. Das sorgt dafür, dass sie unter direkter Sonneneinstrahlung zwar sehr gut abzulesen sind, in dunkleren Umgebungen aber so ihre Probleme haben. Das größte Vorteil dieser Displays hingegen ist, dass sie sehr akkuschonend sind und somit auch einen großen Anteil an den unglaublichen Laufzeiten der Fenix 7 haben.

AMOLED-Displays auf der anderen Seite ermöglichen zwar nicht diese wochenlangen Akkulaufzeiten, sind dafür aber deutlich heller, kontrastreicher und farbenfroher und insgesamt einfach deutlich schöner.

Garmin hat parallel zur Fenix 7 auch die Epix Uhr auf den Markt gebracht, welche im Prinzip eine Fenix 7 mit AMOLED-Display ist. Die Akkulaufzeiten der Epix sind zwar schlechter als bei der Fenix 7, aber mir persönlich reichen auch diese vollkommen aus UND das Display ist eben, wie ich finde, deutlich schöner. Somit kann man diesen Punkt als Nachteil bei der Fenix 7 ansehen.

Ich persönlich rechne auch damit, dass Garmin weiter an den Akkulaufzeiten bei AMOLED-Displays arbeiten wird und diese dann die transflektiven Displays bei zukünftigen Fenix-Modellen nach und nach ablösen werden, aber das ist natürlich alles Zukunftsmusik.

kein Mikrofon und Lautsprecher

Daneben gibt es auch noch eine Funktion, die Garmin bei der neuen Venu 2 Plus anbietet, bei der Fenix 7 hingegen nicht. Und das ist ein eingebauter Lautsprecher und ein Mikrofon. Dadurch kannst du Musik von der Uhr abspielen lassen, mit der Uhr telefonieren und vor allem auch Sprachassistenten, wie Siri oder den Google Assistant nutzen.

Das sind auf jeden Fall einige nützliche smarte Funktionen, die die Fenix 7 vermissen lässt. Insgesamt ist die Uhr allerdings natürlich auch keine reine Smartwatch, sondern eben eine Sport- bzw. Outdooruhr. Und das bringt uns auch zum Fazit dieses Testberichts.

Angebot
Garmin Fenix 7 Standard
892 Bewertungen
Garmin Fenix 7 Standard
• robustes Metallgehäuse
• Touchdisplay oder Bedienung per Knöpfe
• umfangreiche GPS Funktion incl. Kartenführung ;
• zahlreiche Fitness- und Sportfunktionen ;

Überblick der Funktionen der Fenix 7X in Videoform

Fazit zum Garmin Fenix 7 Test

Als Sport- bzw. Outdooruhr gibt es eigentlich rein gar nichts, was die Garmin Fenix 7 nicht bietet. All die Sport-, Fitness- und Outdoorfunktionen aus Garmins Sortiment sind in dieser Uhr verbaut. Sie bietet sehr umfangreiche Trainingsfunktionen, viele Gesundheitsfunktionen für den Alltag, eine irrsinnig gute Akkulaufzeit und natürlich die topografischen Karten.

Durch den Touchdisplay sind diese wiederum nun noch deutlich sinnvoller und einfacher zu verwenden. Die Touch-Funktion ist daher aus meiner Sicht das größte Update zur Fenix 6, denn mir persönlich erleichtert das besonders beim Nutzen der Karten einfach enorm den Alltag.

Nun aber zur allesentscheidenden Frage: Ist die Fenix 7 ihren doch schon recht üppigen Preis wert? Naja, wenn du bereits eine Fenix 6 hast, dann würde ich eher sagen: Nein. Ich persönlich würde in diesem Fall an deiner Stelle eher weiter mit der Fenix 6 fahren, denn auch diese ist heute noch eine absolute Spitzenuhr mit einer nicht sonderlich viel kleineren Funktionsvielfalt und einem ebenfalls wahnsinnig guten Akku. Insgesamt ist die Fenix 7 dann nämlich doch viel Geld für unterm Strich gar nicht so viel Neues…

Wenn du noch keine Uhr aus der Fenix-Reihe hast, dann hängt es natürlich davon ab, was dir persönlich wichtig ist. Wenn du einfach nur auf der Suche nach einer guten Sportuhr für Einsteiger bist, die deinen Puls aufzeichnet und vielleicht ein paar nette Extras bietet, dann musst du definitiv keine 800 Euro oder mehr ausgeben.

Wenn du allerdings wirklich detailreiche Trainingsfunktionen haben willst, topografische Karten nutzen willst, dir so gut wie nie Gedanken um den Akku machen willst, generell einfach die volle Bandbreite an Sport- und Outdoorfunktionen haben willst und der Preis für dich eher zweitrangig ist, dann könnte die Fenix 7 die richtige Wahl für dich sein.

Unterm Strich ist die Uhr nämlich definitiv ein exzellentes Modell und wahrscheinlich unabhängig vom Preis die beste Sportuhr, die je produziert wurde.

Ich hoffe, dass ich dir mit diesem Testbericht einen guten Eindruck von der Garmin Fenix 7 geben konnte. Auch wenn der Beitrag etwas länger geworden ist, konnte ich dir hier immer noch bei weitem nicht alle Funktionen der Uhr vorstellen und musste mich auf die aus meiner Sicht wichtigsten Features beschränken.

Autor: Bernd Lakenbrink
Seit ich denken kann, habe ich eine sehr große Leidenschaft für den Sport. Da ich zudem sehr technikaffin bin und meine Stärken immer schon im naturwissenschaftlichen Bereich lagen, habe ich beschlossen diese beiden Leidenschaften als Autor miteinander zu verbinden. Vor kurzem habe ich meinen Master in “Sports Technology“ an der Deutschen Sporthochschule in Köln abgeschlossen und bin als Autor und Youtuber tätig.