Fitbit Charge 5 Testbericht – Aus diesen Gründen bin ich kein Fan des Trackers!

Normalerweise teste ich auf meinem Blog ja vor allem Sportuhren. Besonders die Modelle von Garmin und Polar habe ich bereits ausführlich unter die Lupe genommen. Einigen Menschen sind solche Uhren allerdings einfach zu groß, sodass auch Fitnesstracker immer beliebter werden. In dieser Kategorie stößt man vor allem immer wieder auf den Namen Fitbit. Einer der neusten Tracker aus dem Hause Fitbit ist die Charge 5. Diese habe ich nun einige Wochen auf Herz und Nieren getestet und möchte dir in diesem Testbericht von meinen persönlichen Erfahrungen berichten und vor allem – so viel kann ich vornewegnehmen – auch erklären warum ich nicht unbedingt ein Fan des Trackers bin. Aber gut, lass uns direkt starten. Viel Spaß! 😉

Vorteile

✅ sehr schönes AMOLED-Display

✅ viele Sport- und Gesundheitsfunktionen

✅ verbesserter Akku

✅ GPS und Pulsmessung gut

Nachteile

⛔ kein Etagenzähler

⛔ keine Musikfunktion

⛔ viele Funktionen bezahlpflichtig

Lesefaul? Keine Sorge. Ich habe meine Erfahrungen mit der Fitbit Charge 5 auch bereits in Videoform auf meinem eigenen YouTube Kanal festgehalten. Für wirklich alle Details zu diesem Tracker würde ich dir aber dennoch raten, auch den Testbericht auf diesem Blog zu Ende zu lesen! 😉

Fitbit Charge 5 Optik

Fangen wir diesen Testbericht erstmal mit den positiven Aspekten der Fitbit Charge 5 an. Allen voran ist da meiner Meinung nach das Display zu nennen. Das Vorgängermodell, die Fitbit Charge 4, ist nach wie vor sehr beliebt, doch etwas, was viele bemängelt haben, war das häufig nicht ganz optimal ablesbare Graustufen-Display.

Bei der Charge 5 kommt nun ein farbiges AMOLED-Display zum Einsatz. Dieses lässt den Tracker wirklich sehr hell und farbenfroh erstrahlen und sorgt dafür, dass es sowohl in Innenräumen als auch im Freien sehr gut abzulesen ist. Fitbit selber behauptet, dass der Bildschirm doppelt so hell ist, wie bei der Charge 4 und auch mir persönlich ist dieser Unterschied auf jeden Fall sofort ins Auge gestochen und hat mich sehr überzeugt.

Der Tracker schaltet in den Ruhemodus, wenn man ihn nicht gerade benutzt und kann dann mit einem Klick auf das Display oder einer einfachen Handgelenksbewegung wieder aktiviert werden. Diese Gestenerkennung hat bei mir auch sehr gut und zuverlässig funktioniert. Außerdem gibt es auch einen Always-On Modus, bei dem das Display durchgängig aktiviert bleibt. Das geht dann aber natürlich auch zu Lasten der Akkulaufzeit. In den Einstellungen kannst du zudem festlegen, wie hell das Display generell ist und falls du nicht im Always-On Modus bist, wie schnell es sich ausschalten soll.

Daneben gibt es auch noch einen extra Always-On Modus nur für die Workouts, das heißt hier schaltet sich das Display eben nur während deines Trainings in diesen Modus, damit du hier stets die wichtigsten Daten ablesen kannst. Diesen Workout-Modus habe ich dann auch die meiste Zeit meines Tests über benutzt.

Neben dem Display ist auch das überarbeitete Design ein großer Vorteil der Charge 5. Auch hier gab es beim Charge 4 noch Aufholbedarf, da der Tracker an sich recht eckig und scharfkantig war und auch das Armband nicht optimal war. Insgesamt hat sich der Tracker daher, wie ich finde, nicht optimal ans Handgelenk angeschmiegt und der Tragekomfort war schlichtweg nicht gut. Auch hier hat Fitbit nun für die Charge 5 einen guten Job gemacht und das ganze Design stark verbessert. Der Tracker ist jetzt deutlich runder, schöner verarbeitet und auch das Armband ist flexibler und liegt deutlich angenehmer am Handgelenk an. Well done, Fitbit! 😉

Als positiv habe ich während meines Tests auch die Akkulaufzeit empfunden. Diese beträgt laut Fitbit bis zu 7 Tage. Das ist zwar meinen Erfahrungen zufolge eher weniger möglich bzw. vielleicht dann, wenn man ihn wirklich kaum nutzt, aber wenn man zwischendurch auch mal ein Training aufzeichnet, Benachrichtigungen empfängt und so weiter sind es eher 4-5 Tage, die die Charge 5 durchhält. Das ist für einen Tracker mit farbigem AMOLED-Display aber aus meiner Sicht auf jeden Fall voll in Ordnung.

Hauptfunktionen

Fitbit Charge 5 Laufmodus

Werfen wir dann als nächstes mal einen Blick auf die Sport-, Fitness- und Alltagsfunktionen, denn auch diese zählen zu den Stärken der Charge 5. Auf dem Hauptbildschirm siehst du verschiedene Daten, wie deine am Tag verbrannten Kalorien, deine absolvierte Distanz, die Aktivitätszeit, die gelaufenen Schritte und die aktuelle Herzfrequenz. Links sehen wir dann außerdem jeweils einen Balken, der den Fortschritt zum Erreichen deines Tagesziels zeigt, also wenn dein Ziel jetzt zum Beispiel 10.000 Schritte am Tag sind und du bereits 5000 Schritte gelaufen bist, dann geht dieser Balken hier bis zur Mitte.

Wenn wir dann vom unteren Ende des Displays nach oben swipen, bekommen wir diese Statistiken auch nochmal übersichtlich zusammengefasst. Wenn wir hier weiter runterscrollen bekommen wir dann auch noch ein paar weitere Daten, zum Beispiel zur Schlafanalyse – dazu später noch mehr – sowie zum SpO2 Sensor. Dieser misst die Sauerstoffsättigung im Blut, was ja auch bei immer mehr Fitnesstrackern und Sportuhren angeboten wird. Dieser Wert war meinen Erfahrungen nicht sonderlich genau.

Wie immer habe ich mich nämlich natürlich nicht einfach blind auf die Werte des Trackers verlassen, sondern diese mit einem Pulsoximeter gegengetestet. Beide Werte habe ich jeden Tag mehrmals miteinander verglichen und ich hatte hier meistens eine Abweichung von 3-4%, was bei der Sauerstoffsättigung auf jeden Fall schon einen Unterschied macht.

Wenn wir auf dem Hauptbildschirm von rechts nach links swipen, kommen wir zu den Benachrichtigungen. Hier werden uns dann eben die Nachrichten unseres Smartphones angezeigt. Auf diese können wir mit kurzen, vorgefertigten Antworten reagieren, die man in der App individuell einstellen kann, oder die Nachricht als gelesen markieren.

Daneben werden dir auch noch Kalendereinträge, E-Mails oder App-Benachrichtigungen angezeigt. Außerdem kannst du über die Charge 5 auch eingehende Anrufe annehmen oder ablehnen. Wichtig zu wissen ist noch, dass du die kurzen, vorgefertigten Antworten auf Nachrichten aktuell nur über Android Handys nutzen kannst, nicht aber wenn du ein iPhone hast.

Wenn wir dann von hier aus noch weiter nach rechts swipen, kommen wir in den Trainingsmodus, hier können wir dann unser Workout aufzeichnen. Standardmäßig können wir hier aus den Modi Laufen, Radfahren, Schwimmen, Laufband, Krafttraining und Intervalltraining auswählen. Über die App kannst du das Ganze alles konfigurieren und dann aus insgesamt 20 verschiedenen Sportprofilen auswählen, wobei du allerdings maximal 6 Profile auf den Tracker laden kannst. Hier hast du dann nochmal sowas, wie Golf, Yoga oder auch Kickboxen. Die meisten Sportler sollten hier also gut bedient sein! 😉

Während des Trainings werden dann die wichtigsten Statistiken für das jeweilige Profil aufgezeichnet. Beim Laufen sind das zum Beispiel deine Herzfrequenz, die gelaufene Distanz und natürlich die Zeit. Außerdem kannst du dir im Vorfeld deines Workouts Ziele setzen, also zum Beispiel welche Distanz du schaffen willst oder wie lange du laufen willst.

Außerdem kannst du Herzfrequenzzonen festlegen, die du während deines Trainings einhalten willst. Also zum Beispiel, wenn du sagst, du möchtest nicht unter einen Puls von 110 und nicht über einen Puls von 150 kommen, dann kannst du diese Zonen festlegen, und wirst dann von der Charge 5 benachrichtigt, wenn du diese Zone verlässt. Außerdem gibt es auch noch eine Auto-Pause Funktion, die das Training automatisch pausiert, wenn du dich nicht bewegst, also zum Beispiel, wenn du an einer Ampel stehst.

Es gibt zudem auch noch ein paar fortgeschrittene Trainingsstatistiken, wie zum Beispiel deinen VO2-max, also deine maximale Sauerstoffkapazität. Das ist im Prinzip ein Maß für deine maximale Ausdauer-Leistungsfähigkeit, also mit diesem Wert kannst du immer dein aktuelles Fitnesslevel im Überblick behalten.

Pulsmessung: Wie genau zeichnet die Fitbit Charge 5 die Herzfrequenz auf?

Viele von all diesen Statistiken basieren auf den Herzfrequenz-Daten. Deine Herzfrequenz kann über einen entsprechenden Sensor am unteren Ende des Gehäuses direkt am Handgelenk gemessen werden. Wichtig ist dabei natürlich, dass wir uns dann auch auf diese Werte verlassen können. Um hier die Genauigkeit zu testen, habe ich wie bei allen von meinen Tests die Werte des Trackers mit denen eines Brustgurts verglichen, der ja so ziemlich das Genaueste ist, was man in Sachen Pulsmessung bekommen kann. Abseits von kontrollierten Laborversuchen natürlich… 😉 Hier siehst du mal eine meiner aufgezeichneten Laufeinheiten:

Fitbit Charge 5 Pulsmessung Laufen

Wir sehen, dass die Charge 5 am Anfang Anlaufschwierigkeiten hatte und nicht im gleichen Tempo, wie der Brustgurt hinterherkam. Also mein Puls ging natürlich am Anfang des Trainings schnell stark in die Höhe, was vom Brustgurt auch so erkannt wurde, die Charge 5 hat dafür etwas länger gebraucht. Als ich dann meinen Trainingspuls gefunden habe, war die Aufzeichnung hingegen sehr genau. Beide Kurven sind ab dann eigentlich fast identisch.

Zum Ende des Trainings, als mein Puls dann wieder schnell nach unten ging, wurde das vom Tracker ebenfalls sehr gut erkannt. Oben links sehen wir dann noch, dass die durchschnittliche Herzfrequenz laut Brustgurt bei 160 lag und laut Charge 5 bei 158. Auch die maximale Herzfrequenz wurde gut erkannt mit 179 beim Brustgurt und 178 bei der Charge 5. Insgesamt ist die Pulsmessung beim Joggen also in Ordnung und definitiv zu gebrauchen, aufgrund der Anfangsphase aber jetzt auch nicht außerordentlich gut. Viele der Sportuhren, die ich bisher getestet habe, machen da nochmal einen etwas besseren Job.

Das war jetzt übrigens nicht nur bei einer Einheit so, ich habe das Ganze natürlich über mehrere Trainingseinheiten hinweg beobachtet und auch dort war es ähnlich, also dass es eben besonders in der Anfangsphase einige Ungenauigkeiten gegeben hat.

Dann habe ich die Pulsgenauigkeit auch nochmal beim Radfahren gemessen und hier sah es dann ganz anders aus, und zwar überraschend gut:

Fitbit Charge 5 Pulsmessung Radfahren

Also hier sind die Kurven bis auf einen kleinen Anstieg zu Beginn wirklich fast identisch. Die durchschnittliche Herzfrequenz war sowohl beim Brustgurt als auch bei der Charge 5 bei genau 130 und auch die maximale weicht nur um einen Schlag ab. Das ist also ein wirklich hervorragendes Ergebnis und auch meine anderen Fahrradeinheiten haben das bestätigt.

Zu guter Letzt kam dann noch so etwas, wie die Königsdisziplin, nämlich in Form eines Krafttrainings. Da hier der Puls nicht so gleichbleibend ist, wie beim Laufen, sondern stattdessen immer wieder hoch und runter schießt und außerdem, weil wir unsere Muskeln rund um das Handgelenk immer wieder anspannen, ist die Pulsmessung in diesem Fall meistens sehr ungenau.

Das gilt übrigens auch für 500-600 Euro Profi-Sportuhren, die hier ebenfalls an ihre Grenzen stoßen. Wenig überraschend ist auch die Fitbit Charge 5 hier daher sehr ungenau und kann mein Krafttraining nicht mehr zuverlässig aufzeichnen:

Fitbit Charge 5 Krafttraining

Ich habe leider keine Möglichkeit gefunden, meine Herzfrequenzdaten beim Krafttraining zu exportieren, daher kann ich die beiden Graphen dieses Mal nur separat voneinander zeigen, aber hier sehen wir sehr deutlich, dass die Messung nicht wirklich zu gebrauchen ist.

Laut Brustgurt haben wir hier nämlich mehrere Pulsanstiege bis 150, 160 und sogar maximal einmal bis 169, während der maximale Puls laut der Fitbit Charge 5 hier nur bei 139 lag, also 30 Schläge Abweichung. Und es gab eben laut Brustgurt mehrfach diese Anstiege, die allesamt nicht wirklich erkannt wurden.

Bei der durchschnittlichen Herzfrequenz gab es jetzt zwar mit 117 und 121 Schlägen nur eine Abweichung von 4, aber das ist eher Zufall. Die schnellen Anstiege nach oben und das schnelle Sinken des Pulses wurde vom Tracker nicht gut erkannt, was mir auch bereits während des Krafttrainings selber aufgefallen ist. Bei weiteren Einheiten war dann auch die durchschnittliche Herzfrequenz häufig um deutlich mehr Schläge nochmal daneben. In diesem Fall ist die Pulsmessung des Trackers also nicht mehr wirklich zu gebrauchen, aber wie gesagt, hier tuen sich auch Profi Sportuhren meistens sehr schwer.

GPS-Genauigkeit: Wie genau zeichnet die Fitbit Charge 5 Routen auf?

Neben der Genauigkeit der Pulsmessung ist es auch noch wichtig, dass auch das GPS genau ist. Zunächst einmal: Der Tracker bietet ein eigenes GPS, das heißt, du kannst dein Smartphone Zuhause lassen und trotzdem deine Routen aufzeichnen lassen. Ich hatte allerdings bereits im Vorfeld im Internet Berichte und Videos dazu gefunden, dass es hier wohl Probleme geben soll.

Konkret soll das sein, dass die GPS-Antenne unten am Gehäuse sitzt, sodass wenn man den Tracker eng anliegen hat, es häufig Empfangsprobleme gibt. Man muss ihn für eine genaue Pulsmessung aber nun mal eng anliegen haben. Dadurch muss man sich quasi entscheiden, ob man genaues GPS oder eine genaue Pulsmessung haben will.

Das Ganze habe ich dann natürlich auch selber nochmal getestet. Glücklicherweise haben sich meine Befürchtungen dabei nicht bestätigt. Nach ca. 10 Sekunden hat der Tracker das GPS Signal gefunden und obwohl ich ihn während des Radfahrens sehr eng getragen habe, hatte ich zu jeder Zeit eine Verbindung.

Ich habe beim Radfahren dann meine Strecke von der Charge 5, aber auch von der Garmin Fenix 6 und der Polar Grit X Pro aufzeichnen lassen und die Ergebnisse dann miteinander verglichen. Hierbei konnte ich, wie wir hier sehen, eigentlich so gut wie gar keine Unterschiede feststellen:

Alle drei der aufgezeichneten Routen sind fast identisch, also auch die Charge 5 kürzt keine Kurven ab und ist insgesamt sehr genau. Auch wenn wir die Distanzen miteinander vergleichen sehen wir, wir haben 5,79 km bei der Grit X Pro, 5,84 bei der Fenix 6 und 5,80 bei der Charge 5. Minimale Unterschiede, mit denen ich auf jeden Fall leben kann.

Falls du dennoch mal Probleme mit dem GPS hast, kannst du auch einfach das GPS des gekoppelten Smartphones nutzen. Ich persönlich lasse hingegen bei meinen Workouts das Handy auch gerne mal Zuhause und war somit sehr froh, dass ich mich hier auf die Ergebnisse der Charge 5 verlassen konnte.

Gesundheitsfunktionen

Fitbit Charge 5 Gesundheit

Abseits des eigentlichen Trainings kannst du dann auch noch dein Stresslevel und deine Erholung im Auge behalten. Das ist möglich durch einen so genannten EDA-Scan, der die Leitfähigkeit der Haut misst, die wiederum ein Anzeichen für Stress sein kann. Das haben wir zum Beispiel bereits bei der Fitbit Versa 3 oder der Fitbit Sense gesehen und nun eben auch bei der Charge 5.

Alles, was du hierbei tun musst, ist natürlich erstmal in das entsprechende Menü zu swipen und dann einfach deinen Daumen und Zeigefinger an die Sensoren zu legen, die sich jeweils rechts und links am Gehäuse befinden und dann 3 Minuten ruhig zu sitzen und dich zu entspannen. Nach den 3 Minuten wirst du dann noch gefragt, wie du dich gefühlt hast und wie entspannt du bist. In der App erhältst du dann detaillierte Ergebnisse und kannst dein Stresslevel im Überblick behalten. Sehr schön ist auch, dass du in der App dazu sehr viele Videos zur Entspannung, Meditation oder Achtsamkeit findest, die du dann direkt unter Anleitung durchführen kannst.

In der App kannst du außerdem den so genannten Stressmanagement-Index einsehen, der anhand deiner Aktivitäten, deiner Schlafqualität und deiner Herzfrequenz erkennt, wie dein Körper auf Stress reagiert. Du siehst auch, wie sich verschiedene Faktoren auf dein Stresslevel auswirken und kannst generell täglich einsehen, wie hoch dein Stresslevel ist. Auch hier kannst du dann natürlich wieder direkt ein paar der Anleitungsvideos durchführen und dein Stresslevel so reduzieren.

Die Schlafanalyse ist generell bei Fitbit wirklich sehr gelungen. Der Schlafindex verrät dir jeden Morgen, wie gut du geschlafen hast und du siehst, wie lange du im Leicht-, Tief- und REM-Schlaf warst. Mir persönlich kamen die Index Werte hier durchaus schlüssig vor, also der Index hat meistens meine selbst empfundene Schlafqualität durchaus realistisch widergespiegelt.

Daneben gibt es auch noch einen smarten Wecker. Das funktioniert so, dass man eine Zeit für den Wecker einstellt, und die Fitbit Charge 5 dann innerhalb der halben Stunde vor dieser Zeit versucht, dich möglichst in einer Leichtschlafphase zu wecken, damit dir das Aufstehen leichter fällt. Das hat bei mir persönlich so semi-gut funktioniert, meistens wurde ich einfach zu meiner eingestellten Zeit geweckt.

Der so genannte Tagesform-Index zeigt dir dann zudem jeden Morgen anhand deiner Trainings- und Erholungsdaten an, ob und wie intensiv du an diesem Tag trainieren solltest bzw. ob du dich optimalerweise eher erholen solltest. Das ist eine Funktion, die wir zum Beispiel bei Garmin auch schon in Form der Body Battery gesehen haben. Der von Fitbit angegebene Tagesformindex kam mir dabei durchaus schlüssig vor, also in den meisten Fällen hat er tatsächlich ganz gut widergespiegelt, wie fit ich mich gefühlt habe.

Eine weitere Gesundheitsfunktion, die nun neu ist, ist die EKG-Funktion. Damit kannst du dann direkt am Handgelenk ein Elektrokardiogramm aufzeichnen, was unter anderem auf Herzrhythmusstörungen hindeuten kann. Auch wenn so etwas natürlich nie den Gang zum Arzt ersetzen kann, kann diese Funktion in manchen Fällen durchaus sinnvoll sein.

So oder so sind die Funktionen zur Stresslevel-Überwachung, der Schlafqualität, sowie dem Trainings- und Erholungsstatus aber auf jeden Fall erwähnenswert und für so einen kleinen Fitnesstracker auch sehr beachtlich.

Die Nachteile: Darum bin ich kein Fan der Fitbit Charge 5!

So viel dann also zu den positiven Aspekten der Fitbit Charge 5. Ich habe im Vorfeld ja bereits gesagt, dass ich insgesamt kein großer Fan des Trackers bin. Werfen wir daher jetzt mal einen Blick auf die Punkte, die meiner Meinung nach gegen dieses Modell sprechen. Zunächst einmal wäre da die Tatsache, dass die Fitbit Charge 5 einige der Funktionen des Vorgängermodells nicht übernommen hat. Allen voran ist das zum Beispiel die eingebaute Höhenmessung, wodurch auch zum Beispiel die Etagen während des Tages gezählt wurden. Diese Funktion habe ich bei der Charge 4 eigentlich ganz gerne genutzt, doch bei der Charge 5 wurde sie warum auch immer leider nicht übernommen.

Das Gleiche gilt auch für die Musiksteuerung. Bei der Charge 4 war es noch möglich, die Musik deines Smartphones über den Tracker zu steuern, bei der Charge 5 geht das nicht mehr. Das find ich persönlich sehr schade, da man so beim Training zum Steuern der Musik immer das Smartphone aus der Hosentasche holen muss. Was nun ebenfalls nicht mehr mit an Bord ist, sind dann auch noch die Wetterinfos, die Fitbit Charge 5 zeigt dir also nicht mehr das aktuelle Wetter, oder Wetterprognosen an.

Außerdem wäre da noch ein ziemlich offensichtlicher Punkt, der besonders die bisher treuen Fitbit Anhänger sehr verärgert: Der Preis. Für die Fitbit Charge 5 legt man aktuell rund 170 Euro auf den Tisch, doch auf den zweiten Blick sieht man, dass es mit dieser Einmalzahlung nicht getan ist, denn viele der Funktionen sind leider nur mit Fitbit Premium nutzbar, einem Abo-Modell, bei dem dann nochmal entweder 8,99 Euro monatlich oder 79,99 Euro im Jahresabo fällig werden.

Wenn man den Tracker erstmals kauft, bekommt man eine kostenlose 6-monatige Premium-Mitgliedschaft und danach muss man sich dann erstmal entscheiden, ob man die Premium-Funktionen weiter nutzen will, oder ob man darauf verzichten kann. Aus meiner Sicht sind es allerdings besonders diese Premium-Funktionen, die den Tracker überhaupt erst lohnenswert machen, sodass man fast schon gezwungen ist, das Abo einzugehen.

Dazu gehören die Spiele und Challenges, die erweiterte Schlafanalyse, die geführten Trainingsprogramme und Workouts, das Gesundheitscoaching, der Tagesformindex und vieles mehr. Außerdem kannst du in der kostenlosen Version nur auf die letzten 7 Tage deiner Trainings- und Fitnessdaten zugreifen.

Also wie du siehst wirklich viele der Funktionen, die ich im Vorfeld so gelobt habe. Meiner Meinung nach ist 170 Euro für einen Fitnesstracker ohnehin schon ein stolzer Preis und dann nochmal monatlich dafür zu zahlen, ist es mir persönlich einfach nicht wert, besonders auch weil der Tracker im Gegensatz zum Vorgängermodell keinen Etagenzähler und keine Musiksteuerung mehr anbietet. Also klar, die Fitbit Charge 5 ist aktuell wohl der beste Tracker auf dem Markt, doch für mich persönlich lohnt es sich preislich trotzdem nicht wirklich.

Trotz des stark verbesserten Displays, der Vielzahl an Alltags- und Gesundheitsfunktionen und dem generell sehr gelungenen Design würde ich aus diesen Gründen auch heute noch lieber zur Fitbit Charge 4 greifen oder andere, deutlich günstigere Alternativen, wie das Xiaomi MiBand 6 oder die Produkte von Amazfit wählen. Für knapp unter 200 Euro bekommt man außerdem schon erstklassige Sportuhren mit höherer Funktionsvielfalt, wie zum Beispiel die Garmin Forerunner 55 oder die Polar Vantage M. Die Entscheidung bleibt aber natürlich wie immer letzten Endes dir überlassen.

Falls du dir die Fitbit Charge 5 gerne selber noch einmal anschauen möchtest, dann habe ich ihn dir hier auch nochmal verlinkt. Mit einem Klick auf das folgende Produktbild oder den orangenen Button gelangst du direkt zu allen wichtigen Produktinfos, sowie den weiteren Kundenmeinungen.

Angebot
Fitbit Charge 5
2.456 Bewertungen
Fitbit Charge 5
• schickes Design
• schönes AMOLED-Display
• viele Trainings- und Gesundheitsfunktionen
• gutes GPS und Pulsmessung

Ich hoffe, dass ich dir mit diesem Testbericht einen guten und vollständigen Eindruck von der Fitbit Charge 5 geben konnte. Wenn du noch irgendwelche Fragen hast oder eigene Erfahrungen teilen möchtest, dann kannst du gerne einen Kommentar hinterlassen oder mich persönlich per Mail kontaktieren.

Falls dich dieser Testbericht zum Kauf der Fitbit Charge 5 bewegt hat, dann wünsche ich dir nun viel Spaß mit deinem neuen Fitnesstracker! 😉

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