Coros Apex Pro Testbericht – Meine Erfahrungen mit der Sportuhr!

Coros Apex Pro Titelbild

Auf der Suche nach einer Sportuhr stößt man zwar auf sehr viele verschiedene Modelle, aber im Grunde genommen nur auf 2 oder 3 größere Hersteller: Garmin, Polar und Suunto. Bereits seit Jahren bzw. Jahrzehnten stellen diese Unternehmen Sportuhren her und sind nach wie vor die Big Player auf diesem Markt.

Doch seit 2018 mischt jetzt auch ein weiterer Hersteller mit, von dem vor allem hier in Deutschland noch gar nicht so viele Menschen gehört haben: Coros. Nach der Coros Pace, der Coros Vertix und der Coros Apex ist im Jahr 2019 somit erst die vierte Uhr des Herstellers veröffentlicht worden: Die Coros Apex Pro. Mit einem aktuellen Preis von knapp 500 Euro ist sie das aktuelle Flaggschiff Modell und soll sogar der hoch angesehenen Garmin Fenix 6 Konkurrenz machen.

Das hat meine Neugierde geweckt, und so habe ich die Uhr in den letzten Wochen auf Herz und Nieren getestet. In diesem Testbericht werde ich dir von meinen persönlichen Erfahrungen mit der Uhr berichten.

Übrigens, die Uhr habe ich mir, wie alle Uhren in meinen Testberichten, von meinem eigenen Geld gekauft. Sie wurde mir nicht von Coros zur Verfügung gestellt, und dementsprechend bin ich dem Hersteller gegenüber auch nicht verpflichtet, sie in ein positives Licht zu rücken. Ich möchte hier einfach nur von meinen eigenen Erfahrungen mit der Uhr berichten und dir ihre Vor- und Nachteile näherbringen.

Aber nun, lass uns starten. Viel Spaß! 😉

Vorteile

✅ sehr einfache, intuitive Bedienung

✅ leicht und alltagstauglich

✅ starkes GPS

✅ extrem gute Akkulaufzeit

✅ erfrischende Abwechslung zu Garmin, Polar & Co.

Nachteile

⛔ keine topografischen Karten

⛔ keine Musikfunktion

⛔ Funktionsvielfalt mittelmäßig

⛔ Software teilweise mit Problemen

Lesefaul? Keine Sorge. Ich habe meine Erfahrungen mit der Coros Apex Pro auch bereits in Videoform auf meinem eigenen YouTube Kanal festgehalten. Für wirklich alle Details zu dieser wunderbaren Uhr würde ich dir aber dennoch raten, auch den Testbericht auf diesem Blog zu Ende zu lesen! 😉

Coros Apex Pro Erster Eindruck

Ich habe bereits unzählige Sportuhren getestet. Bei Polar und Garmin weiß man mittlerweile einfach, was man bekommt und muss sich auch optisch nicht wirklich auf etwas Neues gefasst machen. Eine Coros Uhr habe ich vorher allerdings noch nie getestet. Umso gespannter war ich dann allerdings, mein neues Schmuckstück endlich auspacken zu dürfen! 😉

Natürlich sind es auch bei Sportuhren hauptsächlich die inneren Werte, die zählen, aber auch der erste optische Eindruck spielt natürlich eine Rolle. Fangen wir also erstmal damit an.

Die Coros Apex Pro hat einen Durchmesser von 47 mm und ist damit genau so groß, wie die Standardversion der Garmin Fenix 6. Auch ansonsten finde ich persönlich, dass die Coros Uhr der Fenix 6 rein optisch wirklich sehr nahekommt. Ich habe jetzt hier nur die Fenix 6X Pro Solar Zuhause, die natürlich nochmal ein Stückchen größer ist, aber wenn man sie hier mal mit der Standard Fenix 6 Uhr vergleicht, dann sieht man meiner Meinung nach schon, dass diese Uhr durchaus als Inspiration gedient haben könnte.

Der Unterschied dabei ist allerdings, dass die Fenix 6 80 Gramm oder in anderen Varianten noch mehr wiegt, und die Coros Apex Pro nur 59 Gramm. Auch mir kommt die Uhr wirklich sehr leicht vor. Materialtechnisch haben wir hier eine Lünette, die aus einer Titan Legierung besteht, wodurch die Uhr sehr hochwertig und robust wirkt.

Die Rückseite des Gehäuses besteht hingegen nicht aus Titan, sondern aus Aluminium, was dann eben auch einer der Gründe für das leichte Gewicht ist. Erwähnenswert ist dann noch, dass die Apex Pro Sapphire Glas verbaut hat, wodurch das Display wirklich sehr bruch- und kratzfest ist.

Mich persönlich überzeugt der erste Eindruck der Uhr auf jeden Fall voll und ganz. Die Uhr ist sehr gut verarbeitet und wirkt hochwertig mit dem ganz großen Vorteil, dass sie sehr leicht und angenehm zu tragen ist. Beim Laufen vergisst man teilweise wirklich, dass man sie trägt und auch beim Schlafen stört sie mich überhaupt nicht.

Aber lass die Uhr anhand der Bilder gerne erstmal selber auf dich wirken! 😉

Bedienung

Coros Apex Pro Bedienung

Kommen wir nun aber mal zu einem der Aspekte, der ein Stück weit charakteristisch für die Coros Apex Pro ist und diese Uhr von altbekannten Modellen von Garmin oder Polar unterscheidet: Der Bedienung.

Normalerweise gibt es hier zwei Optionen: Ein Touchdisplay oder die Bedienung mit Knöpfen am Gehäuserand. Während der Touchdisplay von vielen für seine hohe Alltagstauglichkeit und seine intuitive Bedienung gelobt wird, so bevorzugen die meisten Sportler die Bedienung mit Knöpfen, da ein Touchdisplay bei schwitzigen Händen oder im Regen so seine Probleme hat. Als Mensch, der generell sehr viel schwitzt, weiß ich hier übrigens, wovon ich spreche! 😉

Bei der Knopfbedienung ist es allerdings so, dass man sich erstmal ein wenig an die Menüführung gewöhnen muss und das Ganze nicht immer intuitiv ist. Vor allem wenn du so wie ich, auch mal zwischen Garmin und Polar wechselst, so kommt es schon oft vor, dass man sich auch mal verklickt.

Nun zur Coros Apex Pro: Hier finden wir 3 Knöpfe am rechten Gehäuserand. Der obere aktiviert die Hintergrundbeleuchtung, während der untere als Zurück-Knopf fungiert. Der mittlere hingegen hat eine Besonderheit, denn er ist drehbar und so kann man hier ganz einfach mit dem Daumen oder Zeigefinger durch die Menüs scrollen.

Wenn man auf diesen Knopf draufdrückt, dann bestätigt man die Auswahl oder kann nochmal genauer in die einzelnen Menüpunkte reinspringen.

Auch die Apple Watch wird zum Beispiel auf diese Weise bedient, aber ich persönlich hatte vorher noch nie eine Uhr mit so einem drehbaren Knopf und ich muss sagen, dass das wirklich eine sehr erfrischende Alternative zur normalen Knopf Bedienung ist.

Coros Apex Pro Gehäuse Knöpfe

Ich bin wirklich schon etwas begeistert davon und es macht wirklich förmlich Spaß sich hier durch die Menüpunkte zu hangeln. Außerdem muss man zu keinem Zeitpunkt überlegen, welchen Knopf man jetzt drücken muss und findet sich einfach super schnell zurecht!

Das Einzige, was mich ein bisschen gestört hat, war, dass der mittlere Knopf doch schon relativ weit aus der Uhr herausragt und wenn ich zum Beispiel Liegestütze gemacht, und das Handgelenk eben so stark abgeknickt habe, dass ich dann manchmal versehentlich den Knopf gedrückt habe.

Dafür gibt es dann allerdings einen Sperrmodus, das heißt, wenn du die Uhr länger nicht mehr gedrückt hast, dann musst du sie mit einer Drehbewegung erstmal wieder aktivieren. Dadurch habe ich jetzt auch während des Workouts nicht versehentlich das Workout beendet oder so, also war das kein wirklich großes Problem.

Insgesamt ist die einfache Bedienung auf jeden Fall ein klarer Pluspunkt der Coros Apex Pro! Vor allem, wenn dir die Bedienung der Polar und Garmin Uhren teilweise etwas zu kompliziert ist, könnte die Coros Uhr für dich interessant sein. Bei Polar oder Garmin ist es ja manchmal so, dass es 4, 5, 6 Menüebenen gibt und man gar nicht mehr wirklich weiß, wo man sich gerade befindet.

Das ist bei der Coros Apex Pro auf jeden Fall alles etwas einfacher gehalten, sodass man sich generell schnell und gut zurechtfindet. Also keine tausendfach verschachtelten Menüs, sodass du auf all deine Lieblingsfunktionen schnell zugreifen kannst.

Übrigens, es gibt auch einen Touchdisplay, der allerdings nur einigen wenigen Funktionen vorenthalten ist. So kannst du zum Beispiel bei graphischen Darstellungen mittels Touch durch die Daten scrollen, kannst aber natürlich auch hier wieder den drehbaren Knopf nutzen. Außerdem kannst du die Touchbedienung zum Beispiel bei Kartendarstellungen nutzen.

Übersicht der Funktionen

Also gut, schauen wir uns dann nun nochmal die Funktionen der Uhr an. Viele der Funktionen hast du ja jetzt gerade schon im Schnelldurchlauf gesehen, aber sprechen wir nun nochmal etwas genauer darüber.

Wenn wir vom Hauptscreen aus runterscrollen, sehen wir zunächst mal eine Übersicht der Tagesaktivität, also die verbrannten Kalorien, die Schritte, die Intensitätsminuten und die absolvierten Höhenmeter. In dieses Widget können wir auch nicht näher reingehen, also das ist einfach nur eine kleine Übersicht bzw. Zusammenfassung des Tages. Spannend wird es dann erst, wenn wir noch weiter nach unten scrollen.

Pulsmessung

Coros Apex Pro Puls

Als nächstes kommt dann die Pulsmessung. Hier wird dir dein aktueller Puls angezeigt, sowie die Entwicklung deiner Herzfrequenz über die letzten 6 Stunden. In dieses Widget kannst du mit einem Klick auf die drehbare Taste auch nochmal näher eintauchen, und dann eben entweder mithilfe des Touchdisplays oder mit der üblichen Dreh-Bedienung durch die Daten scrollen.

An dieser Stelle ist es dann auch an der Zeit, eine wichtige Frage zu klären, und zwar: Wie gut ist denn die optische Pulsmessung der Apex Pro überhaupt? Die Pulsmessung ist natürlich ein wichtiger und zentraler Bestandteil einer Sportuhr und daher möchten wir natürlich auch möglichst zuverlässige Herzfrequenzwerte erhalten.

Um das zu testen habe ich bei einer meiner Jogging Einheiten die Pulswerte einfach mal gleichzeitig von der Coros Apex Pro und von einem Brustgurt aufzeichnen lassen. Dafür habe ich den Polar H10 Brustgurt genommen und dessen Werte gleichzeitig in einer Trainingseinheit mit Coros Apex Pro aufgezeichnet. Hier mal beide Daten im direkten Vergleich:

Coros Apex Pro Pulsmessung

Durch ein kleines Aufwärm-Programm habe ich mich hier selber schon relativ schnell auf Temperatur gebracht und meinen Puls schnell in die Höhe steigen lassen. Das wurde vom Brustgurt auch so erkannt, denn die Kurve geht hier ebenfalls sehr schnell nach oben. Die Coros Apex Pro, und das ist mir auch während der Einheit schon aufgefallen, hat etwas länger gebraucht, um diesen schnellen Puls-Anstieg zu registrieren, war also ganz am Anfang etwas träge.

Doch dann, nach relativ kurzer Zeit, hat die optische Pulsmessung der Coros Apex Pro wirklich sehr gut funktioniert. Es gab wirklich kaum Aussetzer nach oben oder unten, also insgesamt sind beide Kurven doch schon sehr ähnlich.

Es wird übrigens nicht nur rein die Herzfrequenz erfasst. Die Coros Apex Pro kann mithilfe des SpO2 Sensors auch die Sauerstoffsättigung des Bluts messen. Das ist vor allem dazu da, um bei Alpinsportarten oder Expeditionen zu ermitteln, wie sich dein Körper an extreme Höhen gewöhnt bzw. wie sich der Körper akklimatisiert.

Coros Apex Pro SpO2

Die Sauerstoffsättigung kannst du entweder direkt einsehen, ansonsten wird sie dir ab einer Höhe von 2500 Metern automatisch angezeigt. In dem Fall wird dir hier oben mit dem Graph auch noch angezeigt, ob dein Wert im grünen Bereich liegt oder ob er bedenklich ist.

Da ich hier leider keine Berge in akzeptabler Nähe zu meiner Wohnung habe, kam ich während meines Tests leider nicht in den Genuss, die Akklimatisierungsdaten einzulesen, doch dass die Uhr einen SpO2-Sensor verbaut hat, ist auf jeden Fall schon mal ein echter Luxus, den sonst nur wenige Modelle bieten.

Weitere Funktionen

So viel also zur Pulsmessung. Hangeln wir uns dann jetzt einfach mal weiter durch die Funktionen. Als nächstes kommt dann jetzt ein Widget, was dir deine aktuelle Höhe anzeigt und danach dann eins mit den Daten des Barometers, also eben die Luftdruck-Werte in Hektopascal (hpa). Zu beiden Widgets gibt es natürlich auch wieder eine Detailansicht, bei der du dir den Verlauf der Daten über die letzten Stunden angucken kannst.

Dann kommen als nächstes die Widgets zum Wetter, also einmal die aktuelle Temperatur und dann noch ein paar Daten zu Sonnenaufgang, Sonnenuntergang, Dämmerung und so weiter. Bei diesem Menüpunkt sieht man übrigens, dass die Software manchmal noch so kleine Wackler hat, weil sich die Textfelder hier so ein bisschen überlappen:

Coros Apex Pro Software Wackler

Ich weiß jetzt zwar, dass hier Sonnenaufgang und Sonnenuntergang steht, aber dennoch ist das natürlich etwas unschön.

Gleichzeitig ist mir das zum Beispiel auch bei einigen Übersetzungen aufgefallen, die nicht immer ganz sauber waren. Mit ein wenig gesundem Menschenverstand konnte ich aber alles verstehen und kann daher auch darüber hinwegsehen. Es ist eben so, dass Coros noch ein sehr junges Unternehmen ist und es kommen auch dementsprechend sehr viele Updates heraus, die die Software immer und immer besser machen. Abhängig davon, wann du diesen Testbericht liest, werden also wahrscheinlich schon wieder einige Verbesserungen dazugekommen sein. 😉

Smarte Funktionen

Coros Apex Pro smarte Funktionen

Das letzte Widget sind dann die smarten Benachrichtigungen. Hier werden dir alle Benachrichtigungen angezeigt, die auch so auf deinem Smartphone angezeigt werden, also egal ob das Mails sind, WhatsApp Nachrichten oder die Push-Benachrichtigungen deiner Lieblings-Nachrichten-App.

Wie das ja bei Sportuhren oft der Fall ist, kannst du auf diese smarten Benachrichtigungen allerdings nicht reagieren. Das heißt du kannst sie zwar lesen, aber dann eben nur löschen oder auf dem Display behalten. Bei der Garmin Fenix 6 kannst du hingegen zum Beispiel wenigstens mit einigen vorgefertigten Nachrichten antworten, und bei Smartwatches, wie der Apple Watch kannst du ja auch ganze Nachrichten verfassen.

Auch ansonsten hat die Coros Apex Pro in Sachen smarte Funktionen noch ein wenig Nachholbedarf.

Allen voran fehlt mir hier einfach die Musikfunktion. Du kannst leider weder Musik auf die Uhr laden, noch die Musik deines Smartphones steuern. Bleibt natürlich jedem selbst überlassen, zu entscheiden, wie wichtig einem die Musikfunktion ist, aber für viele ist das sicherlich ein ausschlaggebendes Kriterium und auch ich finde es zumindest etwas schade, dass die Coros Apex Pro das nicht anbietet.

Außerdem unterstützt die Uhr auch kein NFC und kann damit nicht für kontaktloses Bezahlen genutzt werden, wie es Garmin ja mit dem Garmin Pay System bei vielen seiner Uhren anbietet und auch ein eigenes WLAN hat die Coros Apex Pro nicht. Sicherlich kann man bei vielen dieser Funktionen darüber streiten, wie sinnvoll sie sind, aber für diesen Preis darf man in meinen Augen schon ein paar mehr smarte Funktionen erwarten.

Trainingsmodus

Coros Apex Pro Multisport

Aber gut, wir reden ja hier schließlich auch nicht über eine Smartwatch, sondern über eine Sportuhr. Kommen wir nun also mal zum Trainingsmodus. In diesen gelangst du, indem du aus dem Haupt-Bildschirm heraus einmal auf den mittleren Knopf drückst. Hier kannst du dann zwischen 24 verschiedenen Sportmodi, sowie einem zusätzlichen Multisportmodus auswählen. Mit dem Multisportmodus kannst du mehrere Sportarten in einer Trainingseinheit aufzeichnen, was natürlich besonders für Triathleten sehr interessant ist.

Außerdem gibt es da noch die so genannte AI Auswertung, bei der dir dann noch deine aktuelle Ausdauer und die vorgeschlagene Dauer der Erholung angezeigt wird.

Auch ansonsten findest du im Trainingsmodus einige ganz spannende Modi, so wie Trailrunning, Wandern, Schwimmen, Rudern, Krafttraining oder auch Skifahren. Für viele dürfte auch das Bahntraining interessant sein, welches speziell für das Laufen auf einer Bahn entwickelt wurde. Hierbei wird die Route deutlich besser und genauer aufgezeichnet als bei anderen Sportuhren, die diesen Modus nicht anbieten.

Beim Training werden natürlich die üblichen Daten, wie Distanz, Tempo, Herzfrequenz, Schrittfrequenz oder die absolvierten Höhenmeter erfasst.

Dazu kommen dann noch fortgeschrittenere Statistiken, wie deine Laufleistung in Watt. Die Messung der Laufleistung am Handgelenk ist etwas, was mir vorher nur von der Polar Vantage V2 und der Polar Grit X bekannt war und bei den Garmin Uhren zum Beispiel nur über einen externen Sensor möglich ist. Also das ist auf jeden Fall eine der Trainingsfunktionen, die sehr erwähnenswert ist, auch wenn die Leistungsmessung am Handgelenk natürlich immer noch nur eine Schätzung ist.

Coros Apex Pro Wattleistung

Dazu kannst du dann noch deine aerobe und anaerobe Schwelle einsehen. Nach dem Training kannst du dann auch nochmal in einzelne Runden reingehen und dir hier die aufgeteilten Statistiken anschauen. Die Datenfelder, die du während des Trainings siehst, kannst du für jedes Sportprofil mithilfe der App gestalten und umordnen, wie du möchtest.

Außerdem kannst du auch Alarme festlegen, also zum Beispiel einen Herzfrequenz Alarm, sodass die  Uhr dich dann darauf aufmerksam macht, wenn du gewisse Pulswerte unter- oder überschreitest, wodurch du dann immer bei der richtigen Intensität trainierst. Das geht so natürlich auch für andere Statistiken, wie dem Tempo, der Schrittfrequenz oder der Leistung.

Insgesamt ist der Funktionsumfang der Uhr für diesen Preis allerdings nicht spektakulär. Vom Preis her vergleichbare Uhren, wie die Polar Vantage V2 oder eben die Garmin Fenix 6 haben da noch ein paar weitere Premium Funktionen im Angebot. Das wären bei Polar dann zum Beispiel das Smart Coaching Programm, welches eine Art personifizierte Trainingsanleitung auf sportwissenschaftlicher Basis ist, die FuelWise Funktion, die als digitaler Energie- und Ernährungsberater dient, oder die Lauf-, Rad- und Erholungs-Fitnesstests.

Bei Garmin gibt es zum Beispiel Funktionen, wie PacePro, bei der du eine Tempo-Strategie für eine Strecke mit verschiedenen Höhenabschnitten entwickeln kannst oder den animierten Fitnessübungen, die du dir über die Uhr anzeigen lassen kannst.

Das waren jetzt mal nur so ein paar Beispiele und viele Menschen werden diese Funktionen sicherlich auch eher als unnötigen Schnick Schnack bezeichnen, aber das zeigt eben, dass die Flaggschiffe von Polar und Garmin der Coros Apex Pro in Sachen Funktionsumfang schon noch ein Stück weit voraus sind.

App und Trainingssoftware

Coros Apex Pro App

In diesem Zusammenhang ist es vielleicht noch ganz sinnvoll über die Coros App zu sprechen. In der natürlich kostenlosen App kannst du dir die über den Tag gemessenen Fitness- und Gesundheitsdaten nochmal in der Detailansicht einsehen. Du siehst hier zum Beispiel deine verbrauchten Kalorien, deine Trainingszeit, Herzfrequenz und so weiter und kannst diese auch nochmal im Verlaufe des Tages oder im Vergleich zu anderen Tagen anschauen.

Dazu bekommst du dann auch noch die Trainingsbelastung und den Belastungsindex angezeigt, der unter anderem auch deinen VO2 Max Wert oder deine aerobe Schwelle enthält, und abschließend siehst du dann noch deinen aktuellen Trainingszustand.

Außerdem kannst du dir natürlich auch deine Trainingseinheiten nochmal im Detail anschauen und hier auch so ein bisschen durch die Daten scrollen und entweder eigene Trainingsprogramme erstellen oder vorgefertigte Pläne über die Coros Webseite downloaden.

Insgesamt finde ich die App sehr übersichtlich und sinnvoll. Was aktuell noch fehlt ist die Web Version, die Polar und Garmin ja zum Beispiel anbieten. Du kannst die App also aktuell noch nur über das Smartphone aufrufen.

Coros Apex Pro Smartphone App

Um vielleicht generell nochmal auf diese ganzen Trainingsmetriken, wie dem VO2 Max oder der aeroben Schwelle zu sprechen zu kommen: Ich habe die Coros Apex Pro jetzt bereits seit vielen Monaten, habe sie immer mal wieder für längere Zeiträume getragen und auch viel mit anderen Uhren verglichen.

Dabei sind mir anfangs noch teilweise kleinere Unstimmigkeiten bei den Trainingsstatistiken aufgefallen, also zum Beispiel, dass ich gemerkt habe, dass der VO2 Max Wert mir etwas hoch oder niedrig vorkam, oder, dass ich die Erholungswerte nicht ganz stimmig fand. Mittlerweile sind diese Unstimmigkeiten allerdings immer seltener geworden.

Was du dabei vielleicht wissen solltest, ist, dass Coros sich hier ausschließlich auf eigene Algorithmen verlässt, während Garmin das ja zum Beispiel Dritt-Anbietern, wie FirstBeat, überlässt, die sich auf die Leistungsdiagnostik und Performance Analyse spezialisiert haben.

Gut, Polar zum Beispiel macht das so wie Coros zwar auch mit einem eigenen Algorithmus, doch Polar hat hier im Laufe vieler, vieler Jahre eben auch ein sehr gutes System zusammengestellt. Natürlich ist das Ganze auch bei Garmin und Polar nicht ausnahmslos immer gut, doch wie gesagt, im Laufe der Jahre haben beide hier wirklich gute Software Lösungen entwickelt.

Bei Coros ist es so, dass man richtig merkt, dass die Trainingsanalyse mit jedem Update ein Stückchen besser wird, aber ein wirklich guter und ausgereifter Algorithmus entsteht eben auch nicht mal einfach so von heute auf morgen.

Das Positive dabei ist, dass Coros sich wirklich sehr offen für Verbesserungsvorschläge seiner Community zeigt und generell wirklich sehr häufig Updates veröffentlicht und die Produkte somit stetig verbessert. Das ist etwas, was eigentlich selbstverständlich sein sollte, jedoch erfahrungsgemäß nicht wirklich ist…

GPS-Genauigkeit

Kommen wir dann von der Trainingssoftware nochmal auf das GPS zu sprechen. Bei deinen Trainingseinheiten werden natürlich auch die GPS-Daten aufgezeichnet, also eben die Route, die du beim Laufen, Radfahren, Wandern oder Ähnlichem zurückgelegt hast.

Um die Genauigkeit der Uhr zu testen, habe ich dafür ebenfalls wieder eine meiner Laufeinheiten von der Apex Pro aufzeichnen lassen und diese dann mit der tatsächlichen Route verglichen. Hier wieder der direkte Vergleich:

Wie du siehst konnte ich hier keine nennenswerte Unterschiede feststellen, also auch in Sachen GPS-Genauigkeit braucht sich die Coros Uhr vor niemandem zu verstecken.

Dazu kommen neben GPS auch das japanische QZSS, das russische GLONASS, sowie das chinesische BeiDou System zum Einsatz.

Neben dem Aufzeichnen deiner Strecken kann die Uhr dich außerdem auch navigieren. Hierzu kannst du einfach GPX-Files auf die Uhr laden. Die Coros Apex Pro navigiert dich dann mit einer sehr einfachen Karte ohne sonderlich viel Detailverliebtheit. Das wird den meisten sicherlich ausreichen, aber es ist natürlich schon etwas anderes als die topografischen Karten der Garmin Fenix 6.

Coros Apex Pro Routenführung

Was ich ganz schön finde, ist, dass du beim Einsehen einer Karte auch den Touchdisplay nutzen kannst, das heißt du kannst dich hier wunderbar durch deine Route scrollen und mit dem Drehrad rein- und rauszoomen. Also das ist wie ich finde die sinnvollste Möglichkeit bei dieser Uhr die Touchbedienung zu nutzen.

Aber gut, damit wären wir auch erstmal durch, was die Funktionen der Coros Apex Pro angeht. Du kannst übrigens, anders als zum Beispiel bei Garmin, keine Widgets zu den vorinstallierten hinzufügen oder die Widgets nach deinen Wünschen gestalten. Weitere Funktionen findest du dann noch, wenn du den unteren Knopf gedrückt hältst. Dadurch gelangst du in ein Steuerungsmenü, wo du nochmal zum Beispiel einen Timer, eine Stoppuhr, die Einstellungen, einen Kompass oder ein Metronom findest.

Akkulaufzeit

Kommen wir dann als nächstes mal zu einem der ganz, ganz großen Vorteile der Apex Pro und das ist die Akkulaufzeit. Anders als bei vielen Software Angelegenheiten oder fehlenden Funktionen habe ich in Sachen Akku hier wirklich mal so gar nichts zu meckern. Besser gesagt kann ich selber immer noch nicht wirklich glauben, wie gut die Akkuleistung dieser Uhr wirklich ist.

Auf dem Papier hält sie im vollen GPS-Modus, also wenn du während einer Trainingseinheit sowohl GPS als auch die durchgängige Pulsmessung nutzt, bis zu 40 Stunden. Dazu gibt es dann einen UltraMax Modus, den du während deiner Trainingseinheiten aktivieren kannst, wodurch du die Laufzeit auf bis zu 100 Stunden erhöhen kannst. Gleichzeitig wirst du dann allerdings auch relativ viel von der eigentlich ja sehr guten GPS-Genauigkeit einbüßen müssen.

Die Akkulaufzeiten im GPS-Modus liefern auf jeden Fall Werte, die mit Premium Uhren, wie der Garmin Fenix 6 oder der Vantage V2 absolut mithalten können.

Noch deutlich, deutlich beindruckender ist dann allerdings die Akkulaufzeit bei normaler Nutzung. Das heißt, wenn du sie, so wie ich, rund um die Uhr trägst, und eben hin und wieder auf mal ein paar Trainingseinheiten einstreust. Laut Coros hält die Uhr hier nämlich 30 Tage durch, was ja wirklich ein bärenstarker Wert wäre.

Und auch ich kann diesen Eindruck nur bestätigen. Ob es jetzt wirklich 30 Tage sind, weiß ich gar nicht so genau, aber die Uhr hält bei mir auf jeden Fall problemlos 2-3 Wochen durch und zwischendurch habe ich ernsthaft vergessen, wo ich überhaupt mein Ladekabel gelassen habe, weil es mir so vorkommt, als wenn ich die Uhr wirklich nie oder nur sehr, sehr selten laden muss. 😉

Bei normaler Nutzung mit regelmäßigen Trainingseinheiten kam mir die Akkulaufzeit der Coros Apex Pro also sogar noch beeindruckender vor, als bei der Garmin Fenix 6X Pro Solar, die hier ja wirklich schon neue Maßstäbe gesetzt hat.

Fazit: Wie gut ist die Coros Apex Pro?

Und damit wären wir auch jetzt beim Fazit angelangt. Kann ich dir die Coros Apex Pro denn jetzt unterm Strich empfehlen oder nicht? Ich würde mal sagen, es handelt sich hierbei wirklich um eine sehr gute und konkurrenzfähige Sportuhr. Die großen Vorteile sind hier die sehr einfache und intuitive Bedienung, die hohe Alltagstauglichkeit inklusive der leichten Bauweise, die genaue GPS-Aufzeichnung, sowie vor allem die bärenstarke Akkulaufzeit.

Doch über eine Sache muss man einfach sprechen: Den Preis. Mit aktuell 500 Euro ist die Uhr preistechnisch in der Kategorie der absoluten Premium Uhren, wie eben der Garmin Fenix 6, zu verordnen und muss sich hier gegen unglaublich gute Konkurrenz behaupten.

Um auf diesem Niveau mithalten zu können, fehlt es der Apex Pro meiner Meinung nach an manchen Stellen einfach noch am Feinschliff.

Im Gegensatz zu Uhren, wie der Garmin Fenix 6 Pro, fehlen dann eben doch noch Funktionen, wie topografische Karten, die Musikfunktionen, ein eigenes WLAN oder einige fortgeschrittene Trainingsfunktionen. Sicherlich kann man bei allen Funktionen darüber streiten, wie sehr man sie wirklich braucht, aber auf diesem Preisniveau muss man sich einfach auch ein Stück weit an solchen Luxus-Funktionen orientieren. Außerdem hat auch die Software hier und da noch ihre Wackler und die fehlende Web-Anbindung dürfte sicherlich auch einige Leute ärgern.

Ich bin also insgesamt ein wenig zwiegespalten. Ich würde die Uhr wirklich sehr gerne bedingungslos empfehlen, da sie eine erfrische Abwechslung zu Polar, Garmin und Co. ist und viele Vorteile hat. Die Uhr ist auch sicherlich sehr gut und würde sie 300 oder 350 Euro kosten, würde ich sie sofort empfehlen, aber für 500 Euro könnte das Preis-Leistungs-Verhältnis in meinen Augen noch etwas besser ausfallen.

Eines ist jedoch trotzdem klar: Coros ist ein Hersteller, den man für die nächsten Jahre definitiv auf dem Schirm haben sollte. Man darf gespannt sein, was hier noch so auf uns zukommt und auch die Apex Pro ist sicherlich keine schlechte Wahl, vor allem auch aufgrund der sehr regelmäßigen Updates, die die Uhr immer besser machen.

Ich hoffe, dass ich dir mit diesem Testbericht weiterhelfen konnte. Wenn du mal etwas frischen Wind in Sachen Sportuhren haben möchtest, dann würde ich dir empfehlen, dir die Coros Apex Pro einfach selber nochmal etwas genauer anzuschauen. Mit einem Klick auf das folgende Produktbild oder den orangenen Button gelangst du direkt zu allen wichtigen Infos und den weiteren Kundenmeinungen.

Coros Apex Pro - Premium Multisport-GPS-Uhr
74 Bewertungen
Coros Apex Pro - Premium Multisport-GPS-Uhr
• bärenstarker Akku
• einfache, intuitive Bedienung
• leicht und alltagstauglich

Zum Schluss vielleicht noch eine kleine Info zu mir: Ich teste regelmäßig neue Sportuhren, Fitness Tracker und andere Sportprodukte und veröffentliche meine Ergebnisse regelmäßig auf diesem Blog und auch auf meinem eigenen YouTube Kanal. Wenn du davon in Zukunft nichts mehr verpassen willst, dann abonniere am besten meinen Kanal oder speichere dir meinen Blog als Lesezeichen ab. Ich würde mich jedenfalls sehr freuen, wenn wir uns hier schon bald wiedersehen könnten! 😉

Ansonsten wünsche ich dir jetzt erstmal viel Spaß mit deinem eigenen Praxistest zur Coros Apex Pro! 😉

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