Laufband oder Ergometer? Der ultimative Vergleich!

Eine Frage, die die Fitnessgemeinde seit eh und je in zwei Lager spaltet: Laufband oder Ergometer? Was ist besser? Betritt man das Fitnessstudio, um ein gutes Cardio-Workout zu absolvieren, so hat man häufig die Qual der Wahl, denn mittlerweile verfügt nahezu jedes Studio über eine Vielzahl an Trainingsgeräten. Zwei Cardiogeräte, die dabei allerdings nach wie vor hervorstechen, sind das Laufband und das Fahrrad-Ergometer. Spätestens seit Corona wird auch das Fitnesstraining in den eigenen vier Wänden immer beliebter und da stellt sich natürlich noch mehr als sonst schon die Frage, welches der beiden Geräte denn nun die bessere Wahl ist?

Womit kann man effektiver abnehmen? Welches Gerät ist gelenkschonender? In diesem Artikel gehen wir dem Ganzen mal auf den Grund und schauen uns alle Vor- und Nachteile von Laufband und Ergometer an. Viel Spaß! 😉

Profi auf Laufband
Das Laufband ist wohl das beliebteste Trainingsgerät. Doch ist es auch das, mit dem man die meisten Kalorien verbrennen kann?

Das ist natürlich die Frage aller Fragen in der Fitnessszene: Womit kann ich am besten, schnellsten und effektivsten abnehmen? Wir alle verfolgen verschiedene Ziele, wenn es uns in ein Fitnessstudio treibt oder wenn wir Zuhause Sport treiben, doch der Hauptgrund, warum die meisten von uns trainieren ist das Abnehmen. Welches Gerät hilft dir also dabei, schneller die Pfunde purzeln zu lassen: Laufband oder Ergometer?

Schaut man sich im Internet zu diesem Thema um, so stößt man schnell auf Ernüchterung, denn eine wirklich klare Antwort, wie viele Kalorien man mit beiden Geräten verbrennt gibt es nicht. Und auch ich muss dich an dieser Stelle leider enttäuschen, denn es gibt hier keine universelle Antwort, die auf jeden Menschen zutrifft.

Wie viele Kalorien du auf dem Laufband oder dem Ergometer verbrauchst hängt vor allem auch davon ab, wie schnell dein Puls in die Höhe schießt und das wiederum hängt davon ab, wie intensiv du trainierst. Manchen Menschen fällt es deutlich leichter auf dem Ergometer bzw. Heimtrainer zu trainieren, während andere das Laufband Workout bevorzugen. Dementsprechend können manche Menschen zum Beispiel ohne Probleme 45 Minuten auf dem Ergometer trainieren, während sie aber bereits nach 30 Minuten auf dem Laufband platt sind. In dem Fall würdest du natürlich mehr Kalorien auf dem Ergometer trainieren.

Man kann einen ganzen Aufsatz über den Kalorienverbrauch von Laufband und Ergometer schreiben, aber ich weiß, dass du hier eher auf der Suche nach konkreten Zahlen bist, also habe ich mir etwas anderes überlegt. 😉 Ich erkläre mich ganz einfach selber einfach mal bereit, das Versuchskaninchen zu spielen und widme mich einem Praxistest.

Ich werde mich für exakt 30 Minuten auf beide Fitnessgeräte begeben und dabei bei einer für mich gefühlten gleichen Intensität trainieren. Ich werde dabei versuchen, die Intensität möglichst hoch zu halten und gleich zu Beginn des Workouts ordentlich ins Schwitzen zu kommen. Dabei absolviere ich beide Trainingseinheiten natürlich nicht am selben Tag, sondern nehme mir zwischen beiden Workouts 2-3 Tage Pause. So viel sei mir gegönnt! 😉 Hier das Ergebnis:

 LaufbandErgometer
30 Minuten Training335 kcal290 kcal
60 Minuten Training670 kcal580 kcal

Rechnet man es der Einfachheit halber auf eine Stunde hoch, so verbrenne ich auf dem Laufband 670 Kalorien und auf dem Ergometer 580. Ich persönlich hatte auch das Gefühl, dass das Training auf dem Laufband nochmal deutlich intensiver ist als das auf dem Ergometer. Wie gesagt, ich habe versucht beide Workouts bei gleicher Intensität auszuführen und kam somit bei beiden Einheiten auch gleich zu Beginn stark ins Schwitzen und habe meinen Puls in die Höhe geschossen. Dennoch kam mir das Laufband-Training nochmal intensiver vor.

Das liegt vermutlich ganz einfach daran, dass beim Laufen im Gegensatz zum Radfahren auf dem Ergometer mehr Muskeln angesprochen werden. Das werden wir gleich auch nochmal etwas ausführlicher besprechen.

Wie intensiv das Training ist, ist natürlich auch eine persönliche Angelegenheit. Auf dem Laufband kannst du dafür eine vordefinierte Geschwindigkeit einstellen und musst dann versuchen, diese zu halten. Auf dem Ergometer geht das so ähnlich auch. Wichtig ist es hier, den Unterschied zwischen Ergometer und Heimtrainer zu verstehen, die häufig fälschlicherweise für das gleiche gehalten werden.

Ergometer zeichnen sich im Gegensatz zu Heimtrainern dadurch aus, dass sie ein leistungsabhängiges Training anbieten. Das bedeutet, dass du vorher eine Leistung einstellen kannst, und diese dann automatisch aufrechterhalten wird.

Wenn du zum Beispiel eine Leistung von 150 Watt einstellst, so sorgt das Ergometer dafür, dass du durchgehend bei genau dieser Leistung trainierst. Wenn du nun schneller in die Pedale trittst, so wird der Widerstand verringert. Wenn du langsamer wirst, erhöht sich der Widerstand.

Dadurch wird das Training, ähnlich wie auf dem Laufband, sehr kontrollierbar. Die Intensität des Workouts liegt also bei beiden Geräten voll in deinen Händen. 😉

Fassen wir mal kurz zusammen: Insgesamt hat das Laufband in Sachen Kalorienverbrennung die Nase vorn. Die überwiegende Mehrheit der anderen Erfahrungsberichte, die im Internet so kursieren, bestätigt diesen Eindruck. Das Laufband wird von vielen sogar als das effektivste Fitnessgerät zum Abnehmen bezeichnet. In diesem meiner Blogbeiträge findest du meine Meinung zu den besten Geräten zum Abnehmen. Dort spreche ich noch über deutlich mehr Varianten, wie zum Beispiel auch den Crosstrainern, Rudergeräten oder Vibrationsplatten.

In unserem Vergleich geht der erste Punkt, Kalorienverbrauch, allerdings ans Laufband. Gratulation! 😉

Laufband und Ergometer – Welche Muskeln werden trainiert?

Ergometer für Profis

In Bezug auf die aktivierten Muskeln gibt es keine gravierenden Unterschiede zwischen Laufband und Ergometer. Beide Geräte trainieren vor allem die Muskulatur unseres Unterkörpers. Bei beiden sind es demnach die folgenden Muskeln, die hauptsächlich trainiert werden:

  • Vordere Oberschenkelmuskulatur
  • Hintere Oberschenkelmuskulatur
  • Gesäßmuskel
  • Wadenmuskulatur
  • Vorderer Schienbeinmuskel

Wie du siehst, der Fokus liegt ganz klar auf den Beinen. Beim Laufband kommen allerdings noch ein paar weitere Muskeln hinzu, die durchaus auch eine wichtige Rolle spielen. Dazu zählen vor allem die Bauch- und Rückenmuskeln. Beim Laufen muss unser Körper natürlich immer wieder stabilisiert werden, wodurch diese Rumpfmuskeln aktiviert werden. Beim Ergometer bzw. Heimtrainer werden diese Muskeln nicht sonderlich stark angesprochen, da wir während des Trainings größtenteils sitzen.

Auch das Laufband ist aber noch lange kein Ganzkörper-Trainingsgerät, denn auch hier liegt der Fokus wirklich klar auf dem Unterkörper, dennoch werden hier insgesamt mehr Muskeln angesprochen als beim Ergometer. Bei Letzterem kannst du für eine höhere Aktivierung des Rumpfs sorgen, indem du auch mal im Stehen radelst.

Falls du dich für Trainingsgeräte interessierst, mit denen du wirklich nahezu die gesamte Muskulatur zur selben Zeit trainieren kannst, dann schau mal in diesem meiner Beiträge vorbei.

Laufband oder Ergometer – Welches Gerät schont meine Gelenke?

Senioren auf dem Laufband
Welches Cardiogerät ist gelenkschonender? Laufband oder doch Ergometer?

Während den meisten Menschen primär die Frage im Kopf schwirrt mit welchem Gerät sie am schnellsten abnehmen können, fit werden können oder Muskeln aufbauen können, so wird eine Frage leider immer wieder vernachlässigt: Wie gelenkschonend sind diese Geräte denn eigentlich? Beim Fitnesstraining müssen wir immer langfristig denken und daher ist es extrem wichtig zu wissen, wie man auf eine gesunde Art und Weise trainieren kann, ohne seine Gelenke zu verschleißen.

Nachdem in den beiden ersten Punkten das Laufband leicht die Nase vorn hatte, so ist in diesem Fall das Ergometer bzw. der Heimtrainer der klare Sieger. Und das hat einen ganz einfachen Grund. Du musst dir einfach mal folgendes vorstellen:

Beim Laufen ist es generell so, dass unser gesamtes Körpergewicht bei jedem Schritt auf unseren Gelenken lastet. Beim langsamen oder gemächlichen Gehen ist das noch nicht so dramatisch, aber beim Laufen ist es das 3-4-fache unseres eigenen Körpergewichts, das unsere Gelenke tragen müssen. Besonders unseren Kniegelenken muten wir dabei ganz schön viel zu…

Diese Aufprallkräfte werden natürlich dann nochmal erhöht, wenn du ohnehin schon ein hohes Körpergewicht hast. Auch wenn du grundsätzlich unter Gelenkproblemen leidest, ist das Lauftraining vielleicht nicht die ideale Wahl. Das Laufband ist hierbei sogar im Vergleich zum Joggen im Freien noch die bessere Option, denn die meisten modernen Laufbänder sind mit einem Dämpfungssystem ausgestattet, welches dein Körpergewicht zumindest ein bisschen abfedert. Das generelle Problem bleibt allerdings bestehen.

Und hier kommt das Ergometer ins Spiel. Dieses bildet ein deutlich gelenkschonenderes Training, denn hier fallen die eben beschriebenen Aufprallkräfte weg. Deine Füße bleiben hier die ganze Zeit über in Kontakt mit den Pedalen und dein Körpergewicht wird zum Teil auch vom Sattel getragen. Dadurch ist das Ergometer bzw. Heimtrainer Workout deutlich schonender und sanfter. Deine Gelenke wird es freuen! 😉

Außerdem ist das Training auch sicherer, denn die Gefahr, dass man aus dem Gleichgewicht kommt und im schlimmsten Fall stürzt ist hier deutlich niedriger als beim Laufband. Versteh‘ mich nicht falsch: Ich möchte auch das Laufband hier keineswegs schlechtreden. Die meisten von uns werden, wenn sie es nicht übertreiben und auf den eigenen Körper hören, so schnell erstmal keine Gelenkprobleme durch das Laufband-Training bekommen. Folgenden Personen würde ich dennoch lieber zur Nutzung des Ergometers raten:

  • Übergewichtige Personen
  • Personen mit Gelenkproblemen
  • Ältere Menschen
  • Personen, die gerade erst von einer Verletzung zurückkommen

Welches Gerät eignet sich besser für Zuhause?

Wichtige Punkte eines Laufbands für Zuhause
Sowohl mit dem Laufband als auch mit dem Ergometer lässt es sich sehr gut in den eigenen vier Wänden trainieren.

Spätestens seitdem Corona uns bei unseren Fitnessstudio-Planungen allen einen Strich durch die Rechnung gemacht hat, erfreut sich das Training in den eigenen vier Wänden einer immer größeren Beliebtheit. Welches Gerät eignet sich hier besser, Laufband oder Ergometer?

Ob ein Cardiogerät sich für die Heimnutzung eignet, hängt von vielen Faktoren ab. Einer davon ist das Thema Größe. Vielen Menschen stellt sich schließlich die entscheidende Frage: Habe ich genug Platz für ein Laufband bzw. ein Ergometer?

Da bist du hier tatsächlich auf genau den richtigen Beitrag gestoßen, denn als Student und Bewohner einer bescheidenen kleinen Wohnung habe ich in wenigen Dingen so viel Erfahrung, wie bei der Nutzung von Fitnessgeräten in den eigenen vier Wänden! 😉

Lass uns nicht lange um den heißen Brei herumreden und die Fakten auf den Tisch legen. Wie viel Platz musst du für Laufband und Ergometer einplanen? Hier mal grobe Richtwerte für die jeweiligen Maße:

 Größe im Gebrauch (L x B x H)Größe zusammengeklappt (L x B x H)
Laufband1,40 x 0,60 x 1,50 m1,40 x 0,60 x 0,60 m
Ergometer/Heimtrainer1,20 x 0,45 x 0,90 m1,30 x 0,45 x 0,40 m

Wie du siehst, gibt es hier zweierlei Maß, denn glücklicherweise kann man Laufbänder, genauso wie Ergometer bzw. Heimtrainer heutzutage größtenteils zusammenklappen und somit platzsparend verstauen. Meinen Erfahrungen zufolge findet man für beide Geräte eigentlich so gut wie immer irgendeine Lösung, sie Zuhause zu nutzen. Wenn man es denn wirklich will… Bei Nicht-Nutzung kann man viele moderne Geräte dann, wie gesagt, sehr platzsparend verstauen.

Ein weiterer wichtiger Punkt für die Nutzung Zuhause ist auch die Lautstärke. Viele Menschen nehmen Abstand von Fitnessgeräten für Zuhause, weil sie Sorge haben, die Nachbarn oder Mitbewohner damit zu sehr auf die Palme zu bringen und für regelmäßige Ruhestörungen zu sorgen. Eine berechtigte Sorge?

Naja, nicht wirklich. Ein Laufband liegt lautstärketechnisch typischerweise im Bereich zwischen 50 und 75 Dezibel. Zum Vergleich: Ein normales Gespräch oder der Fernseher bei Zimmerlautstärke kommt auf etwa 65 Dezibel. Beim Laufband ist es allerdings so, dass der größte Teil der Lautstärke nicht durch das Gerät an sich verursacht wird, sondern durch das Auftreten und Abrollen unserer Füße.

Hier ist es daher also wieder einmal wichtig, auf ein Laufband mit einer guten Dämpfung zu setzen. Ich habe bereits einen extra Artikel verfasst, in dem ich über die leisesten Laufbänder spreche bzw. generell darüber, wie du die Lautstärke beim Laufband-Training verringern kannst. Diesen findest du hier.

Ein Ergometer bzw. Heimtrainer ist von Natur aus ohnehin schon extrem leise, denn hier fallen ja keine Aufprallgeräusche an. Unsere Füße sind in stetigem Kontakt mit den Pedalen und gleiten förmlich durch die Bewegung. Hierbei ist es also auch zum Beispiel problemlos möglich nebenbei den Fernseher laufen zu lassen oder im gleichen Zimmer mit einem Mitbewohner oder Familienmitglied zu trainieren. Die hauptsächliche Lautstärke wird hierbei von deinem eigenen Außer-Atem-Sein verursacht. 😉

Sowohl beim Laufband als auch beim Ergometer musst du dich also nicht vor einer Ruhestörung fürchten. Wenn es dir dann allerdings doch auf jedes Dezibel ankommt, dann ist das Ergometer insgesamt die bessere, weil leisere Lösung.

Fassen wir mal kurz zusammen: Die Punkte für den höheren Kalorienverbrauch und die größere Anzahl an aktivierten Muskeln gehen an das Laufband. Die Punkte für das gelenkschonendere Training und die Nutzung in den eigenen vier Wänden gehen hingegen an das Ergometer. Es steht 2:2. Und jetzt?

Fazit: Laufband und Ergometer – Warum nicht einfach beides?

Laufband oder Ergometer, eine Frage, die sich auch nach diesem Artikel nicht pauschal beantworten lässt. Letzten Endes hängt es natürlich auch von deinen persönlichen Präferenzen ab. Bist du eher der Typ Läufer? Dann könnte das Laufband für dich die beste Wahl sein. Bist du hingegen eher der Radfahrer? Dann könnte für dich natürlich auch das Fahrrad-Ergometer reizvoll sein.

Mit dem Laufband kannst du zwar schneller und effektiver Kalorien verbrennen und mehr Muskeln aktivieren, doch das Ergometer-Training bietet dafür den riesigen Vorteil, dass es sehr gelenkschonend ist. Besonders übergewichtigen Personen, älteren Menschen oder Personen mit Gelenkproblemen würde ich daher eher zum Ergometer raten.

Im Endeffekt sind aber beide Fitnessgeräte eine sehr gute Wahl und zählen beide zurecht zu den beliebtesten Varianten, sich fit zu halten. Wenn du ins Fitnessstudio gehst, wäre es vielleicht eine gute Überlegung, einfach immer mal wieder zwischen beiden Geräten zu variieren. Dann heißt es also nicht mehr: Laufband oder Ergometer, sondern Laufband und Ergometer! Somit lassen sich die jeweiligen Vorteile ideal kombinieren! 😉

Ich hoffe, dass ich dir mit diesem Artikel weiterhelfen konnte. Wenn du noch irgendwelche Fragen hast, dann kannst du dich gerne jederzeit per Mail bei mir melden oder einen Kommentar unter diesem Artikel hinterlassen.

Ansonsten wünsche ich dir jetzt erstmal viel Spaß beim Training mit dem Laufband oder mit dem Ergometer! 😉

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