Fitbit Charge 6 Testbericht

Fitness Tracker werden immer beliebter. Besonders um eine Marke kommt man dabei bei der Suche nach einem geeigneten Modell kaum herum: Fitbit.
Ich habe in den letzten Wochen die Fitbit Charge 6 persönlich in der Praxis getestet, sie der neueste Tracker des Herstellers. Die Charge 6 hat mich dabei bei all meinen Sporteinheiten und im Alltag begleitet.
In diesem Testbericht besprechen wir alle Neuerungen des Trackers im Vergleich zu seinem Vorgänger, der Fitbit Charge 5 sowie generell alle Vor- und Nachteilen.

Und ja, damit würde ich sagen, lass uns direkt starten, viel Spaß! 😉

Fitbit_Charge 6   Vorstellung

Highlights der Fitbit Charge 6

  • sehr schönes AMOLED-Display - jetzt mit physikalischen Button an der Seite
  • nur 37 Gramm leicht
  • viele Sport- und Gesundheitsfunktionen mit jetzt mehr auswählbaren Traningsmodi bzw. profilen
  • leider schlechte GPS Messung 

Erster Eindruck der Fitbit Charge 6 - Was ist neu ?

Rein optisch ist die Fitbit Charge 6 kaum von der Charge 5 zu unterscheiden. Während die vorletzte Version, die Charge 4 noch recht eckig daherkam und nicht sonderlich hochwertig wirkte, so ist die Charge 6 genau wie ihr Vorgänger wieder gelungen. Gleiches Gehäuse, gleicher Sensor und gleiches Display.
Eine Sache unterscheidet sich dabei allerdings entscheidend: Die Charge 6 hat jetzt wieder einen physischen Button am Gehäuserand, die Charge 5 hatte hier nur eine Art digitalen Button, der aber ehrlich gesagt nur so semi-gut funktioniert hat.

Fitbit_Charge 6_Seitenansicht mit Button

Fitbit_Charge 6. Seitenansicht mit Button

Das läuft bei der Charge 6 jetzt besser. Mit dem Knopf kannst du das Display aufwecken oder zurück zum Startbildschirm gelangen. Ansonsten brauchst du optisch jetzt aber keine großen Veränderungen erwarten.
Auch hier haben wir also typisch für die Fitbit Charge-Serie wieder ein sehr schlankes und minimalistisches Design. Das Gehäuse der Charge 6 besteht größtenteils aus Aluminium und mit 37 Gramm ist der Tracker natürlich auch wieder super leicht. Generell ist auch der Tragekomfort auf jeden Fall gegeben.

Fitbit Charge 6
692 Bewertungen
Fitbit Charge 6
• schickes, leichtes Design - neu mit Button an Seite
• schönes AMOLED-Display
• viele gute Trainings- und Gesundheitsfunktionen 
• sehr leicht und angenehm zu tragen

Wie ihr wisst, trage ich ja normalerweise auch gerne mal typische Outdoor Sportuhren, wie die Garmin Fenix 7 Pro oder ganz viele andere, und da merke ich natürlich schon, dass die Charge 6 deutlich weniger wiegt und einfach auch kleiner ist als diese Uhren. Eine recht erfrischende Abwechslung also! 😉

Fitbit_Charge 6_am Handgelenk

Beim Display handelt es sich genau wie bei der Charge 5 auch wieder um ein farbiges AMOLED-Display. Das war ja bei der Charge 4 noch ein Graustufen-Display, die Charge 5 hatte dann schon ein farbiges Display. Auch in diesem Jahr können wir uns also wieder über das farbenfrohe Display freuen.

Dieses schaltet sich übrigens standardmäßig nach ein paar Sekunden aus, du kannst es dann mit einem Tipp auf das Display oder den Button oder mit einer Handgelenksbewegung wieder aktivieren.

Ansonsten gibt es aber auch einen Always-On-Modus, der jedoch stark zu Lasten des Akkus geht. Daneben bietet der Tracker aber auch noch einen speziellen Always-On-Modus nur für Workouts, diesen nutze ich auch in den meisten Fällen, damit ich beim Training einfach immer einen Blick auf meine Daten werfen kann.

Das Display ist ansonsten 1,04 Zoll groß, was nicht so wirklich groß ist. Vor allem würde das Gehäuse eigentlich auch Platz für ein größeres Display bieten. Es gibt aber oben und unten diese schwarzen Displayränder, die man ähnlich, wie zum Beispiel bei der Google Pixel Watch 2 auf den ersten Blick nicht so wirklich sieht, da auch der Hintergrund des Displays selber Schwarz ist.

neu: Zoomfunktion im Display
Auf den zweiten Blick fällt das aber auf jeden Fall auf, denn natürlich können dadurch auch einfach weniger Informationen auf dem Bildschirm dargestellt werden. Falls dir dadurch irgendetwas zu klein dargestellt wird, gibt es jetzt aber neu auch die Option auf dem Display zu zoomen, das kannst du in den Einstellungen aktivieren und dann kannst du einen Ausschnitt größer anzeigen lassen, indem du dreimal auf das Display tippst.

Fitbit_Charge 6_Zoomfunktion

Das habe ich in meiner Testphase jetzt ehrlich gesagt nie so wirklich verwendet, ich würde mir hier einfach generell ein größeres Display wünschen.
Ansonsten gefällt mir der Tracker aber auch in diesem Jahr rein optisch wieder, aber wie gesagt, im Vergleich zur Charge 5 hat sich bis auf den physischen Button auch einfach nicht wirklich etwas getan.


Fitness- & Gesundheitsfunktionen für den Alltag: Fitbits Aushängeschild!

Anders als die Sportuhren, die ich hier größtenteils auf diesem Blog vorstelle, stehen bei der Fitbit Charge 6 nicht die Trainingsfunktionen im Fokus, sondern allen voran die Fitness- und Gesundheitsfunktionen für den Alltag.

Wenn wir hier vom Startbildschirm aus nach unten swipen, sehen wir erstmal fitbittypisch die wichtigsten Daten des Tages, also die Schritte, zurückgelegte Strecke, Aktivzonenminuten und die verbrannten Kalorien.

Fitbit_Charge 6  Anzeige der Aktivitäten

Da kann ich direkt auch nochmal über etwas sprechen, was mir hier fehlt, und zwar das Zählen von Stockwerken. Die Charge 4 hatte hier nämlich einen eingebauten Barometer, der die absolvierten Etagen zählen konnte. Das hatte die Charge 5 im letzten Jahr zu meiner Verwunderung dann aber nicht mehr, und leider hat auch die Charge 6 wieder keinen Barometer. Stockwerke können also nicht gezählt werden, was ich vor allem bei einem Fitnesstracker einfach nicht verstehe.

Aber gut, wenn wir hier dann weiter nach unten scrollen, sehen wir noch weitere Daten, wie die:

  • stündliche Aktivität,
  • Herzfrequenz,
  • den Schlaf inklusive des Schlafindexes,
  • den Tagesform-Index,
  • die Blutsauerstoffsättigung, also den SpO2-Wert
  • und die Trainingstage der aktuellen Woche.


Fitbit Abo Funktionen und -preise

👉 einige Funktionen sind nur im Fitbit Abo verfügbar
Was den Tagesform-Index angeht, diesen kannst du wie einige andere Funktionen leider nur in Verbindung mit einem kostenpflichtigen Fitbit Premium Abomodell einsehen. Wenn du dir den Tracker holst, hast du erstmal 6 Monate kostenlosen Zugang zu Fitbit Premium, danach kostet es 8,99€ im Monat oder 79,99€ im Jahr.

Zu diesen exklusiven Fitbit Premium Funktionen zählen:

  • neben dem Tagesform Index
  • auch noch geführte Workout-Videos, die du über die App starten kannst,
  • Rezepte,
  • eine genauere Aufschlüsselung des Schlafindexes
  • und des Stressmanagement-Indexes.

Also da siehst du dann einfach nochmal besser aufgeschlüsselt, welche Faktoren zu einem guten oder schlechten Schlaf beitragen oder zu Stress führen.

Aktuell zahlt man für die Fitbit Charge 6 etwa 140 Euro, was im Vergleich mit Sportuhren schon günstig ist, aber nicht wirklich im Vergleich mit anderen Fitnesstrackern. Also ich persönlich sehe es nicht ein, dann nochmal zusätzlich monatlich für Fitbit Premium zahlen zu müssen. Also alles, was du in diesem Testbericht liest, ist Teil des kostenlosen Modells.

Auch hier hast du vor allem in der App eigentlich schon so ziemlich alles, was du brauchst. Auf der Charge 6 an sich können unter anderem aufgrund des kleinen Displays eben nicht ganz so viele Informationen angezeigt werden, in der App findest du dann alle weiteren Details.

Fitbit_Charge 6_APP

Vor allem die Schlafanalyse finde ich bei Fitbit echt immer sehr gelungen. Hier siehst du wie gesagt deinen Schlafindex, also im Prinzip deine Schlafqualität, die Schlafdauer und die Aufteilung auf die verschiedenen Schlafphasen. Vor allem die Schlafqualität stimmt dabei meistens auch sehr gut mit meinem eigenen Empfinden überein.

Außerdem kann die Charge 6 einige interessante Gesundheitswerte messen. Dazu zählen neben der Herzfrequenz und Blutsauerstoffsättigung, die ich ja eben schon mal erwähnt habe, auch die: 

  • Atemfrequenz,
  • Herzfrequenzvariabilität
  • und Hauttemperatur.

👉 EKG Aufzeichung möglich
Und du kannst mit der Uhr auch ein EKG aufzeichnen. Dabei siehst du dann, ob dein Herzrhythmus normal ist oder ob es hier irgendwelche Auffälligkeiten gibt.
Du solltest auf Basis dieses Tests zwar natürlich selber keine Diagnosen treffen, die Einnahme von Medikamente ändern oder so etwas, aber es lohnt sich sicherlich, das Ganze zumindest mal im Auge zu behalten.
In der App kannst du dir dann eine PDF-Datei mit dem Ergebnis herunterladen und diese dann zum Beispiel deinem Arzt vorlegen.

Fitbit_Charge 6  EDA Scan

Außerdem bietet die Charge 6 auch weiterhin den so genannten EDA-Scan. Dabei wird die Leitfähigkeit deiner Haut gemessen, die durch winzige Schweißperlen verändert werden kann, die wiederum als Reaktion auf Stress auftreten können. Dadurch siehst du dann zum Beispiel eben, wie dein Körper auf Stress reagiert.

All diese Fitness- und Gesundheitsfunktionen sind auf jeden Fall beachtlich und auch die Kernkompetenz der Charge 6. Hierfür also Chapeau, Fitbit! 😉


Fitbit Charge 6
692 Bewertungen
Fitbit Charge 6
• schickes, leichtes Design - neu mit Button an Seite
• schönes AMOLED-Display
• viele gute Trainings- und Gesundheitsfunktionen 
• sehr leicht und angenehm zu tragen

Die Trainingsfunktionen der Fitbit Charge 6  

Schauen wir uns dann als nächstes nochmal die Trainingsfunktionen an. Wie gesagt ist die Charge 6 primär ein Fitnesstracker und keine Sportuhr, aber natürlich kannst du auch deine Trainingseinheiten aufzeichnen.
Hier ist es erstmal erfreulich, dass du jetzt deutlich mehr Sportmodi zur Auswahl hast. Bei der Charge 5 konntest du hier in der App aus 20 Trainingsprofilen auswählen, aber nur 6 Modi auf den Tracker packen.

Fitbit_Charge 6_Sportarten

Bei der Charge 6 stehen jetzt alleine schon 39 Profile zur Auswahl und vor allem findest du diese alle auf dem Tracker selber, was definitiv sehr sinnvoll ist. Ich selber zum Beispiel betreibe auf jeden Fall mehr als 6 verschiedene Sportarten mit einer gewissen Regelmäßigkeit und habe mich über dieses Update also sehr gefreut.

Du findest hier jetzt auch ein paar ausgefallenere Modi, einen Freiwasser-Schwimmmodus oder einen Multisportmodus sucht man hier aber weiterhin vergebens.

In den Modi selber hast du dann weiterhin so ziemlich die gleichen Trainingsfunktionen zur Auswahl. Zum einen kannst du dir Ziele setzen, also beim Laufen zum Beispiel, dass du eine bestimmte Strecke zurücklegen willst oder eine bestimmte Anzahl an Kalorien verbrennen willst.

Du kannst die Runden einstellen oder auch zum Beispiel die Minimal- und Maximalherzfrequenzen, wobei du dann benachrichtigt wirst, sobald du diese unter- bzw. überschreitest.

👉 automatische Erkennung von bestimmten Sportarten
Dann kann der Tracker bestimmte Sportarten auch automatisch erkennen, du kannst eine Auto-Pause und Auto-Stopp-Funktion nutzen und wie vorhin erwähnt auch den Always-On-Modus für deine Workouts aktivieren.

Herzfrequenz-Broadcasting-Funktion (neu)

Das kennen wir so aber auch alles schon… Eine Neuerung ist allerdings, dass die Charge 6 jetzt über die Herzfrequenz-Broadcasting-Funktion verfügt. Diese finden wir nicht im Trainingsmodus selber, sondern im Kontrollzentrum, wenn wir vom Startbildschirm aus nach oben swipen. Mit dieser Funktion kannst du deine über den Tracker ermittelten Pulsdaten live an kompatible externe Geräte senden, also zum Beispiel Laufbänder.

Das ist auf jeden Fall eine sehr sinnvolle Funktion, die ich persönlich aber ehrlich gesagt eher weniger nutze, da ich meistens eher Outdoor unterwegs bin.

Drei der größten Neuerungen betreffen dann noch alle das Stichwort Google. Fitbit wurde ja vor einiger Zeit von Google übernommen, dadurch hast du bei der Google Pixel Watch 2 zum Beispiel viele Fitbit Funktionen, und bei der Fitbit Charge 6 hast du dafür jetzt im Gegenzug einige Google Funktionen.

Fitbit_Charge 6   YouTube

Google Wallet (neu)

Zum einen wäre das Google Wallet, was du zum kontaktlosen Bezahlen nutzen kannst, und YouTube Music. 

You Tube Music (neu aber nur im Abo) 

Du kannst also über den Tracker die Musik von YouTube Music steuern. Im letzten Jahr hatte ich ja noch bemängelt, dass die Charge 5 im Gegensatz zur Charge 4 keine Musiksteuerung mehr ermöglicht, bei der Charge 6 geht es jetzt wieder.
Vor allem kannst du die Musik auch während deiner Workouts steuern. Aber wie gesagt auch nur mit YouTube Music und vor allem leider auch nur, wenn du das kostenpflichtige YouTube Music Premium Abo abschließt.

Fitbit_Charge 6  Navigation per Goggle_Maps

Google Maps Nutzung (neu)

Eine dritte Google-Funktion, ist das Nutzen von Google Maps über die Fitbit Charge 6. Du kannst also eine Navigation über die Google Maps App auf deinem Handy starten und dann werden dir Turn-by-Turn Anweisungen auf der Uhr angezeigt. Du siehst also auf dem Tracker, wann du abbiegen musst und musst dann beim Laufen oder Radfahren nicht immer dein Handy aus der Hosentasche holen.

Das ist natürlich nur ganz, ganz simpel und nicht mit den Navigationsfunktionen von Sportuhren zu vergleichen, aber dennoch ein schönes Update im Vergleich zur Charge 5.

Wie genau ist die Fitbit Charge 6 bei den Sensoren?

Wie wir gesehen haben, kann die Fitbit Charge 6 echt sehr viele Gesundheitsdaten erfassen. Doch wie genau sind all diese Werte denn eigentlich? Wie immer habe ich mich natürlich nicht einfach blind darauf verlassen, sondern es in zahlreichen Praxistests gegengetestet.

Zunächst mal habe ich die Blutsauerstoffwerte mit denen eines Pulsoximeters verglichen. Dabei war die Abweichung meistens so bei 1%, wie auch hier zu sehen, also das scheint auf jeden Fall genau zu sein.

Fitbit_Charge 6 Pulssensor

Was die Herzfrequenz angeht, hier haben wir den gleichen optischen Pulssensor verbaut, wie auch im letzten Jahr bei der Charge 5. Fitbit setzt hier allerdings auch viel auf softwaretechnische Verbesserungen, die zu einer genaueren Messung führen sollen.
Um das zu testen, habe ich wie immer all meine Trainingseinheiten gleichzeitig mit der Charge 6 und mit einem Brustgurt aufgezeichnet und dann beide Datensätze miteinander verglichen.

Fitbit_Charge 6 Pulsmessung

Hier beim Laufen gibt es dann auch nichts zu meckern, die Kurven stimmen bis auf eine kleinere Stelle sehr gut überein. Beim Abfallen der Herzfrequenz zum Ende des Workouts braucht der Tracker ein paar Sekunden länger, aber das ist noch vollkommen in Ordnung.

Beim Krafttraining bietet Fitbit in seiner App leider keine Option die Herzfrequenzdaten zu exportieren, sodass ich euch das nicht so schön anhand der Graphen zeigen kann, aber hier siehst du mal die entsprechenden Screenshots der Workouts:

Fitbit_Charge 6    Pulsmessung beim Gewichtheben

Hier zum Beispiel liegt der Durchschnittspuls laut Brustgurt bei 91 Schlägen pro Minute, und der Maximalpuls bei 147. Laut der Charge 6 liegt der Durchschnittspuls bei 86 und der Maximalpuls bei 140.

Vom Verlauf her sieht es zum Ende ziemlich gut aus, aber zu Beginn geht mein Puls ja einige Male so in den Bereich um die 140 Schläge und das hat der Tracker nicht erkannt.

Fitbit_Charge 6  Pulsmessung Gewichtheben 2

Bei dieser zweiten Einheit liegt der Durchschnittspuls laut Brustgurt bei 113 und laut Tracker bei 110. Der Maximalpuls ist laut beiden 153. Vom Verlauf her sieht es auf diesen ersten Blick hier wirklich sehr gut aus. Also so 100% verlassen würde ich mich beim Krafttraining oder solchen Sportarten zwar nicht auf die Charge 6, aber das sieht tatsächlich besser aus als bei den meisten anderen Tracker oder Sportuhren.

Zu guter Letzt wollte ich dann auch noch die GPS-Genauigkeit überprüfen. Und die war leider überhaupt nicht gut. Zunächst mal habe ich meinen klassischen Waldtest gemacht. Treue Leser dieses Blogs werden ihn kennen! 😉

Falls du neu hier bist: In meinem Waldtest gehe ich auf engen Waldwegen den exakt gleichen Weg hin- und zurück. Der getrackte Hin- und Rückweg sollte also im Idealfall genau übereinstimmen. Doch wie sieht die Realität aus?

Fitbit_Charge 6_GPS_Genauigkeit

Das hier ist ein akzeptables Ergebnis, aber im Vergleich mit anderen Sportuhren auch kein gutes.

Vor allem aber hatte ich von Seiten des GPS immer wieder Aussetzer. Zunächst einmal hat es in den allermeisten Fällen ewig gedauert, bis ich überhaupt mal ein GPS-Signal hatte und starten konnte und dann sah es oftmals wie hier aus. Auf halber Strecke bei dieser Joggingeinheit wurde das GPS-Signal einfach abgebrochen und zeigt daher diesen geraden Strich.

Fitbit_Charge 6 GPS_Genauigkeit

Bei dieser Laufeinheit hier wurde sogar fast gar nichts aufgezeichnet, obwohl ich nur in der Stadt unterwegs war, was für das GPS eigentlich einfach zu ermitteln sein sollte.
Also ähnlich wie auch bei der Google Pixel Watch 2 habe ich hier wirklich sehr, sehr schlechte Erfahrungen mit dem GPS gemacht.

Fitbit_Charge 6 GPS_Genauigkeit2


Akkulaufzeit der Fitbit Charge 6


👉 in der Praxis hält der Akku der Charge 6 zwischen 5 -7 Tage durch

Als letztes möchte ich dann auch noch über die Akkulaufzeit sprechen. Diese ist auf dem Papier genau wie im letzten Jahr auch wieder “bis zu 7 Tage“.  Bei mir persönlich sind es aber eher so 5 Tage, was aber vor allem daran liegt, dass ich auch sehr viele Trainingseinheiten aufzeichne, ungefähr eine Stunde pro Tag im Schnitt würde ich sagen.
Generell gibt es hier viele Faktoren, die die Akkulaufzeit beeinflussen können. Du kannst hier zunächst mal die Helligkeit ändern, ich habe sie auf “Normal“, also auf die mittlere Stufe gestellt. Dann kannst du auch noch die Zeit ändern, bis sich das Display bei Nicht-Aktivität ausschaltet. Diese habe ich ebenfalls auf die mittlere Stufe eingestellt.

Fitbit_Charge 6_Akkulaufzeit

Für deine Trainingseinheiten kannst du dann einstellen, ob der Tracker das eigene GPS verwenden soll oder das GPS des verbundenen Smartphones.
Das würde natürlich den Akku schonen und da die Ergebnisse, die ich mit dem GPS des Trackers erzielen konnte, ja wirklich sehr schlecht waren, würde ich dir auch schon fast dazu raten, lieber das GPS deines Handys zu benutzen.
Die Akkulaufzeit der Charge 6 ist jedenfalls vollkommen in Ordnung. Wie gesagt, bei mir so um die 5 Tage, aber das ist jetzt auch nichts Berauschendes.


Zusammenfassung des Fitbit Charge 6 Tests in Videoform

Fitbit Charge 6
692 Bewertungen
Fitbit Charge 6
• schickes, leichtes Design - neu mit Button an Seite
• schönes AMOLED-Display
• viele gute Trainings- und Gesundheitsfunktionen 
• sehr leicht und angenehm zu tragen

Fazit: Wie schlägt sich die neue Fitbit Charge 6 in der Praxis?


Also gut, was können wir jetzt unterm Strich zur neuen Fitbit Charge 6 festhalten? Man sollte sich zunächst mal bewusst machen, wofür man diesen Tracker denn haben wollen würde. Die Charge 6 ist auf jeden Fall wieder ein sehr guter Fitnesstracker, vor allem die Fitness- und Gesundheitsfunktionen für den Alltag wissen hier zu überzeugen. Vor allem so etwas, wie die Blutsauerstoffsättigung und umso mehr die EKG-Funktion und der EDA-Scan sind definitiv keine Selbstverständlichkeit.

Auch die Schlafanalyse ist wieder einmal sehr gelungen und das Zusammenspiel mit der App läuft weiterhin sehr gut. Das allermeiste kannst du dabei auch in der kostenlosen Version nutzen, aber alleine die Tatsache, dass einige Funktionen der kostenpflichtigen Fitbit Premium Version vorenthalten sind, nervt mich persönlich.

Als Sportler freue ich mich über die neuen Trainingsprofile und vor allem, dass man mehr als nur 6 auf dem Tracker ablegen kann. Auch die Herzfrequenz-Broadcasting Funktion ist eine nette Neuerung und die Google Funktionen, vor allem die Turn-by-Turn Navigation mittels Google Maps, ist auch sinnvoll. Aber natürlich ist der Tracker in dieser Hinsicht nicht ansatzweise mit Sportuhren zu vergleichen. Vor allem habe ich leider auch sehr schlechte Erfahrungen mit der GPS-Genauigkeit gemacht, also in dieser Hinsicht war der Tracker für mich persönlich leider gar nicht zu gebrauchen.

Abgesehen vom GPS ist die Charge 6 aber für das, wofür sie gedacht ist, und für diesen Preis durchaus eine Überlegung wert. Wenn du jetzt allerdings bereits die Charge 5 hast, dann bezweifle ich, dass es das Update wert ist, denn so viele wahnsinnig entscheidende neue Funktionen wären da für mich persönlich jetzt auch nicht hinzugekommen. Wenn du aber von der Charge 4 oder noch älteren Modellen kommst, dann lohnt es sich denke ich auf jeden Fall.

Aber gut, ich hoffe, dass ich dir mit diesem Testbericht einen guten Eindruck von dem Fitnesstracker geben konnte. Wenn du noch weitere Fragen oder Anregungen hast, dann hinterlass doch gerne einen Kommentar und falls du bereits selber stolzer Besitzer des Trackers bist, wünsche ich dir jetzt ganz viel Spaß mit deinem persönlichen Fitbit Charge 6 Test! 😉


Autor: Bernd Lakenbrink 
Bernd Lakenbrink ist Experte im Bereich Sportuhren. Sein fundiertes Wissen aus einem Master in Sports Technology an der Deutschen Hochschule in Köln und Praxistests unter Extrembedingungen wie u.a. die Besteigung des Kilimandscharos oder einer Tagestour auf die Zugspitze teilt er auf “Sport Technik”. Seinem Youtubekanal folgen bereits über 11 000 Leute.

Hier findest du seine vollständige Autorenbeschreibung.

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