Sind Vibrationsplatten gesundheitsschädlich?

Vibrationsplatten werden immer beliebter. Etliche Fitnesstrainer und viele Prominente, wie Miroslav Klose und sogar Madonna, setzen auf das Rütteltraining. Und doch besteht nach wie vor die Theorie, dass Vibrationsplatten gesundheitsschädlich seien.

Um dieses Gerücht gleich zu Beginn aus der Welt zu schaffen: Sind Vibrationsplatten gesundheitsschädlich? Nein, Vibrationsplatten sind grundsätzlich nicht gesundheitsschädlich. In einigen wenigen Ausnahmefällen, wie Osteoporose, sollte das Vibrationstraining dennoch mit einem Arzt abgesprochen werden. Zudem sollte verstärkt auf die richtige Ausführung der Übungen geachtet werden.

In diesem Artikel geht es um alles Wissenswerte zur Frage der Gesundheitsschädlichkeit einer Vibrationsplatte. Hier erfährst Du für wen das Vibrationstraining vielleicht nicht die beste Idee ist und worauf Du auf jeden Fall achten solltest. 

Übungen zum Muskelaufbau mit einer Vibrationsplatte

Vibrationsplatten sind nicht gesundheitsschädlich und können bei richtigem Einsatz ein sehr effektives und gesundes Fitnesstraining bieten. 

Was ist die Wirkung einer Vibrationsplatte? 

Bevor wir zur Frage kommen, ob Vibrationsplatten gesundheitsschädlich sind, musst Du erst einmal verstehen, wie so eine Platte überhaupt funktioniert und was sie mit unserem Körper macht.

Eine Vibrationsplatte leitet im Grunde ganz einfach Vibrationen an unseren Körper weiter. Ein integrierter Motor sorgt demnach für Schwingungen, die abhängig vom Modell in alle Richtungen gehen können. Stehen wir auf der Platte oder machen generell Übungen auf ihr, so wird unser Körper dadurch immer wieder leicht außer Balance gebracht. Die so genannte tiefliegende Muskulatur, die für die Stabilität und aufrechte Haltung unseres Körpers verantwortlich ist, sorgt dann dafür, dass die Balance wiederhergestellt wird. Das beste daran: Das Ganze passiert ganz automatisch, du musst diese Muskeln also nicht bewusst ansteuern.

Diese tiefliegenden Muskeln können wir nicht nur nicht ansteuern, sondern auch nicht aktiv trainieren. Sie macht allerdings rund 40% der gesamten Muskulatur aus, was bedeutet, dass wir normalerweise nur etwa 60% unserer Muskeln trainieren. Mit einer Vibrationsplatte erreichen wir allerdings fast 100%, was das Training deutlich effektiver macht. 

Können Vibrationsplatten gesundheitsschädlich werden? 

Vibrationsplatten an sich sind nicht gesundheitsschädlich. Ganz im Gegenteil: Sie haben zahlreiche positive Effekte auf unsere Gesundheit.
Dennoch wird in gewissen Fällen vom Vibrationstraining abgeraten. In diesen Fällen ist allerdings generell Vorsicht beim Fitnesstraining geboten und es handelt sich größtenteils um Vorsichtsmaßnahmen. Folgenden Leuten wird geraten, das Training auf der Vibrationsplatte zumindest vorher mit einem Arzt abzusprechen: 

  • akute Erkrankungen / entzündliche Prozesse 
  • Thrombose und Thrombosegefahr 
  • Stents und Bypässe 
  • höhergradige Osteoporose mit Frakturen 
  • (unbehandelter) Bluthochdruck 
  • Arthrose 
  • Gallen- und Nierensteine 
  • Schwangere
  • Kinder unter 13 Jahren 

Falls Du die letzten 5 Jahre generell jegliche Form von sportlicher Aktivität resigniert hast und nun doch anfangen willst aktiv zu werden, solltest Du auch mit Vorsicht an die Sache heran gehen und Dein Vorhaben vorher mit einem Arzt absprechen.

Grund hierfür ist größtenteils, dass das Vibrationstraining natürlich schon eine gewisse Belastung für unsere Knochen und Muskeln darstellt. Im Normalfall ist diese Belastung für unseren Körper kein Problem, doch bei sehr schwachem Knochenbau oder sehr untrainierten Muskeln kann es theoretisch vorkommen, dass der Körper die Vibrationen der Platte nicht gut genug abfedern kann.

Auch Kinder unter 13 Jahren sollten zunächst einmal auf das Vibrationstraining verzichten, da die Muskulatur in diesem Alter noch nicht immer ausgereift genug ist.

Bei zu schwachen Muskeln und damit fehlender Abfederung der Schwingungen belastet das Vibrationstraining die Knorpel und Gelenke sehr stark, weshalb in diesen Fällen Vorsicht geboten ist.
Bei Zweifeln hilft es natürlich immer, das Ganze im Vorfeld mit einem Arzt abzusprechen. 

Eine ausführliche Beschreibung von Übungen mit der Vibrationsplatte und weitere Tipps zum Training, findest du in diesem Artikel: Vibrationsplatte Übungen.

Worauf Du beim Gebrauch einer Vibrationsplatte achten solltest: 3 Tipps 

Wie Du nun gelernt hast, sind Vibrationsplatten in den allermeisten Fällen nicht gesundheitsschädlich. Um eine möglichst gefahrlose und rundum positive Erfahrung mit dem Vibrationstraining zu gewährleisten, lege ich Dir folgende Tipps ans Herz: 

1.Langsam starten, dann steigern

Wie so oft im Leben, gilt auch beim Training auf einer Vibrationsplatte: Lass es zunächst erstmal langsam angehen! Ich weiß, dass die Begeisterung und der Spaß an der neuen Technologie vor allem am Anfang sehr groß ist, und man dadurch gewillt ist jeden Tag zu trainieren und das gleich auf der stärksten Frequenz. Erlaube Deinem Körper sich erstmal langsam an die neuen Reize zu gewöhnen, denn auch für ihn ist das Ganze ungewohnt.

Daher am besten erst im niedrigen Frequenzbereich starten, und dann langsam steigern. 

2. Mit vertrauten Übungen starten 

Wähle zu Beginn am besten Übungen, mit denen du bereits vertraut bist. Gerade beim Training auf einer Vibrationsplatte ist es sehr wichtig, dass du auf eine saubere Ausführung achtest, da ansonsten deine Gelenke zu stark belastet werden. Starte also mit Übungen, wie Kniebeugen oder Liegestütze und greif‘ erst nach mehreren Wochen Vibrationstraining auf ausgefallenere Varianten zurück.

3. Halte die Vibrationen vom Kopf fern

Achte darauf, dass die Vibrationen während des Trainings nicht bis zum Kopf durchgehen. Das ist keine dramatische Sache, doch bei längerer Benutzung kann es in diesem Fall zu Kopfschmerzen, Schwindel und einem verschwommenem Sichtfeld kommen.

Vermieden werden sollten daher Übungen, bei denen die Vibrationen schlecht abgedämpft werden können. Dazu zählen Übungen im Sitzen, im Liegen oder im steifen Stand.

Wie kann ich mit einer Vibrationsplatte Muskeln aufbauen und worauf kommt es dabei an, dies erfährst du in diesem Artikel,  

FAQ

1. Übernimmt die Krankenkasse die Kosten einer Behandlung mit einer Vibrationsplatte? 

Ich selber habe keine Erfahrungen mit den Zuschüssen von Krankenkassen zum Vibrationstraining. Allerdings habe ich diese Frage schon des Öfteren gehört und habe deswegen mal ein bisschen recherchiert.

Und tatsächlich: In einigen Fällen übernimmt die Krankenkasse die Kosten für das Vibrationstraining vollständig. Dazu muss allerdings eine “therapeutische Notwendigkeit“ bestehen, die nicht näher ausgeführt wird. Am besten sprichst Du das Ganze einfach mit Deiner Krankenkasse ab, und hoffst auf die Zuschüsse. 

2. Welche Vibrationsplatten sind zu empfehlen? 

In diesem Artikel geht es natürlich hauptsächlich um die Frage, ob Vibrationsplatten gesundheitsschädlich seien. Da diese Frage nun geklärt ist, und viele von euch sich jetzt sicherlich fragen, welche Modelle denn nun zu empfehlen sind, habe ich hier nochmal 2 Modelle für Dich zusammengetragen. Beide Vibrationsplatten habe ich selber getestet und kann sie Dir ohne Bedenken ans Herz legen. 

Der Vibro Shaper ist in meinen Augen das perfekte Einstiegsgerät, während die Sportstech VP400 mit einer enormen Funktionsvielfalt und einer riesigen Trainingsfläche glänzen kann und somit auch für fortgeschrittenere Sportler alles bietet.
Schau' Dir doch bei Interesse einfach mal beide Modelle etwas genauer an.😉

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• ideal für Anfänger und Fortgeschrittene
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• gelenkschonend
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Fazit

Ich hoffe, ich konnte Dir mit diesem Artikel zum Thema "Sind Vibrationsplatten gesundheitsschädlich?" weiterhelfen. 

Bei weiteren Fragen oder Anregungen kannst Du mir jederzeit eine Mail schreiben oder einfach einen Kommentar unter diesem Artikel hinterlassen.

Ansonsten kannst Du Dich natürlich noch weiter auf meinem Blog umschauen, dort beantworte ich viele weitere Fragen zum Thema Vibrationsplatten.

Autor: Bernd Lakenbrink
Seit ich denken kann, habe ich eine sehr große Leidenschaft für den Sport. Da ich zudem sehr technikaffin bin und meine Stärken immer schon im naturwissenschaftlichen Bereich lagen, habe ich beschlossen diese beiden Leidenschaften als Autor miteinander zu verbinden. Vor kurzem habe ich meinen Master in “Sports Technology“ an der Deutschen Sporthochschule in Köln abgeschlossen und bin als Autor und Youtuber tätig.