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Laufband oder Rudergerät? – Welches hat beim Abnehmen, Muskelaufbau, praktische Anwendung die Nase vorn

Fitnessstudios erfreuen sich an immer höheren Besucherzahlen. Naja, zumindest wenn Corona uns nicht gerade allen einen gewaltigen Strich durch die Rechnung macht. Dadurch wird nun allerdings auch das Fitnesstraining in den eigenen vier Wänden immer interessanter und immer mehr Menschen denken über die Anschaffung eines Fitnessgeräts nach.

Doch es gibt mittlerweile eine solch immense Auswahl an verschiedenen Modellen, dass man schnell mal den Überblick verlieren kann. Instinktiv denken die meisten Menschen dabei direkt an das Laufband, welches nach wie vor der absolute Klassiker unter den Fitnessgeräten ist.

Eine Alternative, die aktuell immer beliebter wird, aber dennoch meiner Meinung nach immer noch maßlos unterschätzt wird, ist das Rudergerät.
In diesem Artikel gehen wir die Unterschiede und Gemeinsamkeiten beider Geräte durch und dabei werde ich dir 5 Gründe liefern, warum das Rudergerät sogar die bessere Wahl ist. Viel Spaß! 😉

Muskelaufbau - Laufband vs Rudergerät

Eine kurze Frage: Hast du dir schon einmal die Athleten angeschaut, die bei den olympischen Spielen in der Sportart Rudern antreten? Klar, wer es bis nach Olympia geschafft hat, der ist grundsätzlich eigentlich immer unglaublich fit und durchtrainiert, aber die Ruderer spielen in Sachen Fitness nochmal in einer anderen Liga. Der Grund dafür: Rudern trainiert nahezu den gesamten Körper!

Muskelaufbau Laufband

 Fangen wir aber erstmal mit dem Laufband an. Nach wie vor ist es eigentlich so, dass Laufbänder die beliebtesten und in Fitnessstudios auch begehrtesten Cardiogeräte sind. Doch was wird hierbei überhaupt trainiert? Das Laufen beansprucht hauptsächlich den Unterkörper, oder genauer gesagt folgende Muskeln:

  • Vordere Oberschenkelmuskulatur
  • Hintere Oberschenkelmuskulatur
  • Gesäßmuskel
  • Wadenmuskulatur
  • Vorderer Schienbeinmuskel

Neben diesen Muskeln werden auch einige Rumpfmuskeln aktiviert, um uns während des Laufens zu stabilisieren. Das ist schon mal gar nicht so schlecht, aber noch lange kein wirkliches Ganzkörpertraining. Nun aber zurück zum Rudergerät!


Muskelaufbau Rudergerät

Beim Rudergerät sieht die Sache schon ganz anders aus, denn hier werden tatsächlich bis zu 80% der gesamten Muskulatur trainiert, und das zur selben Zeit! Aufgepasst, es folgt erneut eine Auflistung der trainierten Muskeln, dieses Mal allerdings eine etwas längere:

  • Großer Rückenmuskel (Latissimus)
  • Rückenstrecker
  • Trapezmuskel/Nacken
  • Hintere Schulter
  • Vordere Oberschenkel
  • Hintere Oberschenkel
  • Gesäßmuskel
  • Waden
  • Bauchmuskulatur
  • Bizeps
  • Unterarmmuskulatur

Nein, das waren nicht die Notizen aus meiner letzten Anatomie-Vorlesung in der Uni, sondern tatsächlich die Muskeln, die wir allesamt gleichzeitig mit dem Rudergerät trainieren können! 😉 Tatsächlich ist diese Liste sogar noch nicht einmal komplett und ich bin nur auf die hauptsächlichen Muskelgruppen eingegangen.

Was ist dein Ziel?
Klar, mit dem Laufband wirst du dich besser auf bevorstehende Laufwettbewerbe vorbereiten können, aber wenn es dein Ziel ist, einen athletischen Körper aufzubauen und all deine Muskeln zu fördern, dann ist das Rudergerät die bessere Wahl.

Mit der höheren Anzahl an aktivierten Muskeln geht allerdings noch ein weiterer sehr entscheidender Vorteil hervor, auf den wir jetzt zu sprechen kommen! 😉

Rudergeräte Training

Training auf dem Rudergerät verbrennt reichlich Kalorien

Kalorienverbrauch und Abnehmen - Laufband vs Rudergerät

Das Fitnessziel Nummer 1, warum auch heute noch Millionen von Menschen mit dem Sport anfangen, ist das Abnehmen. Egal ob es darum geht, die überschüssigen Winterkilos loszuwerden oder um den Traumkörper für die anstehende Strandsaison zu erreichen: Was würden wir nicht alle dafür geben, um schnell und einfach ein paar Pfunde purzeln zu sehen?

Auch hier treibt es die Menschen beinahe instinktiv auf das Laufband. Doch wusstest du, dass das Rudergerät für das Abnehmen sogar deutlich besser geeignet ist?

Wie wir gerade gesehen haben, werden auf dem Rudergerät deutlich mehr Muskeln zur selben Zeit trainiert. Und hier müssen wir einfach nur mal kurz überlegen, was es bedeutet, wenn sehr viele Muskeln gleichzeitig trainiert werden…

Es bedeutet, dass unser Körper auch sehr viel Energie bereitstellen muss, um all diese Muskeln zu versorgen. Das wiederum bedeutet, dass die Kalorienverbrennung mal so richtig angekurbelt wird.
Um eine solch hohe Menge an Energie bereitstellen zu können, ist unser Körper außerdem nahezu gezwungen, auf unsere Fettreserven zurückzugreifen. Und das ist natürlich Musik in den Ohren von jedem, der abnehmen möchte! 😉

gelenkschonendes Training - Laufband oder Rudergerät

Auch wenn es hier vielleicht ein wenig so rüberkommt: Ich möchte das Laufband ganz und gar nicht schlechtreden und halte es nach wie vor für ein sehr gutes Fitnessgerät. Eines der Hauptprobleme dabei ist aber auch, dass es nicht unbedingt das gelenkschonendste ist.

Generell ist es beim Laufen so, dass ungefähr das 3-4-fache unseres eigenen Körpergewichts auf unseren Gelenken lastet – und das bei jedem einzelnen Schritt. Besonders das Kniegelenk muss auf Dauer darunter leiden.

Das Laufband ist hier im Vergleich zum Joggen im Freien sogar noch die bessere Wahl, denn die meisten modernen Laufbänder sind mit einem Dämpfungssystem ausgestattet, sodass wenigstens noch ein bisschen von unserem Körpergewicht abgefedert wird. Dennoch gilt das Laufband (zurecht) nicht als das schonendste und gesündeste Gerät.

Das Rudergerät hingegen ist deutlich gelenkschonender, denn hier fallen die eben beschriebenen Aufprallkräfte weg, da unsere Füße in stetigem Kontakt mit dem Trittbrett sind.

Dazu muss man sagen, dass hierfür natürlich auch immer die richtige Ausführung eine wichtige Rolle spielt und das Rudertraining am Anfang nicht ganz so instinktiv und einfach ist, wie das Laufen.

Doch es ist auch keine Wissenschaft und hat man den Dreh erstmal raus, ist auch das Rudern super einfach. Und wie gesagt, das Training auf dem Rudergerät ist für deine Gelenke auf jeden Fall deutlich besser als das Laufband. Wie gesagt, ich möchte allerdings das Laufband auch keineswegs schlechtreden.

Solange du es auf dem Laufband nicht übertreibst und auf deinen eigenen Körper hörst, sollte das Ganze kein allzu großes Problem darstellen. Folgenden Personen würde ich aufgrund des schonenderen Bewegungsablaufs dennoch eher zur Nutzung eines Rudergeräts raten:

  • Übergewichtige Personen
  • Personen mit Gelenkproblemen
  • Ältere Menschen
  • Personen, die gerade erst von einer Verletzung zurückkommen

Das Training auf dem Rudergerät bietet eine erfrischende Abwechslung zu Laufband und Co. und kann richtig Spaß machen. 

Was sagt die Wissenschaft?

"Nachdem sich Joseph und Joe mehrfach positiv für das Rudergerät ausgesprochen haben, als Ruderer, Ruder-Coach beziehungsweise Fitnesstrainer, wollen wir uns ansehen, was die Wissenschaft dazu zu sagen hat.

In einer Studie mit jungen Erwachsenen wurden verschiedene Trainingsgeräte für zuhause auf den Prüfstand gestellt. Dabei fand man heraus, dass auf dem Rudergerät mehr Energie als auf dem Laufband verbrannt wird – die Wissenschaft stützt also den Standpunkt unserer beiden Experten.

Eine andere Studie stellt fest, dass regelmäßiges Laufen über lange Strecken häufiger zu damit verwandten Verletzungen beziehungsweise Beeinträchtigungen führt. Die Meta-Studie betrachtete dafür andere wissenschaftliche Ergebnisse und stellt fest, dass teilweise knapp 80 % der Verletzungen der unteren Extremitäten (den Beinen) mit dem Langstreckenlaufen assoziiert werden."  

Quelle: Meduni


Spaßfaktor zwischen Laufband und Rudergerät! 

Ich weiß, ich weiß, die Frage, welches der beiden Fitnessgeräte einem mehr Spaß bereitet ist subjektiv…
Dennoch behaupte ich, dass das Rudern den meisten Menschen mehr Spaß macht als das Laufen. Das liegt zum Teil daran, dass wir wahrscheinlich alle schon Hunderte von Kilometern joggen waren. Doch wie viele Kilometer bist du persönlich in deinem Leben schon gerudert?

Ich muss zugeben, dass ich dem Rudergerät erst sehr spät eine Chance gegeben habe. Ich war bereits drei Jahre lang im Fitnessstudio angemeldet und habe den beiden Rudergeräten, die dort irgendwo in der Ecke standen, bis dahin kaum Beachtung geschenkt. Als ich mich dann eines Tages aufwärmen wollte und gerade alle Laufbänder belegt waren, dachte ich mir, ich gebe dem Rudergerät einfach mal eine Chance.

Und ich muss zugeben, dass es von Anfang an eine sehr erfrischende Abwechslung zum sonst doch recht monotonen Training auf dem Laufband war. Heute, knapp 4 Jahre später, nutze ich zwar immer auch mal wieder andere Geräte, wie eben das Laufband, den Crosstrainer oder das Ergometer, doch das Rudergerät ist nach wie vor meine erste Wahl.

Der Bewegungsablauf beim Rudern ist einfach meiner Meinung nach deutlich vielfältiger und abwechslungsreicher und mir persönlich macht es dadurch auch mehr Spaß. Wie gesagt, das mag ein sehr subjektives Thema sein, aber wieso dem Rudergerät nicht einfach mal eine Chance geben? 😉

Rudergerät Waterrower

zuhause trainieren - Laufband und Rudergerät

Nicht erst seit der Corona-Pandemie wird es für immer mehr Menschen immer reizvoller, das Workout vom Fitnessstudio einfach in die eigenen vier Wände zu verlegen. Doch welches Fitnessgerät eignet sich denn eigentlich besser für den Heimgebrauch, Laufband oder Rudergerät?

Du ahnst es vielleicht schon, aber auch hier hat das Rudergerät meiner Meinung nach die Nase vorn. Das hat gleich mehrere Gründe, einer davon ist die Lautstärke. Viele Menschen schrecken vor dem Kauf eines Laufbands für Zuhause zurück, weil sie Sorge haben, ihre Mitbewohner oder Nachbarn damit zu sehr auf die Palme zu bringen oder gar für eine Ruhestörung zu sorgen.

Ich kann dich beruhigen: Ganz so schlimm ist es auf keinen Fall! Die Nutzung eines Laufbands in den eigenen vier Wänden ist auf jeden Fall nichts, was für eine Ruhestörung sorgen könnte. Ich selber habe auch zu Zeiten, in denen ich in einem Studentenwohnheim gelebt habe, nicht auf das Indoor-Lauftraining verzichtet. Eine Beschwerde habe ich mir dadurch nie eingefangen. Mag daran liegen, dass ich sehr lockere Nachbarn und Untermieter hatte, vielleicht aber auch daran, dass die Nutzung eines Laufbands nicht allzu laut ist.

Dennoch ist ein Laufband jetzt auch nicht flüsterleise. Wenn du im Wohnzimmer trainierst, und nebenbei jemand Fernsehen schauen möchtest, dann kann das Training auf dem Laufband schon als störend empfunden werden. Nicht unbedingt aufgrund der Lautstärke des Laufbands an sich, sondern aufgrund des ständigen Auftretens und Abrollens deiner Füße.

Diese Aufprallgeräusche fallen beim Rudergerät natürlich weg, wodurch es auch nochmal deutlich leiser ist. Wichtig ist es hierbei allerdings, auf was für eine Art von Rudergerät man setzt. Rudergeräte mit Wasserwiderstand erzeugen beim Trainieren ein leichtes Plätschergeräusch und die Geräte mit Luftwiderstand einen sanften Windzug, den man auch durchaus zu hören bekommt. Diese Lautstärke ist zwar geringer als beim Laufband, aber auch hier kriegen es deine Mitbewohner auf jeden Fall mit, wenn sie sich im gleichen Zimmer befinden.

Am besten wären hier Rudergeräte mit Magnetbremse, die wirklich flüsterleise sind. Diese Modelle sind generell die idealen Geräte zum Einstieg, da sie dazu auch meistens noch sehr günstig sind.

Das SportPlus Rudergerät* zum Beispiel ist eine super Wahl und mit unter 400 Euro auch ein echtes Schnäppchen. Für ein gutes Laufband sollte man meiner Meinung nach mindestens 600 Euro ausgeben und dabei sogar eher noch auf den vierstelligen Bereich schielen.

Auch in der Kategorie “Nutzung Zuhause“ geht der Punkt also insgesamt ans Rudergerät! 

Fazit - Laufband oder Rudergerät

Rudern ist das neue Laufen!
Das waren sie also, meine persönlichen 5 Gründe, warum das Rudergerät besser als ein Laufband ist. Ich muss gestehen, dass ich absolut keine Ahnung habe, wieso Rudergeräte nach wie vor so unterschätzt sind. Ich würde mich mal aus dem Fenster lehnen und sagen, dass sie sogar die unterschätztesten Fitnessgeräte überhaupt sind.

Dabei hätten sie es doch, wie wir in diesem Artikel gesehen haben, absolut verdient, ein paar Plätze auf der Beliebtheitsskala nach oben zu klettern. Vielleicht konnte ich den einen oder anderen hiermit ja auch überzeugen, dem Ganzen einfach mal eine Chance zu geben.

Ich hoffe, dass dir dieser Artikel weitergeholfen hat. Wenn du ansonsten noch irgendwelche Fragen hast, dann kannst du mich jederzeit gerne per Mail kontaktieren oder einfach einen Kommentar unter diesem Artikel hinterlassen.

Ansonsten wünsche ich dir jetzt viel Spaß auf dem Laufband, oder besser noch auf dem Rudergerät! 😉

Autor: Bernd Lakenbrink
Seit ich denken kann, habe ich eine sehr große Leidenschaft für den Sport. Da ich zudem sehr technikaffin bin und meine Stärken immer schon im naturwissenschaftlichen Bereich lagen, habe ich beschlossen diese beiden Leidenschaften als Autor miteinander zu verbinden. Vor kurzem habe ich meinen Master in “Sports Technology“ an der Deutschen Sporthochschule in Köln abgeschlossen und bin als Autor und Youtuber tätig.  

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