Fahrradcomputer GPS Test 2022

Fahrradtacho, Fahrradnavi, Fahrradcomputer mit GPS. Auch in der Radsport-Welt gibt es mittlerweile Technologien im Überfluss, sodass man durchaus schon mal den Überblick verlieren kann.
Fahrradcomputer mit GPS sind eine Mischung zwischen Radnavis und normalen Fahrradcomputer, die Geschwindgkeit und Strecke anzeigen. 

Der heutige Artikel dreht sich voll und ganz um die Fahrradcomputer mit GPS.
Welche Vorteile bieten diese Modelle und worauf solltest beim Kauf achten? Welche Modelle kann ich empfehlen? Dies klären wir im nachfolgenden Artikel.

Fahrrad Computer

Welche Vorteile bietet ein Fahrradcomputer mit GPS?


1. kleine Navilösung für sportlich orientierte Fahrer

Willst Du lediglich einen einfachen Fahrradtacho, der dir Daten zu Geschwindigkeit, Strecke und Fahrtzeit anzeigt, oder doch ein Fahrradnavi, das Dich stets ans rechte Ziel bringt?

Dieser Entscheidung stellen sich täglich tausende Radfreunde. Ein Fahrradcomputer mit GPS bietet hier eine ideale Mittellösung, die die Funktionen von Tacho und Navi perfekt miteinander kombiniert. Sie wird vor allem von Mountainbikern und Rennradfahren genutzt, die keine großen Navigationsgeräte nutzen möchten, aber auf eine (zeitweise) Navigation nicht verzichten möchten. So kannst du fremde Radwege leichter erkunden. Außerdem kannst du die gefahrene Strecke mit allen Daten wie z.B. Streckenkilometer. Höhenprofil und Geschwindigkeit auf eine App runtergeladen und auswerten. 

Im Gegensatz zu einem vollständigen Radnavi hat man beim Fahrradcomputer GPS zwar häufig keine vollständige Kartenanzeige, kann sich die GPS Daten jedoch trotzdem zu Nutzen machen. 
Es handelt sich bei den meisten Modellen eher um eine minimalistische, d.h. kleine Piktogramme als Navigationsdarstellung.
Diese reicht völlig aus, um zum gewünschten Ziel zu finden und hat außerdem den Vorteil, dass Du im Straßenverkehr nicht abgelenkt wirst, was sehr gefährlich werden könnte.

Was hat das GPS neben der Navigation sonst noch für Vorteile?

2. kein fester Sensor am Rad erforderlich

Wenn Dein Fahrradcomputer keine GPS-Funktion hat, werden die Geschwindigkeits-, Distanz- und Zeitwerte anhand eines Magneten und eines Sensors am Reifen gemessen. Zur Konfiguration des Fahrradcomputers muss dann noch der Reifenumfang bestimmt werden.

Wenn Du gerne zwischen verschiedenen Laufrädern oder Fahrrädern wechselst, dann würde ich Dir auf jeden Fall zu einem Fahrradcomputer mit GPS raten, da Du dann auf den Sensor verzichten kannst und diesen nicht immer hin und her tauschen musst.


3. wenn du oft unterschiedliche Strecken fährst

Unterscheiden würde ich außerdem zwischen Radsportlern, die regelmäßig die gleiche Strecke fahren (z.B. zur Arbeit) und denen, die eher abenteuerlich unterwegs sind und sich gerne an neuen Strecken versuchen.

In letzterem Fall ist ein Fahrradcomputer mit GPS sicherlich die bessere Wahl, da das GPS bei neuen Strecken dabei helfen kann, die Orientierung zu behalten und dafür sorgt, dass Du Dich nicht “irgendwo im Nirgendwo“ verfährst. Dabei sind die Fahrradcomputer in der Standortbestimmung außerdem meistens zuverlässiger als das Smartphone.

4. Gute Daten- und Trainingsauswertung per App

Wenn Du generell ein Fan von Daten bist und deine eigenen Raddaten gerne auswertest, dann ist ein Fahrradcomputer mit GPS ebenfalls die einzig richtige Wahl für Dich!

Denn neben den Standortdiensten liefern die GPS-Computer zusätzlich Daten zur Höhenmessung, die Dir dann eine Auskunft über absolvierte Höhenmeter geben. Diese wichtigen Informationen fehlen Dir bei einem Fahrradcomputer ohne GPS häufig komplett bzw. sie sind sehr unzuverlässig und ungenau.

Was spricht denn also überhaupt gegen einen Fahrradcomputer mit GPS?

5. Nachteil - höherer Preis

Der wohl größte Punkt, der hier zu nennen wäre, ist der Preis. Die vielen Vorteile der Geräte mit GPS-Funktion spiegeln sich meistens auch im Anschaffungspreis wider, sodass man hier etwas tiefer in die Tasche greifen muss.

Meiner Meinung nach ist es allerdings ganz klar so, dass, wenn Du den Radsport längerfristig ausüben möchtest, Fahrradcomputer mit GPS die sinnvollere Investition darstellen. Die einmalig höheren Kosten zahlen sich auf lange Sicht in Form von besseren und zuverlässigeren Daten, sowie insgesamt mehr Spaß beim Training aus.

Mit einem Fahrradcomputer mit GPS kannst Du Dein persönliches Training also von Anfang an mit einer gewissen Professionalität angehen.

Besonders für abenteuerliche Touren mit neuen Routen sind Fahrradcomputer mit GPS unverzichtbar!

Unterscheidungsmerkmale von GPS Fahrradcomputern

1. GPS oder auch weitere Navigationssysteme verwendbar

Ja, auch innerhalb der GPS Fahrradcomputer kann nochmal differenziert werden.

Beim Global Positioning System (kurz GPS) kann es gerade in Wäldern oder bei schlechten Wetterverhältnissen dazu kommen, dass die Verbindung abbricht oder sehr ungenau wird.

Neben dem GPS gibt es allerdings noch weitere Navigationssysteme, wie etwa das russische Pendant GLONASS oder das europäische System Galileo.

Werden mehrere dieser Systeme in einem Gerät miteinander verknüpft, heben sich die einzelnen Ungenauigkeiten auf, da insgesamt mehr Satelliten zur Verfügung stehen. Die Standortbestimmung erfolgt dadurch auch unter schlechteren äußeren Einflüssen sehr genau und zuverlässig.

Ein Fahrradcomputer, der neben GPS auch auf weitere Navigationssysteme, wie GLONASS, zurückgreift, ist also optimal!

2. Karten- oder Piktogrammdarstellung

Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal ist, wie bereits oben kurz erwähnt, die Darstellung der Karte. Bei vielen Modellen wird gar keine Kartennavigation angeboten.
Ansonsten reicht die GPS-Fahrradcomputer-Vielfalt von simplen Varianten, wie einem Kompass oder der schlichten Abbildung von Strichen und Pfeilen, bis hin zu sehr detaillierten Karten, wie man sie von einem Navi gewohnt ist.

Fahrradcomputer mit Karten GPS 

Fahrradcomputer mit Piktogram GPS

Für welche Option Du Dich hier letzten Endes entscheidest bleibt Dir überlassen und hängt sicherlich von Deinen Fahrgewohnheiten und Präferenzen ab.
Meiner Erfahrung nach muss es nicht unbedingt der Fahrradcomputer mit komplexer Kartendarstellung sein. Eine simple Navigation mit Pfeilen reicht meistens aus, um sich auch in unbekanntem Terrain zurechtzufinden. 😉

Worauf sollte ich beim Kauf eines Fahrradcomputers mit GPS achten? 

  • einfache Bedienung mit großen Tasten
  • optionale Funktionen und Datenauswertungen verfügbar
  • Nutzungsdauer des Akkus, groß genug für längere Touren
  • weitere Navisignalen von anderen System wie GPS empfangbar


Die aktuell besten Fahrradcomputer GPS

1. Der Wahoo GPS-Fahrradcomputer ELEMNT

Der Wahoo GPS Fahrradcomputer ELEMNT* stimmt mich einfach sprachlos. Nicht nur optisch handelt es sich hier um einen echten Hingucker, nein, auch bei einem Blick in das Gehäuse gibt es hier kaum etwas zu meckern.
Besonders begeistert hat mich die perfekte, gestochen scharfe Anzeige, auf dem 2.2 Zoll Display, die unter allen äußeren Einflüssen exzellent abzulesen war. Dieser Punkt ist mir persönlich sehr wichtig, da es stark nerven kann, wenn die Daten nicht richtig abzulesen sind.

Zur Einstellung des Fahrradcomputers nutzt man ganz einfach eine Smartphone App. Das Ganze ist im Handumdrehen erledigt und ermöglicht es Dir, Deine persönlichen Präferenzen anzugeben. Insgesamt ist die Bedienung super einfach!

Die Navigation funktioniert über die Komoot-Karten und läuft sehr zuverlässig und genau!

Außerdem hat der Wahoo ELEMNT GPS Fahrradcomputer ein monochromes Display, welches Energie spart und somit dafür sorgt, dass wir in den Genuss einer langen Akkulaufzeit kommen.

Meinerseits also eine klare Kaufempfehlung! Da das Ganze allerdings natürlich auch immer eine subjektive Note hat, würde ich Dir vorschlagen, dass Du mir nicht blind vertraust und Dir diesen Fahrradcomputer selber einmal genauer anschaust. Per Klick auf das folgende Produktbild oder den orangenen Button gelangst Du direkt zu Amazon, wo Du Dir alle Details, sowie weitere Kundenmeinungen durchlesen kannst. 😉

Wahoo ELEMNT GPS-Fahrradcomputer
• gestochen scharfe schwarz-weiße Anzeige
• drahtlose Routenübertragung, Abbiegehinweise von bekannten Apps (Strava, RideWithGPS, Komoot),
• sehr gutes GPS 

2. Der Garmin GPS-Fahrradcomputer Edge 130

Der amerikanische Hersteller Garmin ist auf dem Gebiet der Navigation sowieso das Nonplusultra, und das spiegelt sich auch in den Fahrradcomputern wider.

Ein Modell, welches mich besonders überzeugen konnte, ist der Garmin GPS Fahrradcomputer Edge 130*.
Dieser glänzt vor allem mit sehr präzisen Positions- und Höhendaten durch die Nutzung von GPS, GLONASS, Galileo, sowie der eines eingebauten, barometrischen Höhenmessers.

Der Fahrradcomputer an sich ist mit 33g sehr leicht und kompakt gestaltet, was ebenfalls zu einer sehr einfachen Handhabung und Bedienung führt.

Die Kartenansicht ist im Gegensatz zu anderen Garmin GPS Fahrradcomputern eher minimalistisch gehalten, was meiner Meinung nach jedoch sogar besser ist, da es völlig ausreicht und nicht zur Ablenkung führt.

Optimal kann man den Fahrradcomputer mit einer Pulsuhr von Garmin verbinden. Somit erhält man neben den klassischen Werten zur Geschwindigkeit, Strecke und Zeit, und den Positionsdaten auch Werte zur Herzfrequenz, die Dein Training auf ein ganz neues Level heben können. Hier favorisiere ich die Garmin Vivoactive 3.
Wenn Du Dich für meine Erfahrungen mit dieser Uhr interessierst, gelangst du hier zu meinem ausführlichen Testbericht.

Unterm Strich ist Garmin in Sachen Fahrradcomputern immer eine gute Wahl und der Edge 130 sticht dabei durch die simple und intuitive Bedienung nochmal hervor. Erneut würde ich Dir raten, Dir das Ganze einfach mal selber anzuschauen. Folge dafür einfach wieder dem folgenden Produktbild oder klicke auf den orangenen Button.

2. Sigma Edge 830

Ein technisches Highlight, vor allem wenn man Radtouren liebt, ist sicherlich der Fahrradcomputer Garmin Edge 830. Er bietet neben den üblichen Funktionen, wie Geschwindigkeit und Streckenmessung auch eine super Navigation in Kartenformat.

Das 2,6 Zoll große Farbdisplay mit 246 × 322 Pixel, läßt sich dabei per Touch bewegen und zoomen. Das Kartenmaterial stammt von Garmin, es braucht also keine zusätzliche App wie z.B. Koomot.
Ein besonderes Feature ist aus meiner Sicht der Fahrradalarm, wenn das Rad bewegt wird und auch die Unfallmeldung an Notfallkontakte.
 
Das Garmin Edge hat eine hohe Schutzklasse IPX7 und ist somit auch für den Dauerregen geeignet, was ich aber keinem wünsche.  Der Akku ist ebenfalls üppig und mit 20 Std. ausreichend groß, für solch ein großes Navi-Gerät. 

Angebot
Garmin Edge 830
• GPS mit Kartennavigation
• großes Farbdisplay mit Touchfunktion
• großer Akku
• Pulsmesser und Alarm bei Bewegung des Rades, Verbindung zur Garmin Connect
 

3: Der Sigma ROX 4.0

Ebenfalls auf das Podest geschafft hat es der Fahrradcomputer ROX 4.0 aus dem Hause Sigma.

Ähnlich wie bei den vorangegangenen Modellen gilt auch hier: Der Fahrradcomputer ist super einfach und intuitiv zu bedienen, die Bedienungsanleitung wird eigentlich überhaupt nicht gebraucht. Er zeigt neben der Strecke und Geschwindigkeit auch noch das Höhenprofil und die Steigung in % an. 

Hier handelt es sich nicht um ein vollständiges Fahrradnavi, da die Navigation nur mit Piktogramm dargestellt wird.  Diese Pfeile dienen als eine grobe Orientierungshilfe. In meinen Augen reicht auch die Lösung für sportliche orientierte Fahrer aus um neue Strecken zu entdecken.

Insgesamt handelt es sich beim Sigma ROX 4.0 um einen sehr soliden GPS Fahrradcomputer zum günstigen Preis. Für weitere Details und Kundenmeinungen kannst Du wieder ganz einfach und unverbindlich dem folgenden Link folgen.

Angebot
Sigma Fahrrad Computer ROX 4.0
• starkes Preis- Leistungsverhältnis
• super einfache, intuitive Bedienung
• gutes GPS 

In meinem Artikel "Fahrradcomputer richtig montieren und einstellen" findest du Tipps und Anleitungen um den Computer korrekt am Rad zu montieren.

Fazit: Fahrradcomputer mit GPS

GPS Fahrradcomputer sind zwar etwas teurer als die klassischen Tachos, bieten dafür allerdings zahlreiche Vorteile. Besonders bei langfristigem Interesse am Radsport kommt man kaum an einem Modell mit GPS vorbei, denn diese heben sowohl die Professionalität als auch den Spaß Deines Trainings auf ein neues Level.

Ich empfehle Dir besonders bei GPS Fahrradcomputern allerdings ganz klar auf ein hochwertiges Modell von einem bewährten Unternehmen zu setzen und Dich nicht von Niedrigpreisen locken zu lassen. So kannst Du sichergehen, dass die GPS Funktion auch einwandfrei funktioniert und Du Dich nicht allzu schnell um Ersatz kümmern musst!

Ich hoffe, ich konnte Dir mit diesem Artikel weiterhelfen und all‘ Deine Fragen beantworten. Wenn Dir dennoch noch irgendetwas zu diesem Thema auf dem Herzen liegt oder Du Deine Erfahrungen mit einem GPS Fahrradcomputer berichten möchtest, freue ich mich natürlich jederzeit über eine Mail oder einen Kommentar unter diesem Artikel!

Bis dahin erstmal viel Spaß mit Deinem neuen GPS Fahrradcomputer! 😉

In meinem Artikel "Fahrradcomputer Test" findest du eine Übersicht von empfehlenswerten kabelgebundenen und kabellosen Fahrradcomputer mit und ohne Zusatzfeatures wie Navigation oder Pulsmessung.

Autor: Bernd Lakenbrink
Seit ich denken kann, habe ich eine sehr große Leidenschaft für den Sport. Da ich zudem sehr technikaffin bin und meine Stärken immer schon im naturwissenschaftlichen Bereich lagen, habe ich beschlossen diese beiden Leidenschaften als Autor miteinander zu verbinden. Vor kurzem habe ich meinen Master in “Sports Technology“ an der Deutschen Sporthochschule in Köln abgeschlossen und als Autor und Youtuber  tätig.  

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